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Schicksal und klinische Bedeutung des posttraumatischen Rotationsfehlers nach Oberschenkelschaftfrakturen im Wachstumsalter

  • L. von Laer
Conference paper

Zusammenfassung

Vor dem Rotationsfehler nach kindlichen Oberschenkelschaftfrakturen wird im-mer wieder eindringlich gewarnt. Unter der Annahme, daß er sich im Verlauf des weiteren Wachstums nicht mehr spontan korrigieren könne, werden ihm die gravierendsten Spätfolgen unterstellt. Aus diesem Grund wird im Rahmen der immer wieder geforderten konservativen Behandlung stets daraufhingewiesen, dem Rotationsfehler die größte Aufmerksamkeit zu schenken und ihn v. a. sorgfältig zu beseitigen. Dies ist leichter gesagt als getan. Denn ein Rotationsfehler am Oberschenkel ist bei einer frischen Fraktur klinisch nicht beurteilbar, geschweige denn korrigierbar. Eine Lagerung nach der von Schultz angegebenen Methode auf dem Rippstein-Gestell zur radiologischen Messung ist während der konservativen Behandlung nicht möglich. Die axiale Röntgenaufnahme auf dem Weber- Tisch oder höchstenfalls auch im Overhead durchzuführen, ist mit erheblichen Ungenauigkeiten verbunden. Schon auf dem Rippstein-Gestell sind die Lagerungsfehler und deren Folgen auf das Meßergebnis nicht unerheblich. Sie werden bei der Röntgentechnik im Bett nicht gerade kleiner. Dazu gesellen sich die von Hamacher (1974) geschilderten Interpretationsfehler des Bildes, die wir nur bestätigen können, sowie allfällige Korrekturfehler auf dem Weber-Tisch. Zudem sind Korrekturen im Overhead, auf der Braun-Schiene und im Gips ohnehin nicht möglich. So ist eine zufriedenstellende aktive Korrektur eines möglichen Rotationsfehlers auf konservativem Wege gar nicht möglich.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag: Berlin Heidelberg 1986

Authors and Affiliations

  • L. von Laer

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