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Zur Geschichte der Lithiasis in Wien

  • Helmut Wyklicky
Conference paper
Part of the Fortschritte der Urologie und Nephrologie book series (2824, volume 20)

Zusammenfassung

Eine Rechtfertigung dafür, gerade heuer über die Geschichte der Lithiasis in Österreich zu sprechen, ist ein kleines Jubiläum. Vor hundert Jahren, im Jahre 1882, erschien nämlich Ultzmanns Monographie (1) über ‘Die Harnkonkretionen des Menschen und die Ursachen ihrer Entstehung’ im Druck. Der schon in seinem siebenundvierzigsten Lebensjahr verstorbene Autor Robert Ultzmann (1842–1889) war bereits mit dreißig Jahren Vorstand der ersten urologischen Spezialstation in Wien: sie war an der Poliklinik. Diese Schrift wurde damals ins Englische, Französische, Italienische, Spanische, Ungarische, Polnische und Russische übersetzt (2). Obwohl er selbst darin eine Theorie der Harnsteinbildung angab, nämlich, daß es sich um eine Massenkristallisation handle, die den allgemeinen Gesetzen der Kristallographie unterliege, setzte er sich darin auch kritisch mit den Hypothesen der Konkrementbildung bei früheren Autoren auseinander (3). Als Schüler des Chemikers Johann Florian Heller (1813–1871) und des Chirurgen Josef Dittel (1815–1898) brachte er die für seine Zeit wohl idealsten Voraussetzungen für die Bearbeitung dieses Gebietes mit.

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Literatur

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Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag, GmbH & Co. KG, Darmstadt 1982

Authors and Affiliations

  • Helmut Wyklicky
    • 1
  1. 1.Institut für Geschichte der MedizinUniversität WienWienDeutschland

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