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Denken pp 152-172 | Cite as

Theorien und Modelle des Begrifflernens

  • Ralf E. Schaefer

Zusammenfassung

Um die Vorgehensweise beim Erwerb von Begriffen beschreiben zu können, wurden zwei verschiedene Arten von Theorien entwickelt. In der bisherigen Darstellung wurde - mehr oder weniger explizit - davon ausgegangen, daß der essentielle, zugrundeliegende Mechanismus das Testen von Hypothesen ist: Aufgrund des Stimulusmaterials, bei gegebener Instruktion und Vorwissen formuliert der Proband eine Vermutung, was der Begriff sein könnte. Diese „Hypothese“ testet er dann am nächsten vorgegebenen Stimulus. Wird seine Hypothese bestätigt, der Vl sagt „richtig“, so gibt es natürlich keinen Grund, sie zu verwerfen, folglich behält er sie bei. Bei negativem Feedback wählt er eine neue Hypothese. Ferner wird vielfach angenommen, daß dieser Prozeß nach der Alles-oder-Nichts (AON)-Manier verläuft: Entweder der Proband weiß nichts und stellt seine Hypothese rein zufällig auf, er ist im Zusatand des „Nichtwissens“, oder aber er hat das Konzept herausgefunden, ist somit im Zustand des „Wissens“. Zwischenstadien werden demnach nicht angenommen. Anzumerken ist aber, daß viele Variationen dieser Grundannahmen möglich sind; vergleiche 11.3.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1985

Authors and Affiliations

  • Ralf E. Schaefer
    • 1
  1. 1.Bockenheim a.d. WeinstraßeGermany

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