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Ehepartnerinnen von Herzinfarktpatienten: Ein Exkurs

  • T. Schott

Zusammenfassung

Das Erleben und Bewältigen einer lebensbedrohlichen chronischen Krankheit innerhalb der Familie ist ein dynamischer und interdependenter Prozeß (Litman 1974). Nicht nur der Patient ist von dem Krankheitsereignis und seinen Folgen betroffen und mit einer ganzen Reihe adaptiver Aufgaben („major adaptiv tasks“; Moos u. Tsu 1977) konfrontiert, auch für seine nächsten Angehörigen und insbesondere für seine Ehefrau stellt die Krankheit ein stark belastendes Lebensereignis dar, das große Sorgen bereitet und in der Regel mit Angst und Unsicherheit verbunden ist. In den beiden vorangegangenen Kapiteln dieser Studie wurden mögliche Mechanismen der Krankheitsbewältigung und die Bedeutung der Ehebeziehung innerhalb dieser Prozesse zur Wiedererlangung eines seelischen Gleichgewichts und zur Erhaltung von Wohlbefinden und Lebensqualität für den Infarktbetroffenen ausführlich dargestellt. Das folgende Kapitel verändert diese Perspektive: Nicht mehr der Patient selbst steht im Zentrum des Erkenntnisinteresses, vielmehr die Situation seiner Lebenspartnerin. Was bedeutet es, Lebenspartnerin eines chronisch kranken Herzpatienten zu sein? Wie belastend ist das Lebensereignis Infarkt für sie und wie stark wirkt sich dieses Ereignis auf ihr physisches, psychisches und soziales Wohlbefinden aus? Und vor allem: Welches sind die Bedingungen, die es der Frau erleichtern oder erschweren, mit dem Streß einer schweren Krankheit in der Familie umzugehen?

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1987

Authors and Affiliations

  • T. Schott

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