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Zeitdruck-Modell

  • Walter Nährer
Chapter
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Part of the Lehr- und Forschungstexte Psychologie book series (LEHRTEXTE, volume 19)

Zusammenfassung

  • Eine herausragende Fragestellung im Rahmen der Geschwindigkeitsbestimmung beim Problemlösen erstreckt sich auf die Bewältigung von Aufgaben, wenn Zeitmangel besteht.

  • Zeitdruck resultiert aus verschiedenen Gründen und ist auf verschiedene Weise erzeugbar. Soweit er auf limitierter Bearbeitungszeit beruht, ist zwischen verschiedenen Typen von Zeitbegrenzungen zu unterscheiden (z.B. Gesamttest-Limit, Pro-Item-Limit).

  • Das Vorliegen von Zeitdruck führt zu mannigfaltigen, individuell unterschiedlichen Änderungen des LösungsVerhaltens. Generell ist davon auszugehen, daß, wenn die zur Lösung aufgewendete Zeit nur kurz genug ist, die Qualität eines Ergebnisses sinkt.

  • Die Rate, mit der sich von sehr starkem Zeitdruck ausgehend bei zunehmender Zeit der Fähigkeitsparameter bis zu einem (individuell differierenden) Maximalwert zunimmt (entsprechend der Verbesserung des Testergebnisses), wird als Leistungsfähigkeit bezeichnet.

  • Eine andere Kennzahl des Leistungsverhaltens besteht in der sogenannten Mittelzeit, jener Zeit, bei der ein Pb 50% seines maximalen Fähigkeitsniveaus erreicht.

  • Anstelle in der Verminderung des Fähigkeitsniveaus kann die Auswirkung von Zeitdruck in einer Erhöhung des Itemschwierigkeitsgrades gesehen werden. Das Ausmaß der Erhöhung differiert interindividuell in Abhängigkeit von der vom Pb gewünschten gegenüber der vom Versuchsleiter zur Verfügung gestellten Zeit. Somit kann der Versuch gestartet werden, die Wahrscheinlichkeit vorherzusagen, mit der eine Person mit bekannten Parametern θvlim1, α v, β v aus Daten unter unlimitierten Bedingungen Aufgaben beliebiger Schwierigkeitsgrade bei beliebigen Zeitlimits richtig löst.

  • Daten unter unlimitierten Testbedingungen bilden auch für Aussagen zur Wirkung von Zeitdruck die Basis. Auf derartige Daten sind a posteriori Zeitlimits anwendbar, die Informationen für die Schätzung von Parametern und für die Durchführung von Modellkontrollen liefern.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1986

Authors and Affiliations

  • Walter Nährer
    • 1
  1. 1.Institut für PsychologieKarl-Franzens-Universität GrazGrazAustria

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