Für eine kurze Orientierung: Zugewinn und Ausblick

  • Siegfried Zepf

Zusammenfassung

Ausgangspunkt unserer Untersuchung war die Freudsche Verwendung des Narzißmusbegriffs und nach Durchsicht der Arbeiten von Ferenczi, Balint, Grunberger, Kohut und Kernberg, in denen das Verhältnis von Trieb und Narzißmus entweder ganz oder zugunsten der einen oder anderen Seite aufgelöst und die Genese des Erkenntnisobjekts, des subjektiven Erlebens, mit der des Realobjekts, der Bildung subjektiver Strukturen, immer wieder vermischt wurde, haben wir uns darangemacht, aus der Sicht der „Theorie der Interaktionsformen“ die Freudschen Positionen aufzuarbeiten und versucht, die in diesem Verhältnis implizit enthaltene Dialektik zu explizieren und die Beziehung zwischen der Bildung subjektiver Strukturen und der Entwicklung des subjektiven Erlebens zu klären. Dabei förderte der Versuch, das Zusammenspiel von Trieb und Narzißmus idealtypisch und aus den im Produktionsprozeß menschlicher Subjektivität sich herstellenden Perspektiven des sich bildenden Subjekts zu recherchieren, erneut jene alte, gelegentlich und insbesondere von den Ich-Psychologen vergessene Einsicht zutage, daß grundlegende psychoanalytische Begriffe den menschlichen Subjektivierungsprozeß prinzipiell als Resultat einer mehr oder weniger pathologisch verlaufenden Konfliktverarbeitung rekonstruieren. Gewiß, konkrete Pathologien wurden nicht im Detail und in der Tiefe ausgelotet.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1985

Authors and Affiliations

  • Siegfried Zepf
    • 1
  1. 1.Klinisches Institut für Psychotherapie und PsychosomatikMedizinische Einrichtungen der Universität DüsseldorfDüsseldorf 1Deutschland

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