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Spontanremissionen im Bereich neurotischer Störungen

  • Stanley Rachman
Part of the Uni-Taschenbücher book series (2809, volume 282)

Zusammenfassung

Der erste Schritt in einem zweifellos langen und komplexen Forschungsprozess liegt darin, anzuerkennen, daß bei der Mehrzahl neurotischer Störungen eine Heilung innerhalb eines Zeitraumes von 2 Jahren auch ohne eine formale psychiatrische Behandlung erwartet werden kann. Schon sehr häufig ist die Empfehlung ausgesprochen worden, nunmehr die Aufmerksamkeit auf die Remissionsraten zu konzentrieren, die in den verschiedenen diagnostischen Gruppen auftreten. Daß dies eine notwendige und unausweichliche Entwicklung ist, kann nicht bezweifelt werden. Schon jetzt gibt es viele Anzeichen für die Schwankungen, die zwischen den einzelnen diagnostischen Gruppen auftreten — eine systematische Analyse steht jedoch noch aus. Auch andere interessante Probleme tauchen auf, wenn man das Auftreten von Spontanremissionen anerkennt. Jede bisher veröffentlichte Untersuchung hat die Existenz einer Patientengruppe nachgewiesen, bei der keine Spontanheilungen erfolgten. Die Angaben liegen zwischen 20 % und 50%. Dringend benötigt wird eine exakte Identifizierung und Beschreibung dieser andauernden Störungen. Weiterhin müssen die Ursachen für das Fortbestehen, ja in einigen Fällen sogar für die Zunahme der Störungen erforscht werden. Daneben muß ein anderes wichtiges Problem erklärt werden, nämlich die Beobachtung, daß die Besserungsrate der behandelten Patienten selten die Spontanremissionsrate übersteigt.

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Copyright information

© Stanley Rachmann, London 1971

Authors and Affiliations

  • Stanley Rachman
    • 1
  1. 1.Institut für PsychiatrieUniversität LondonUK

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