Zusammenfassung

Nach der für heutige Verhältnisse überraschend kurzen Bauzeit von 3 Jahren wird die Klinik, die in den Jahren 1826–1842 eine außerhalb der Universität stehende und im Heidelberger Jesuitenkonvikt untergebrachte Vorgängerin gehabt hatte, am 15. 10. 1878 eröffnet. Sie ist als Einrichtung der Irrenpflege dem Ministerium des Innern, als Universitätseinrichtung dem Ministerium der Justiz, des Kultus und Unterrichts unterstellt. In das jeder Willkür vorbeugende, aber höchst umständliche Verfahren bei der Aufnahme und bei der etwaigen Verlegung in eine Pflegeanstalt sind die Bezirksämter, das Ministerium und der Verwaltungshof eingeschaltet, was verständlich macht, daß nach den ersten vier Wochen in der ursprünglich für 80 Patienten eingerichteten Klinik mit dem Direktor, dem,Hilfsarzt‘als seinem Stellvertreter, einem Assistenten und 20 Pflegern und Pflegerinnen erst neun Kranke versammelt sind und andererseits bei dem bestehenden Aufnahmezwang für die Kreise Mosbach, Heidelberg, Mannheim, Karlsruhe ab etwa 1897 eine zunehmend drückende Überbelegung eintritt. Die jährlichen Aufnahmen halten sich unter Fürstner um 150, steigen unter Kraepelin kontinuierlich auf 400, steigen mit zunehmender Überfüllung weiter unter Nissl, ohne daß die Eröffnung der ersten Bauten der Heil- und Pflegeanstalt Wiesloch am 20.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1986

Authors and Affiliations

  • Werner Janzarik

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