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Wege und Grenzen der Kostendämpfung im Krankenhauswesen

  • R. Coenen

Zusammenfassung

Die Bemühungen zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen konzentrieren sich in neuester Zeit auf den Krankenhausbereich. Die stationäre Behandlung ist im Verlaufe der letzten 15 Jahre zum größten Kostenfaktor für die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) geworden. Entfielen 1970 erst 25% der Leistungen der GKV auf den Krankenhausbereich, so waren es 1984 bereits rund 31%. Noch schärfer zeichnet sich diese einschneidende Veränderung in der Struktur der Gesundheitsausgaben ab, wenn man zeitlich noch weiter zurückgeht: 1960 betrug der Anteil der stationären Versorgung erst 17,5%. Der Schub bei den Kosten für die stationäre Versorgung ist somit nicht eine neuere Entwicklung, denn die 30%-Schwelle wurde bereits 1974 mit 31,4% überschritten. Seitdem pendelt der Anteil der stationären Versorgung um die 30%-Marke, und die Steigerungen der Leistungen der GKV für diesen Bereich bewegen sich im Rahmen der Steigerungsraten der gesamten Leistungen der GKV. Erst in den letzten Jahren ab 1982 ist wieder ein überproportionales Ansteigen zu beobachten, und dies, obwohl gerade seit 1982 gesetzgeberisch mit dem „Krankenhauskostendämpfungsgesetz“ (Dezember 1981), dem „Gesetz zur Neuordnung der Krankenhausfinanzierung“ (Dezember 1984) und der neuen „Bundespflegesatzverordnung“ vom August 1985 eine Reihe von Maßnahmen zur Kostendämpfung und Verbesserung der Wirtschaftlichkeit im Krankenhausbereich eingeleitet wurde.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1987

Authors and Affiliations

  • R. Coenen

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