Gibt es nicht-soziale Vorurteile?

  • Wolfgang Metzger
Part of the Steinkopff Taschenbücher book series (2847, volume 9)

Zusammenfassung

„Ich esse nichts aus gekauften Gläsern und Büchsen; ich esse Kartoffelbrei nur aus Kartoffeln, die ich selbst geschält habe; ich trinke nur Kaffee, den ich selbst gemahlen habe. All das künstliche Zeug schmeckt schlecht und ist außerdem ungesund.“ —„Ich gehe in kein Krankenhaus! Da wird man nur viel kränker gemacht, als man schon ist.“ — Das sind klare Vorurteile gegen unbeliebte Gegenstände, Dinge und Einrichtungen. Übrigens zum Teil sehr alte, wie der Spruch beweist: „Wat de Buer nich kennt, dat frät he nich.“ — Ebenso alt: „Katzen sind heimtückisch.“ — Sicher nicht viel jünger — schon im Alten Testament bezeugt — ist die Meinung: „Wer nicht genug geprügelt wird, aus dem wird nichts.“ Ihr sei gleich die neueste Gegenmeinung zur Seite gestellt: „Jeder Wunsch, der einem Menschen als Kind nicht erfüllt wird, steigert seine Neigung zu Bosheit und Feindseligkeit in seinem späteren Leben.“ — „Über die Neigung zu waghalsigem oder vorsichtigem Verhalten am Steuer hat man bis heute keine begründeten Meinungen, sondern nur Vorurteile“, so ähnlich hieß es kürzlich in einer verkehrspsychologischen Untersuchung.

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Literatur

  1. H. E. Wolf, Soziologie der Vorurteile. In: Hdb. d. empir. Sozialforschung, Bd. II (Stuttgart 1969)Google Scholar

Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag, GmbH & Co. KG Darmstadt 1976

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Metzger
    • 1
  1. 1.Universitäts-Institutes Münster i. W.Deutschland

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