Lunge und rechter Ventrikel

  • Hanno Botsch
Part of the Die Radiologische Klinik book series (RADIOL.KLINIK)

Zusammenfassung

Bei einem Teil der Patienten findet sich im Belastungsszintigramm eine verstärkte Anreicherung in der Lunge (Abb. 15). Mit der Region-of-interest-Teeh-nik läßt sich die Lungenaktivität quantifizieren. Der Quotient Lungenaktivität/maximale Myokardaktivität liegt bei Patienten ohne koronare Herzerkrankung und ohne gestörter Ventrikelfunktion stets unter 50%. Statistisch steigt der Quotient mit der Zunahme der Ausdehnung der koronaren Herzerkrankung an, so daß eine erhöhte Lungenaktivität häufiger bei Patienten mit Dreigefäßerkrankung nachzuweisen ist. Andererseits wurde eine vermehrte Lungenaktivität auch bei 27% der Patienten mit einer Eingefäßerkrankung bei Stenose der LAD gefunden (Liu 1985). Die vermehrte Lungenaktivität ist stets Zeichen einer belastungsinduzierten linksventrikulären Funktionseinschränkung und korreliert gut mit dem pulmonalen Druck (Abb. 16) (Boucher 1980). Die Aktivität in der Lunge sollte bei Bildbeurteilung und Befundung stets miteinbezogen werden, zumal die Thalliumanreicherung in der Lunge für die Prognose einer KHK aussagekräftig ist (Tanaka 1984; Gibson 1984; Gibson 1985).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1987

Authors and Affiliations

  • Hanno Botsch
    • 1
  1. 1.Radiologische AbteilungSt.-Josefs-KrankenhausFreiburgGermany

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