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Epidemiologie

  • P. G. Höher
  • E. K. Kuwert
Chapter
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Zusammenfassung

Schon um die Jahrhundertwende war die Multiple Sklerose in den europäischen Ländern und in Nordamerika als ein häufiges Nervenleiden bekannt. Die Häufigkeit ihres Auftretens nimmt von Norden nach Süden ab. In südlichen Ländern ist sie nahezu unbekannt. Mit Hilfe der Prävalenzrate (Erkrankung/100000 Einwohner) läßt sich dieser Nord-Süd-Gradient verdeutlichen. Nördlich des 42. Breitengrades in Europa und des 38. in Amerika erkranken 30–60, südlich davon 5–15 pro 100000 Personen. Südliche Länder und asiatische Regionen stehen mit 0–4 pro 100000 am Ende der Skala [1,10,12, 270, 271]. Kleinere regional gut eingrenzbare Bezirke mit auffällig hohen Prävalenzraten fanden sich in Norwegen und Schweden [415, 449], Finnland [370, 401] sowie in der Schweiz [169]. Die Orkney- und Shetland-Inseln haben eine besonders hohe Prävalenzrate [447]. Diese geographisch recht gut abgrenzbaren Herde lassen vermuten, daß ein zunächst nicht näher definierter Umweltfaktor mit gleicher Verteilung einen initialen Einfluß auf die Entstehung der MS haben könnte. Bei der Annahme, daß dieser Faktor in einem „High risk“-Gebiet ständig vorhanden ist, findet die Exposition des Individuum wahrscheinlich im ersten Dezennium, spätestens aber bis zur Pubertät statt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1985

Authors and Affiliations

  • P. G. Höher
    • 1
  • E. K. Kuwert
    • 2
  1. 1.Institut für Medizinische Virologie und ImmunologieUniversitätsklinikum der Gesamthochschule EssenEssen 1Germany
  2. 2.Abt. für klinische ImmunologieTransfusionsmedizin und Virologie am Hyg.-Bakt. Institut der Stadt WuppertalWuppertal 2Germany

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