Die Vorstellungen der GRÜNEN zur Behandlung und Rehabilitation psychisch Kranker

  • G.-W. Speierer
Conference paper

Zusammenfassung

Die Verwirklichung der Empfehlungen der Psychiatrie-Enquete von 1975 ist auf halbem Wege steckengeblieben. Die Zwangsaspekte der Psychiatrie und die Einschränkungen von Patientenrechten wurden zwar in neuen Unterbringungsgesetzen geregelt; die Erweiterung der positiven Rechte der Patienten und die Kontrolle ihrer Einhaltung ist jedoch nur unzureichend erfolgt. Die Quoten der Zwangseingewiesenen und Zwangsbehandelten wurden teilweise gesenkt, zum Teil jedoch nur zum Schein durch die gleichzeitige Vermehrung von Pflegschaften, insbes. Gebrechlichkeitspflegschaften. Die rechtlichen und faktischen Voraussetzungen für eine Mini-malisierung der Langzeitverwahrung durch extramurale Behandlungseinrichtungen, Wohnungen und Arbeitsmöglichkeiten wurden bis heute nur unzureichend geschaffen (Bauer u. Berger 1986).

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Literatur

  1. Bauer M, Berger H (1986) Rechtsprobleme bei der Einweisung und Behandlung von akut Kranken mit einem Anhang zu Pflegschaft und Entmündigung. In: Kisker KP et al (Hrsg) Psychiatrie der Gegenwart 2: Krisenintervention, Suizid, Konsiliarpsychiatrie. Springer, Berlin Heidelberg New York Tokyo, S 46–84Google Scholar
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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • G.-W. Speierer

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