Advertisement

Die Arzt-Patient-Beziehung

  • Edgar Heim
Chapter
  • 26 Downloads

Zusammenfassung

In der Regel wird die berufliche Begegnung von Arzt und Patient als Zweierbeziehung (Dyade) beschrieben. Die Einschränkung auf zwei Partner ist jedoch nur bedingt richtig, da jeder auch mit dem Umfeld des andern (direkt oder indirekt) in Kontakt steht: Der Arzt mit der Familie des Patienten (s. Kap. 10.2 und 11.1), der Patient mit dem Mitarbeiterteam des Arztes, mit der Praxishelferin des Hausarztes (s. Kap. 11.1) oder mit der Schwester und den andern nichtärztlichen Mitarbeitern der Spitalabteilung (s. Kap. 11.2). Das Arzt-Patient-Verhältnis kann somit nur in einem weiteren, systemischen Zusammenhang wirklich verstanden werden. In den erwähnten andern Kapiteln werden wir darauf näher eingehen. Schon hier wollen wir aber festhalten, daß das meiste von dem, was die Arzt-Patient-Beziehung charakterisiert, auch für die übrigen beruflichen Bezugspersonen und ihre Relationen zum Patienten gilt. In den nun nachfolgenden Unterkapiteln soll aufgrund der reichen Ergebnisse der Verhaltens- und Sozialwissenschaften aufgezeigt werden, von welch unterschiedlichen Voraussetzungen Arzt und Patient herkommen, wenn sie sich erstmals im Untersuchungszimmer begegnen. Wir wissen heute, daß dort, wo diese wichtige Beziehung gestört ist oder gar (einseitig) abgebrochen wird, dies in der Regel nicht an der fehlenden fachlich-medizinischen Kompetenz des Arztes liegt. Vielmehr sind es — oft unreflektierte — Schwierigkeiten im gegenseitigen Umgang, die den einen Partner (meist den Patienten) dazu veranlassen, die Beziehung abzubrechen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1986

Authors and Affiliations

  • Edgar Heim

There are no affiliations available

Personalised recommendations