Als Sachverständiger bei sexuellen Gewaltdelikten. Empirische Antworten auf einige häufig gestellte Fragen

  • W. Kröhn

Zusammenfassung

Wer häufiger in foro gutachterlich tätig ist, kennt mutmaßlich die Situation, daß ein bestimmter Sachverhalt von verschiedenen Prozeßbeteiligten ausgesprochen kontrovers bewertet wird. Insbesondere bei den sexuellen Gewaltdelikten, also der Vergewaltigung und der sexuellen Nötigung, dominieren — je nach ideologischer Heimstatt und Interessenausrichtung — 2 Arten von Argumentationsinhalten: einmal meist sehr emotional vorgetragene individuelle Erfahrungsberichte und zum anderen häufig unerschütterlich vertretene, vermeintlich allgemeingültige subjektive Glaubenssätze. Die wenigsten machen sich dabei klar, daß es zu diesem Thema so gut wie keine empirisch abgesicherten Erkenntnisse gibt, und auch Sachverständige sollen oft genug zu Fragen Stellung beziehen, die sie eigentlich nur ihrem Gefühl nach beantworten könnten.

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© Springer- Verlag Berlin Heidelberg 1986

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  • W. Kröhn

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