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Die räumliche Dimension der Inanspruchnahme

  • Thomas Schardt
Chapter
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Part of the Gesundheitssystemforschung book series (GESUNDHEITSSYST)

Zusammenfassung

Ob ein frühzeitiger Kontakt mit dem Arzt und eine angemessene Krankheitsbehandlung verzögert wird, wenn die Entfernung zu den Gesundheitseinrichtungen ein gewisses Maß überschreitet, ist die übliche Thematisierung von „Raum“ im vorliegenden Zusammenhang. Vielleicht ist das so, weil sie politisch brisant und griffig ist. Meist liegt ihr die Befürchtung zugrunde, daß die Menschen jenen oft ganz entscheidenden Zeitpunkt verpassen, weil sich ihr Verhalten ganz unbewußt nach der Standortwahl der Ärzte richtet, die wenig mit ihren Gesundheitsbelangen, dagegen viel mit rein ökonomischen Erwägungen zu tun hat. So gesehen sind die Menschen das potentielle Opfer von Raumstrukturen, die nicht sie, sondern allenfalls politische Instanzen zu beeinflussen in der Lage sind. Ein derartiger Problemzugang ist aber schnell überzogen und wird dann objektivistisch. Raumstrukturen, an denen sich das Handeln ausrichtet, können nämlich genauso gut Ausdruck subjektiver Intentionen sein: Wo etwa setzten unsere Interviewpartner die räumlichen Grenzen ihrer Nachfrage nach ärztlichen Leistungen und warum setzten sie sie gerade dort? Wie schon im letzten Kapitel geht es hier im folgenden darum, solche subjektiven Intentionen möglichst unverkürzt herauszuarbeiten und ihren Zusammenhang mit objektiven Bedingungen aufzuzeigen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1986

Authors and Affiliations

  • Thomas Schardt
    • 1
  1. 1.Frankfurt 70Deutschland

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