Therapeutische Aspekte bei Claudicatio abdominalis und renalem Hochdruck

  • Bernd Glücklich
Conference paper

Zusammenfassung

Die Claudicatio intestinalis, ein Begriff entlehnt von dem klassischen Symptom der arteriellen Verschlußkrankheit der unteren Extremitäten, Claudicatio intermittens, ist das typische Krankheitszeichen der um ein Vielfaches seltener auftretenden chronischen mesenterialen Ischämie. Kennzeichnend dabei sind starke, häufig krampfartig auftretende Schmerzen postprandial, die etwa 30 bis 40 min nach Nahrungsaufnahme beginnen und manchmal auch mit Übelkeit und Erbrechen einhergehen. Im Laufe von Monaten, manchmal auch Jahren, kommt es bei den Patienten zu einer derartigen Angst vor den Schmerzen, daß seltener und vor allem weniger gegessen wird. Daraus resultiert die bei den meisten Personen auftretende extreme Gewichtsabnahme. Viele dieser Patienten werden dem Gefäßchirurgen nach häufig wochenlanger, ergebnisloser Tumorsuche vorgestellt. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits alle laborchemischen und endoskopischen Tests sowie die meisten radiologischen Untersuchungen des Magen-Darm-Trakts durchgeführt worden. Manchmal liegt ebenfalls die Mesenterialarteriendarstellung vor, die zur Sicherung der Diagnose und zur Planung des operativen Vorgehens notwendig ist. Einige Patienten haben auch das Glück, aufgrund ihrer allgemeinen Arteriosklerose bei ebenfalls vorliegender Claudicatio intermittens der unteren Extremitäten dem Gefäßchirurgen schon früher „über den Weg zu laufen“.

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Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag, GmbH & Co. KG, Darmstadt 1992

Authors and Affiliations

  • Bernd Glücklich
    • 1
  1. 1.Gefäßchirurgische KlinikKreiskrankenhaus RendsburgRendsburgGermany

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