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Prophylaxe von Wirbelsäulenschäden am Arbeitsplatz

  • J. Krämer
Conference paper
Part of the Neuroorthopädie book series (NEUROORTHOPÄDIE, volume 4)

Zusammenfassung

Im wesentlichen sind es drei Faktoren, die zu Schädigungen der Wirbelsäule am Arbeitsplatz fuhren können:
  1. 1.

    Langes Sitzen oder Stehen in unveränderter Haltung (Haltungskonstanz) vermindert die Stoffaustauschvorgänge im bradytrophen Zwischenwirbelabschnitt. Infolgedessen kommt es zu frühzeitigen Gewebsalterationen mit Rissen, Zermürbungen und Gefugelockerungen.

     
  2. 2.

    Anhaltende asymmetrische Belastungen des Zwischenwirbelabschnitts führen zu intradiskalen Massenverschiebungen, Vorwölbungen des Bandscheibenringes und schließlich zum Prolaps. Pathogenetisch wirksam ist insbesondere die Rumpfbeugung nach vorn mit Verschiebungen der zentralen mobilen Bandscheibenanteile nach dorsal.

     
  3. 2.

    Aber auch aus der Hyperlordosierung ergeben sich Schmerzzustände vor allem im Wirbelgelenkbereich mit chronischen Kreuzschmerzen. Durch viel Bewegung mit ständigen Haltungsänderungen, Vermeiden der Rundrückenbildung beim Heben und Tragen sowie durch das Erlernen wirbelsäulenschonender Bewegungsabläufe lassen sich Wirbelsäulenschäden am Arbeitsplatz weitgehend vermeiden.

     

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Literatur

  1. Krämer J (1986 a) Bandscheibenbedingte Erkrankungen. Thieme, Stuttgart (2. Auflage)Google Scholar
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  3. Kruse M, Rezai M (1980) Frequenz und Intensität bandscheibenbedingter Erkrankungen in 10 verschiedenen Berufen. Medizinische Dissertation, DüsseldorfGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1988

Authors and Affiliations

  • J. Krämer

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