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Biochemische Individualität und Gicht

  • N. Zöllner
Conference paper
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Part of the Psychosomatische Medizin im interdisziplinären Gespräch book series (PSYCHOSOMATISCH)

Zusammenfassung

Im Jahre 1902 veröffentlichte Archibald Garrod im Lancet eine Arbeit: „The incidence of alcaptonuria: a study in chemical individuality”. Er faßt in dieser Arbeit die Literatur über die Alkaptonurie zusammen, ergänzt sie durch einige eigene Fälle, vor allem aber denkt er über die Krankheit gründlicher nach als seine Vorgänger. Die Genetik der Krankheit hat es ihm angetan. Er hat bereits das im gleichen Jahr erschienene Buch von Bateson Mendel’s principles ofheredity studiert. Er weist daraufhin, daß man einen Albino nicht übersehen kann, daß die Verfärbung der Wäsche bei der Alkaptonurie offensichtlich ist und daß Patienten mit der Zystinurie wegen ihrer Steinprobleme früher oder später zur Beobachtung kommen. Er fragt sich, ob es chemische Anomalien gibt, die nicht offensichtlich sind und nur unter bestimmten Bedingungen manifest werden, ggf. überhaupt nur bei chemischer Analyse. Er fragt sich weiterhin, ob neben dem absoluten Unterschied zwischen Menschen, bei denen ein Stoffwechselweg genutzt wird bzw. nicht vorhanden ist, es nicht auch graduelle Unterschiede gibt, welche nur bei sorgfältiger chemischer Untersuchung entdeckt werden können. Er kommt zu der Schlußfolgerung, daß chemische Prozesse bei den Einzelwesen einer Art graduell verschieden verlaufen können. 1903 schreibt er „über chemische Individualität und chemische Mißbildungenm“in Pflügers Archiv.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1988

Authors and Affiliations

  • N. Zöllner

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