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Chronische atypische Psychose als Verlaufsform der multiplen Sklerose: Zwei ungewöhnliche Fälle

  • J. Kohler
  • H. Heilmeyer
  • B. Volk

Zusammenfassung

Die Schwierigkeit bei der Diagnose der multiplen Sklerose (MS) liegt in ihrer außerordentlich großen klinischen Variabilität. Neben den typischen, in der Regel multilokulären neurologischen Störungen gehören hierzu auch definierte psychopatholo-gische Syndrome, einerseits, wenn auch selten, als Korrelat eines akuten Schubes (Matthews 1979), andererseits als hirnorganisches Psychosyndrom im Verlauf der chronischen Enzephalitis (Payk 1973). Chronische, klinisch unilokuläre Verläufe der MS sind nicht selten. Verlaufsformen mit ausschließlich psychischer Symptomatik ohne begleitende diagnoseweisende neurologische Störungen wurden demgegenüber bisher nicht beschrieben.

Literatur

  1. Matthews WB (1979) Multiple sclerosis presenting with acut remitting psychiatric symptoms. J Neurol Neurosurg Psychiatry 42:859–863PubMedCrossRefGoogle Scholar
  2. Payk TH (1973) Psychopathologische Besonderheiten bei Kranken mit Encephalomyelitis disseminata („Multiple Sklerose“). Nervenarzt 44:378–380PubMedGoogle Scholar
  3. Poser CM (1984) The Diagnosis of multiple sclerosis. Thieme & Stratton, New YorkGoogle Scholar
  4. Strian F (1973) Psychopathologie der Encephalitis vom temporalen Typ. Arch Psychiat Nervenkr 218:51–65PubMedCrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1988

Authors and Affiliations

  • J. Kohler
  • H. Heilmeyer
  • B. Volk

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