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Einführung

  • Jens E. Altwein
Part of the Fortschritte der Urologie und Nephrologie book series (2824, volume 8)

Zusammenfassung

Die Hormontherapie bestimmter Tumoren des Urogenitalsystems kann nur dann wirksam sein, wenn zugeführtes Hormon und Tumor eine besondere Affinität zueinander aufweisen. Ein Prototyp hierfür ist das Prostata-Karzinom, das als androgenabhängiger Tumor von der eigentlichen Prostata, einem Target-Organ physiologischer, testikulärer und adrenaler C 19-Steroide seinen Ausgang nimmt. Nowakowski (124) versteht unter einer derartigen hormonabhängigen Geschwulst einen malignen Tumor, dessen Wachstum bis zu einem bestimmten Grad und Stadium von den gleichen Hormonen abhängig ist wie die Muttersubstanz des Tumorgewebes. In der therapeutischen Konsequenz bedeutet dies ein günstiges Verhältnis zwischen der Hormonwirkung am gewünschten Organ und systemischer Nebenwirkung des Hormons. Unter solchen Bedingungen wird auch eine hochdosierte Hormontherapie, von Williams (183) auch als Hormonose bezeichnet, vom Patienten relativ gut vertragen, ist nebenwirkungsarm und geeignet für die meist unumgängliche Langzeittherapie, die usque ad finem fortgesetzt werden muβ.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1976

Authors and Affiliations

  • Jens E. Altwein

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