Pathophysiologie des Interstitiellen Lungenödems

  • J. A. Sturm
Conference paper
Part of the Anaesthesiologie und Intensivmedizin / Anaesthesiology and Intensive Care Medicine book series (A+I, volume 174)

Zusammenfassung

Zur Gewährleistung der Gasaustauschfunktion verfügt die Lunge über eine Reihe von Sicherheitseinrichtungen. So sichert z. B. die feste Haftung von Epithel auf Endothel — getrennt nur durch ein dünnes Interstitium —, daß der Kontakt zwischen Luft und Blut auch bei Flüssigkeitseinlagerungen über einen weiten Störungsbereich unbeeinflußt bleibt. Flüssigkeitsansammlungen spielen sich zuerst in perivaskulären und -bronchiolären Räumen ab, die nicht unmittelbar am Gasaustausch beteiligt sind. Die relativ durchlässigen Endothelien der Kapillaren („leaky junctions”) lassen ständig einen gewissen Flüssigkeitsübertritt aus den Kapillaren in das Interstitium zu. Dieser Flüssigkeitsstrom wird aus dem Interstitium durch das Lymphsystem abtransportiert und sorgt dabei durch Mitnahme von Proteinen für eine Konzentrationsminderung großmolekularer Substanzen im Interstitium. Das „Lymphabtransportsystem“ kann durch eine erhebliche Kapazitätsreserve eine pathologische Flüssigkeitsanhäufung im Interstitium über einen weiten Bereich verhindern.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1986

Authors and Affiliations

  • J. A. Sturm

There are no affiliations available

Personalised recommendations