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Der Mensch zwischen Abhängigkeit und Unabhängigkeit

  • P. Watzlawick
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Zusammenfassung

Der einfache Begriff der Abhängigkeit ist gar nicht so einfach, wenn Abhängigkeit nicht nur im klinischen Sinne verstanden werden soll, sondern als eine Grundgegebenheit der menschlichen Existenz. Die Frage ist: Wie und wann wird die Abhängigkeit auch beim sogenannten normalen Menschen zum Problem? Die Unabhängigkeit dagegen ist etwas viel phantastischeres, denn Unabhängigkeit könnte man letzten Endes als einen höchst erstrebenswerten Zustand bezeichnen, d.h. einen Zustand, der dasselbe wie totale Sicherheit bedeutet. Vollkommen unabhängig zu sein, scheint auf den ersten Blick die Patentlösung: man ist gefeit gegen alle Widerwärtigkeiten des Lebens. Nur: hier kommt sehr rasch der Gedanke an Krankheit und Tod, und schon ist es mit diesem Ideal vorbei. Die Phantasie der Unabhängigkeit würde außerdem beinhalten, daß man ewig lebt, und man kann sich schwerlich etwas Schaurigeres vorstellen als ein ewiges Leben.

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© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1988

Authors and Affiliations

  • P. Watzlawick

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