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Begutachtung von posttraumatischen Schäden an der oberen HWS — Minderung der Erwerbsfähigkeit und der Arbeitsfähigkeit

  • G. Rompe
  • M. Fraunhoffer
Part of the Manuelle Medizin book series (MANUELLE)

Zusammenfassung

Nachdem Hinz (1968) und Erdmann (1973) sich bemüht hatten, die Beschleunigungsverletzungen von Kopf und Halswirbelsäule bei PKW-Insassen in solche eines Frontaufpralls (Abknickverletzung) und eines Heckaufpralls (Peitschenschlagverletzung) zu trennen, kommt mehr und mehr ins Bewußtsein, daß derart idealisierte Unfallabläufe nur auf einen Teil der tatsächlichen Ereignisse anwendbar sind. Aber selbst unter diesen standardisierten Bedingungen können die experimentellen Untersuchungen an Toten und Puppen (Dummies) die propriozeptiven und nozizeptiven Reaktionen auf diese Ereignisse nicht erfassen. Gerade die Hals-Kopf-Gelenke sind aber entwicklungsgeschichtlich mit vielfältigen Rezeptoren ausgestattet, weshalb das Rezeptorenfeld in der Nackenregion als peripheres Steuerungsorgan für Kopfbewegungen und Kopfhaltung angesprochen wird (Wolff 1983).

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1988

Authors and Affiliations

  • G. Rompe
  • M. Fraunhoffer

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