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Die schöpferische Therapiesituation: erste Definition und Erläuterung an Beispielen

  • Hans-Jürgen Walter
Part of the Uni-Taschenbücher book series (2809, volume 677)

Zusammenfassung

Bei den vorangegangenen Erörterungen, insbesondere des Gesetzesbegriffes in der Psychologie, sollte eines ganz deutlich geworden sein: Der Mensch läßt sich nicht mit einem Raster absoluter Gesetzmäßigkeiten, eindeutiger Wenn-Dann- oder Ursache-Wirkungs-Beziehungen erfassen, und ein solches Raster kann deshalb auch nicht die Grundlage therapeutischer Einflußnahme liefern. Für therapeutische Arbeit gilt analog die Einsicht Wolf gang Metzgers bei der Auseinandersetzung mit der „Frage der Bildbarkeit schöpferischer Kräfte“ (1962, S. 9): „Es wurde deutlich, daß es sich im Grunde nicht darum handeln kann, schöpferische Kräfte zu,bilden ‘oder zu,pflegen‘, d. h. sie unmittelbar zum Gegenstand einer erzieherischen Einwirkung zu machen, sondern vielmehr darum, Bedingungen herzustellen, unter denen solche Kräfte auftreten, und vor allem darum, Hindernisse der verschiedensten Art wegzuräumen, damit sie, wo sie vorhanden sind, überhaupt wirksam werden können. Der Zustand, der auf solche Weise herbeigeführt werden soll — und kann —, ist das, was wir inzwischen als schöpferische Freiheit‘bezeichnet haben“ (vgl. hierzu auch Wagenschein, 1976).

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© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag GmbH & Co. KG, Darmstadt 1977

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  • Hans-Jürgen Walter

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