Ozonschichtabbau und Klimaänderungen

  • R. Zellner

Zusammenfassung

Die heutige Zusammensetzung unserer Erdatmosphäre ist das Ergebnis einer über Milliarden von Jahren andauernden Wechselwirkung einer Uratmosphäre mit Lithosphäre, Hydrosphäre und Biosphäre. Noch heute ist die Mehrzahl ihrer Komponenten an Kreisläufen mit dies en Reservoiren beteiligt und ihre relative Häufigkeit ist das Ergebnis der Aktivität von Quellen und Senken. So zeigt z.B. die CO2-Konzentration in der Nordhemisphäre eine typische jährliche Variabilität mit Minima im Sommer und Maxima im Winter als Ergebnis der jährlichen Variation der photosynthetischen Aktivität der Biosphäre. Ob die heutige Zusammensetzung der Atmosphäre mit 20,9% Sauerstoff und 0,035% CO2 für das Leben optimiert ist, vermag niemand zu beantworten. Aber wir wissen, daß bereits geringfügige Veränderungen bei einigen Spurengasen zu signifikanten Veränderungen der Lebensbedingungen führen. Hierzu gehören auch die anthropogenen Emissionen. Diese haben seit Beginn dieses Jahrhunderts ständig und praktisch proportional zur Industrialisierung zugenommen und dabei ein Ausmaß erreicht, das über lokale und regionale Aspekte hinaus zu einem globalen Problem angewachsen ist. Dabei zeichnen sich insbesondere zwei Aspekte ab, von denen eine Gefährdung für die Lebensbedingungen auf der Erde ausgeht:

  • der Abbau der stratosphärischen Ozonschicht und damit die potentielle Zunahme der bodennahen UV-B-Intensität;

  • Die Zunahme der klimawirksamen Spurengase und damit die potentielle Änderung des globalen Klimas.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1998

Authors and Affiliations

  • R. Zellner

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