Amplitudenvariation (Oszillation) evozierter Hirnpotentiale und Hirnleistungsstörung bei älteren Menschen

  • L. Lánczos
  • E. Lodemann
  • H. M. Olbrich

Zusammenfassung

Ausgehend von einer biologisch orientierten Theorie der Intelligenz hat Hendrickson (1982) postuliert, daß die evozierten Hirnpotentialkurven bei Probanden geringer Intelligenz nach Anzahl weniger und nach Ausmaß kleinere Schwankungen aufweisen als bei durchschnittlich begabten Probanden. Als ein zur Untersuchung solcher Zusammenhänge geeignetes Maß führte er das sogenannte „string measure“ ein, welches der Länge der gemittelten evozierten Potentialkurve in einem bestimmten Zeitintervall nach der Reizung entspricht. Zwischen diesem globalen Maß der Amplitudenvariation evozierter Potentiale und dem IQ, erfaßt mittels der Progressive Matrices von Raven, fanden sich in einer von Blinkhorn u. Hendrickson (1982) durchgeführten experimentellen Studie Korrelationskoeffizienten zwischen 0,7 und 0,8. Krüger u. Vogel (1985) schlugen als eine Modifikation des „string measure“ die „Oszillation“ vor, welche bestimmte methodische Nachteile des erstgenannten Maßes vermeidet.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1988

Authors and Affiliations

  • L. Lánczos
  • E. Lodemann
  • H. M. Olbrich

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