Zusammenfassung

  • Burkhard Dick
  • Oliver Schwenn

Zusammenfassung

Viskoelastische Substanzen sind unverzichtbare Bestandteile in der Ophthal-mochirurgie und werden weltweit bei der Kataraktchirurgie und bei anderen chirurgischen Eingriffen am vorderen Augenabschnitt routinemäßig eingesetzt. Besonders beim Einsatz in komplizierten Fällen ist der schützende Effekt der Viskoelastika z. B. auf das Hornhautendothel unbestritten. Derzeit verfügen wir über eine weiter zunehmende Vielzahl kommerziell erhältlicher viskoelastischer Präparate. Die derzeit erhältlichen Viskoelastika bestehen im wesentlichen aus 3 verschiedenen Grundbestandteilen: Natriumhyaluronsäure, eine Mischung aus Natriumhyaluronsäure mit Chondroitinsulfat sowie Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC). HPMC hat den Vorteil, daß es billig ist. Aber die Vielzahl von Substanzquellen für das HPMC und die daraus resultierenden möglichen Variationen einer Verunreinigung lassen eine gewisse Zurückhaltung bei seiner Verwendung als geboten erscheinen. Einige kommerzielle Präparate wurden hinsichtlich des Herstellungsprozesses einer Verbesserung unterzogen und ein aufwendiger Filtrationsprozeß eingeführt, welcher eine weitestgehende Reinheit des Produktes äußerst wahrscheinlich macht. Menschliche Enzyme können HPMC nicht vollständig metabolisieren, und der Verbleib der HPMC-Abbauprodukte im menschlichen Körper ist nicht vollständig geklärt. Bislang gibt es keine Hinweise, daß die bisher verwendeten Mengen eine klinische Konsequenz nach sich ziehen. In Tierstudien erwies sich das HPMC als nicht toxisch für das Endothel.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1998

Authors and Affiliations

  • Burkhard Dick
    • 1
  • Oliver Schwenn
    • 1
  1. 1.AugenklinikJohannes-Gutenberg-Universität MainzMainzDeutschland

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