Geräte zur extrakorporalen Detoxikation

  • Egon Wetzels
  • Aldo Colombi
  • Peter Dittrich
  • Hans Jürgen Gurland
  • Michael Kessel
  • Horst Klinkmann

Zusammenfassung

Zum wiederholten Anschluß extrakorporaler Detoxikationsgeräte an den Blutkreislauf des Patienten hat sich die arteriovenöse Fistel (s. S.164) durchgesetzt. Sie bedingt jedoch einen relativ hohen technischen Aufwand für den extrakorporalen Blutkreislauf. Im allgemeinen reicht der Druck des Blutes nicht aus, um einen hinreichenden Blutfluß durch den Dialysator zu realisieren. Dies gilt erst recht für den veno-venösen Anschluß. Die deshalb notwendige Blutpumpe bedeutet nicht nur eine mechanische Belastung des Blutes, sondern bringt die Gefahr des Eindringens von Luft auf der Saugseite der Pumpe bzw. von Blutverlusten durch Undichtigkeiten auf der Druckseite mit sich. Der extrakorporale Kreislauf muß daher hinsichtlich der Mitführung von Luft und der Druckverhältnisse sorgfältig und technisch zuverlässig überwacht werden. Abbildung 40 zeigt die wesentlichen Bestandteile eines extrakorporalen Blutkreislaufs. Üblicherweise wird sein zuführender Schenkel als „arteriell“und der vom Dialysator (bzw. Filter, Adsorber) wegführende als „venös“bezeichnet. Im arteriellen Schlauch vor der Blutpumpe befindet sich eine Überwachungsmöglichkeit für Unterdruck, die im einfachsten Fall aus einem kollabierenden Kunststoffkissen in der Leitung in Kontakt mit einem Mikroschalter oder aus einem Manometer mit Grenzwertüberwachung besteht. Bei ungenügendem Zufluß aus der arteriellen Punktionsstelle nimmt der Unterdruck zu, so daß bei Überschreiten eines vorwählbaren Schwellenwerts ein optischer und akustischer Alarm ausgelöst sowie die Blutpumpe angehalten wird.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1986

Authors and Affiliations

  • Egon Wetzels
    • 1
  • Aldo Colombi
    • 2
  • Peter Dittrich
    • 3
  • Hans Jürgen Gurland
    • 4
  • Michael Kessel
    • 5
  • Horst Klinkmann
    • 6
  1. 1.Städtisches Krankenhaus Rosenheim Lehrkrankenhaus derLudwig-Maximilians-UniversitätMünchen, RosenheimGermany
  2. 2.Medizinische KlinikKantonsspital LuzernLuzernSwitzerland
  3. 3.Universitätsklinik für Innere MedizinInnsbruckAustria
  4. 4.Medizinische Klinik I der Klinikum GroßhadernLudwig-Maximilians-UniversitätMünchen 70Germany
  5. 5.Klinikum Charlottenburg der Freien Universität BerlinBerlin 19Germany
  6. 6.der Klinik für Innere Medizinder Wilhelm-Pieck-UniversitätRostock 1Germany

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