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Gestalterisch-therapeutische Arbeit mit psychosomatisch-internistisch erkrankten Patienten als integrativer Aspekt in einem psychoanalytisch arbeitenden Team

Conference paper

Zusammenfassung

Die gestalterisch-therapeutische Arbeit ist in unserem psychoanalytisch orientierten Team ein wichtiger Aspekt. In den Teambesprechungen oder bei der Chefvisite wird, nachdem das Problem des Patienten benannt ist, entschieden, mit wem gestalt-terisch gearbeitet werden soll. Aus meinem Gesamteindruck stelle ich fest, welches Material sich anbietet und welche Vorgehensweise zu wählen ist. Während des Arbeitens greife ich auf, was der Patient anbietet. In der Art des Tuns — Pinselstrich, Körperhaltung, verbale Einfälle — zeigt sich die Störung und wird von mir teilweise angesprochen. Ich lege das Hauptziel meiner Arbeit mit dem Patienten auf das Tun, den Umgang mit dem Material und nicht darauf, was aus dem Gestalteten heraus-zulesen ist. So kann auch kein Patient etwas „falsch machen“, und das Vorzeigen seiner Werke ist ihm selbst überlassen. In den Teambesprechungen höre ich, wo der Patient in der Psychotherapie im medizinischen und körperlichen Bereich steht, wie er sich auf der Station verhält und ausdrückt, und ich bringe meine Erfahrungen ein. Dadurch wird erreicht, daβ ein Team auf verschiedenen Ebenen mit dem Pati-enten arbeitet und sich dabei aufeinander abstimmend ergänzt. Für meine Arbeit ist es wichtig, daβ der Patient in einer weitgehend angstfreien Zone eine Therapie und Ausdrucksmöglichkeit hat, die auch unverhoffte neue Wendungen bringt. Dabei kann es sich um eine fortlaufende Arbeit über einen längeren Zeitraum handeln oder um eine kurzzeitige Intervention, die nach Fertigstellung einer Arbeit abge-schlossen ist. Dazu möchte ich jeweils ein Beispiel geben.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1987

Authors and Affiliations

  • H. Holl

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