10 Jahre Reanimationsdienst in einem Großkrankenhaus

  • J. Mlczoch
  • H. Laimer
  • F. Kaindl
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Kreislaufforschung book series (2849, volume 44)

Zusammenfassung

Im Wiener Allgemeinen Krankenhaus wurde 1966 ein zentraler Herzalarmdienst über eine eigene Rufnummer eingerichtet. Bis 1976 wurden 640 Einsätze (551 mit Interventionen) dokumentiert. Bei 392 Patienten bestand bei Eintreffen ein Kreislaufstillstand, während 159 in einem lebensbedrohlichen Zustandsbild angetroffen wurden. Eine erfolgreiche Reanimation (Überleben mehr als 24 h) konnte bei 74 Patienten mit bzw. bei 78 ohne Kreislauf stillst and erzielt werden. Entscheidend beeinflußt wurde der Erfolg durch die am Einsatzort vorgefundene Ekg-Verände- rung. Lag Kammerflimmern vor, so konnten 35% erfolgreich reanimiert werden bzw. 20% das Spital verlassen. Von den Patienten mit Asystolie waren es 7% bzw. 3%. Wurde eine tachycarde Rhythmusstörung vorgefunden, so war der Einsatz mit 72% erfolgreich und 56% konnten das Spital verlassen. Bei bradycarder Rhythmusstörung bzw. Vorliegen von Sinusrhythmus waren es 35 bzw. 16% sowie 55 bzw. 35%. Der Erfolg hängt von der Entfernung des Einsatzortes sowie von der jeweiligen Grundkrankheit ab, aber nicht vom Alter. Die Zahl der Einsätze und der Prozentsatz der erfolgreichen Einsätze waren unter Tags deutlich höher (30% bei 387) als in der Nacht (19% bei 138). Vergleicht man die Ergebnisse der ersten 5 Jahre mit den folgenden, so verbessert sich der Prozentsatz erfolgreicher Einsätze von 20 auf 33%, während für die einzelnen Jahre kein Trend gefunden wurde. Die Zunahme der positiven Einsätze könnte ihre Ursache in der zunehmenden Erfahrung und der regelmäßigen Fortbildung haben, möglicherweise wird auch die Indikation zu Reanimationsmaßnahmen selektiver getroffen.

Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag GmbH & Co. KG Darmstadt 1978

Authors and Affiliations

  • J. Mlczoch
    • 1
  • H. Laimer
    • 1
  • F. Kaindl
    • 1
  1. 1.Kardiol. Univ.-KlinikWienAustria

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