Advertisement

Der Effekt von Kalzium- und Calmodulinantagonisten auf den Katecholamingehalt kardialer Nervenfasern

  • K. Addicks
  • U. Lenz
  • D. Lehmann
  • R. Dammrau
Conference paper

Zusammenfassung

Seit Einsatz der Kalziumantagonisten z.B. durch Fleckenstein im Jahre 1969 wird unter anderem die Kalziumwirkung unter dem Einfluß von Kalziumantagonisten studiert. In den letzten zehn Jahren rückt der Einfluß von Kalziumantagonisten auf den Katecholamingehalt in den Vordergrund, und das unter zwei Gesichtspunkten: zum einen zur Erforschung der therapeutischen Breite von Kalziumantagonisten, zum anderen zur Charakterisierung der durch Kalzium bedingten Steuerung von Aufnahme, Speicherung oder Abgabe von Katecholaminen. Die Analysen, die im wesentlichen am in situ belassenen Herzmuskel oder am nervösen Zentralorgan vorgenommen wurden, führten zu extrem divergierenden Ergebnissen, dafür liegen unseres Erachtens folgende Gründe vor: 1. durch systemische Applikation wird eine Vielzahl von endokrinen Gegensteuerungen sowie Reflexkreisen aktiviert, 2. ist in der Regel die Dosis des Kalziumantagonisten mit einer Konzentration von 10−4 bzw. 10−5 m so hoch, daß sie keinesfalls im physiologischen Bereich liegt. Unter diesen Bedingungen scheinen Kalziumantagonisten keinen direkten Einfluß auf den intraaxonalen Katecholamingehalt zu haben, erst durch zusätzliche Sympathikusreizungen seien dann biochemische Verschiebungen des Katecholaminstoffwechsels feststellbar.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Abraham A (1940) Z Zellforsch 31: 146.CrossRefGoogle Scholar
  2. 2.
    Addicks K, Darius H, Köster R, Schrör K (1981) Acta anatom 111:1–2CrossRefGoogle Scholar
  3. 3.
    Addicks K, Knoche H (1977) Zur Innervation des Herzens In: Sturm A, Birkmayer W (Hrsg) Klinische Pathologie des vegetativen Nervensystems, Bd. II. Fischer, StuttgartGoogle Scholar
  4. 4.
    Borchard F, Feiertag S, Moraldo M (1981) Veränderungen des Myokards und der Herznerven bei chronischer Alkoholintoxikation der Ratte. Z Kardiol 70: 287Google Scholar
  5. 5.
    Brisse B (1979) Neurovegetative und hormonelle Einflüsse bei Herzrhythmusstörungen. In: Antoni H, Bender F, Gerlach E, Schlepper M (Hrsg) Herzrhythmusstörungen. K Schattauer, Stuttgart-New York, S 113 f.Google Scholar
  6. 6.
    Busse R (1985) Die Kontraktion der glatten Gefäßmuskulatur und ihre Beeinflußbarkeit durch Calmodulinantagonisten. In: Calmodulin und Calciumantagonismus. Fischer, Stuttgart, S 55–70Google Scholar
  7. 7.
    Hirche H J, Addicks K, Deutsch H-J, Friederich R, Griebenow R, Zylka V (1981) Der Einfluß von Lidocain auf die Freisetzung von K+ und Noradrenalin aus dem ischämischen Schweineherzen. Z Kardiol 70, 199Google Scholar
  8. 8.
    Klein G (1985) Pharmakokinetik von Kalziumantagonisten In: Calmodulin und Calciumantagonismus. Fischer, Stuttgart, S 3–24Google Scholar
  9. 9.
    Reiermann H J (1985) Pharmakologische Untersuchungen zur Kardioprotektion von Fendilin. In: Calmodulin und Calciumantagonismus. Fischer, Stuttgart, S 25–32.Google Scholar
  10. 10.
    Tritthart H A, Koidl B (1985) Das pharmakologische Profil von Fendilin im Vergleich zu Nifedipin, Verapamil und Diltiazem. In: Calmodulin und Calciumantagonismus. Fischer, Stuttgart, S 41–54Google Scholar

Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag, GmbH & Co. KG, Darmstadt 1987

Authors and Affiliations

  • K. Addicks
    • 1
    • 2
  • U. Lenz
    • 1
  • D. Lehmann
    • 1
  • R. Dammrau
    • 1
  1. 1.Abteilung für ElektronenmikroskopieUniversität KölnDeutschland
  2. 2.Anatomisches Institut, Abt. für ElektronenmikroskopieUniversität zu KölnKöln 41Deutschland

Personalised recommendations