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Primäre Stabilität zementfreier Hüftprothesen

  • E. Schneider
  • C. Kinast
  • J. Eulenberger
Conference paper
Part of the Chirurgisches Forum’88 für experimentelle und klinische Forschung book series (DTGESCHIR, volume 88)

Zusammenfassung

Bei zementierten Hüfttotalprothesen kann es zu einer klinisch relevanten Lockerung der Prothese und zur Zerstörung des ossären Implantatlagers kommen. Durch die Implantation von Hüftprothesen ohne Zement hofft man, die Schädigung des Knochens so zu verringern, daß Prothesenwechsel-Operationen vergleichsweise einfacher durchzuführen sind. Das Design zementfrei implantierbarer Hüftprothesen berücksichtigt verschiedene Hypothesen zur Verankerung der Implantate im Knochen. Dabei bestehen zum Teil wesentliche Unterschiede zwischen der Befestigung der Pfanne und des Prothesenschaftes. Bei der Verankerung der Prothese im proximalen Femur kommen im wesentlichen folgende Verankerungsprinzipien zur Anwendung: 1. die Verklemmung im corticalen Rohr (Press-fit) (6), 2. Verklemmung im proximalen metaphysären Bereich (5), 3. Verzahnung der Makrostruktur der Prothese in der Spongiosa (Makrofit) (4), 4. biologische Verankerung, die ein Einwachsen von Knochen und Bindegewebe in die poröse Oberfläche der Prothese erfordert (1), 5. Krafteinleitung über einen Prothesenkragen. Das Design der zementfrei implantierbaren Prothesenschäfte zielt auf eine oder mehrere dieser Verankerungsweisen. Allen gemeinsam ist, daß eine ausreichend große direkte Kontaktzone zwischen Prothese und Knochen angestrebt wird.

Primary Stability of Cementless Hip Prostheses

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1988

Authors and Affiliations

  • E. Schneider
    • 2
  • C. Kinast
    • 1
  • J. Eulenberger
    • 1
  1. 1.Klinik für Orthopädie und TraumatologieInselspitalBernGermany
  2. 2.Klinik für Orthopädie und TraumatologieInselspitalBernGermany

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