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ZAK Zürich pp 193-200 | Cite as

Leberbeteiligung bei EPH-Gestose

  • H. Huchzermeyer
Conference paper
Part of the Anaesthesiologie und Intensivmedizin Anaesthesiology and Intensive Care Medicine book series (A+I, volume 189)

Zusammenfassung

Neben der Symptomatik der EPH-Gestose finden heute die Störungen der mütterlichen Mikrozirkulation und des diaplazentaren Stoffaustauschs besonderes Interesse. Gerade die Zirkulationsstörungen, die sich an zahlreichen Organsystemen in wechselnder Ausprägung auswirken können, bedingen das bekannt variable klinische Bild. Die Leber ist von diesem Geschehen nicht ausgeschlossen. Wie Hoshino [3] zeigte, können schwerer verlaufende Gestosen auch an der Leber zur Minderdurchblutung führen. Während die Durchblutung bei Nichtschwangeren und gesunden Schwangeren in gleicher Weise 1830 ml/min/1,73 m2 betrug, sank sie bei Gestosen auf 1017 ml/min/1,73 m2 ab. In der Regel nimmt die Leber jedoch, ebenso wie bei der Hyperemesis gravidarum keine führende Stellung im Krankheitsverlauf der EPH-Gestose ein. Darüber hinaus besteht keine sichere Korrelation zwischen dem Ausmaß der Leberbeteiligung und der Schwere des klinischen Krankheitsbildes. Die Leber ist somit weder obligat noch adäquat bei der Gestose beteiligt. Eine Schädigung kann bei leichten Gestosen nachweisbar sein, bei schwereren fehlen. Die Gründe für diese unterschiedliche Leberbeteiligung, für eine „Prädisposition“bestimmter Schwangerer, sind unbekannt [4].

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1986

Authors and Affiliations

  • H. Huchzermeyer

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