Die Universität Heidelberg zu Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft

  • Dorothee Mussgnug

Zusammenfassung

Die Mitglieder der Universität Heidelberg1 brachten der Weimarer Republik nicht allzu viel Verständnis entgegen. Sich tatkräftig für sie einzusetzen, entsprach nicht dem Bedürfnis der Mehrheit. Das mußte der Heidelberger Ordinarius Anschütz, der den maßgebenden Kommentar zur Weimarer Verfassung schrieb, früh erfahren. Ein halbes Jahr nach der Ermordung Rathenaus wählte er 1922 als neuverpflichteter Rektor ›Drei Leitgedanken der Weimarer Reichsverfassung‹ zum Thema seiner Rektoratsrede. Voller Besorgnis um die junge Demokratie appellierte Anschütz ›leidenschaftlich‹ an Nationalgegefühl und Patriotismus2. Noch während seiner Rede kam es zu lauten Mißfallensäußerungen — einer Demonstration, wie sie sich bis dahin bei der Rektoratsübergabe noch nie ereignet hatte. Dies mag bezeichnend für die Einstellung vieler Universitätsmitglieder gewesen sein. Die neue Staatsform fand weder aktive Unterstützung, noch auch nur passive Zustimmung der Universitätsangehörigen. Um dem abzuhelfen, beteiligten sich Anschütz und der Heidelberger Strafrechtler und ehemalige Justizminister Gustav Radbruch an der Gründung eines ›Weimarer Kreises‹, der ›die deutschen Universitäten... für den neuen Staat‹ gewinnen wollte3. Doch selbst nach dem großen Stimmenzuwachs für die Nationalsozialisten im Jahre 1930 blieben sie ohne Resonanz.

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Anmerkungen

  1. 1a.
    Zur Universitätsgeschichte grundlegend: Classen, P.; Wolgast, E: Kleine Geschichte der Universität Heidelberg. Berlin, Heidelberg, New York 1983 undCrossRefGoogle Scholar
  2. 1b.
    Vezina, Birgit: ›Die Gleichschaltung‹ der Universität Heidelberg im Zuge der nationalsozialistischen Machtergreifung. Heidelberg 1982.Google Scholar
  3. 2.
    So Anschütz in seinen 1942 verfaßten Erinnerungen, gedruckt als Anschütz, Gerhard: Aus der Juristischen Fakultät nach der Jahrhundertwende, Teil 2. Ruperto Carola 22 (1957) 37.Google Scholar
  4. 3.
    Döring, Herbert: Der Weimarer Kreis. Meisenheim am Glan 1975, S.82ff. Heidelberger Professoren waren darin im Vergleich zu anderen Universitäten relativ zahlreich vertreten.Google Scholar
  5. 4.
    Universitätsarchiv Heidelberg (im folgenden UAH) B0722/1 und H IV 020/1.Google Scholar
  6. 5.
    Der Plan wurde 1934 durchgeführt. Zum ganzen vgl. Bollmus, Reinhard: Handelshochschule und Nationalsozialismus. Mannheimer sozialwissenschaftliche Studien, Bd.8. Meisenheim am Glan 1973.Google Scholar
  7. 6.
    UAH H IV 102/157 Mitteilung des Unterrichtsministeriums vom 20. Dez. 1932. Dazu Sitzung der Phil. Fak. am 5.Jan. 1933.Google Scholar
  8. 7.
    Bericht der ›Volksgemeinschaft‹ am 22. Mai 1933. Dazu unten S.479f.Google Scholar
  9. 8.
    Marie Baum, die als eine der ersten 1933 die Universität verlassen mußte, spricht in ihren Erinnerungen vom ›berechtigten Anlaß zum Unwillen der jungen Leute‹. Rückblick auf mein Leben. Heidelberg 1950, 276. Zum ›Fall Gumbel‹ Huber, E. R.: Deutsche Verfassungsgeschichte seit 1789; Bd.6. Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz 1981, 996.Google Scholar
  10. 9.
    Mitteilungen des Dekans des Phil. Fak. Gundolf auf die Anfrage Alfred Webers vom 12. Nov. 1929, UAH H IV 102/152.Google Scholar
  11. 10.
    Sitzung des Engeren Senats am 17. Febr. 1930, UAH B 1266.Google Scholar
  12. 11.
    UAH H IV 102/154 Mitteilung an das Rektorat am 15.Jan. 1931. Gumbel war vom Ministerium der Professorentitel verliehen worden.Google Scholar
  13. 12.
    Protokoll des Engeren Senats vom 24. Jan. 1931 UAH B 1266.Google Scholar
  14. 13.
    So in einer Leserzuschrift an das Heidelberger Tageblatt am 26. Jan. 1931.Google Scholar
  15. 14.
    Am 26. Jan 1931 berichtete er dem Engeren Senat über seine zusammen mit Karljohann von Oettingen (ao. Professor für Gynäkologie) geführten Unterredungen. Genaueres ist im Protokoll nicht vermerkt. UAH B 1266.Google Scholar
  16. 15.
    Neben dem NSDStB unterzeichneten die deutsche Studentenschaft, die Großdeutsche Studentenschaft und die Stahlhelmhochschulgruppe UAH B 3075/13.Google Scholar
  17. 16.
    Der Theologe Martin Dibelius protestierte gegen diesen Fakultätsbeschluß. Auch im Engeren Senat gab es erheblichen Widerstand. Zum Ganzen Huber, Deutsche Verfassungsgeschichte Bd. 6, 999.Google Scholar
  18. 17.
    Sitzung vom 22. Febr. 1932 UAH B 1266.Google Scholar
  19. 18.
    Die Genehmigung erfolgte am 7. Juli 1932 UAH H IV 102/156.Google Scholar
  20. 19.
    Sitzung vom 4. Juli 1932 UAH B 1266.Google Scholar
  21. 20.
    Sitzung der Engeren Jur. Fak. am 14. Nov. 1932.Google Scholar
  22. 21.
    Jaspers, Karl: Heidelberger Erinnerungen. Heidelberger Jbb 5 (1961) 9.Google Scholar
  23. 22.
    In einem Schreiben vom 12. März 1931 UAH H II 337/1.Google Scholar
  24. 23.
    Nat-Math. Fak. (Dekan Salomon-Calvi) an den Engeren Senat am 27. März 1931 a.a.O.Google Scholar
  25. 24.
    Phil. Fak. (Dekan Sölch) an den Engeren Senat am 11. März 1931 a.a.O.; im gleichen Sinn die Jur. Fak. am 10. Juni 1931, abgezeichnet vom Dekan Groh.Google Scholar
  26. 25.
    Seine Nominierung stand bereits im Juni 1932 fest. Protokoll der Sitzung der Jur. Fak. vom 13. Juni 1932. Als ›rector designatus‹ war Jellinek z.B. Mitglied der Sparkommission.Google Scholar
  27. 26.
    Das Vortragsthema lautete: Die Bedeutung der Bodenschätze und Bodenformen für Deutschlands politische, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung. Ausgabe der Volksgemeinschaft vom 20. Jan. 1933.Google Scholar
  28. 27.
    Jaspers: Erinnerungen, a.a.O., 8.Google Scholar
  29. 28.
    Dazu ausführlich Rehberger, Horst: Die Gleichschaltung des Landes Baden 1932/33. Heidelberg 1966, 97ff.Google Scholar
  30. 29.
    Vom 31. März 1933, RGBl. I, 153.Google Scholar
  31. 30.
    Dazu Baum, Walter: Die ›Reichsreform‹ im Dritten Reich. Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte Jg. 3 (1955) 39.Google Scholar
  32. 31.
    UAH B1015/4. Bad. Staatsanzeiger vom 7. Apr. 1933 und B 3026/4.Google Scholar
  33. 32.
    RGBl. I, 175. Dazu die Monographie von Mommsen, Hans: Beamtentum im Dritten Reich. Schriftenreihe der Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte Nr.13. Stuttgart 1966, 39ff.CrossRefGoogle Scholar
  34. 33.
    Groh wechselte nach seinem Rektorat als stellvertretender Chef des Amtes für Wissenschaft ins REM über. Scheel wurde 1936 Reichsstudentenführer. Zielstrebig gelang es ihm, die zwischen DSt und NSDStB schwelenden Rivalitäten beizulegen. Dazu Strätz, Hans Wolfgang: Die studentische ›Aktion wider den undeutschen Geist‹ im Frühjahr 1933, in: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte 16 (1968) 349f. Hitler empfahl Scheel in seinem Testament von 1945 als Reichskultusminister. Bollmus: Handelshochschule, 97.Google Scholar
  35. 34.
    So die Volksgemeinschaft in ihrer Ausgabe vom 29. Apr. 1933.Google Scholar
  36. 35.
    UAH B 3026/4. Abgedr. in: Dokumente über die Verfolgung der jüdischen Bürger in Baden-Württemberg durch das nationalsozialistische Regime 1933–1945, I.Teil bearb. v. Paul Sauer, Stuttgart 1966, DokNr.97, 117.Google Scholar
  37. 36.
    12. Apr. 1933 Bericht des Prodekans Prof. Freudenberg an den Rektor UAH B 3026/4. Dort die folgenden Zitate.Google Scholar
  38. 37.
    Erdmannsdörffer in einem Brief vom 28.4. 1933 an Andreas, der zum Universitätsjubiläum nach Zürich gereist war UAH B 3026/4.Google Scholar
  39. 38.
    Walter Jellinek in der Fakultätssitzung vom 22. Apr. 1933.Google Scholar
  40. 39.
    Fakultätssitzung vom 22. Apr. 1933 UAH H IV 102/157.Google Scholar
  41. 40.
    UAH B 3026/4 Schreiben an das Rektorat vom 12. Apr. 1933.Google Scholar
  42. 41.
    Der Heidelberger Student, 29. Apr. 1933. Das Rektorat hatte am 24. Apr. 1933 seine mündlich vorgetragene Bitte schriftlich wiederholt, das Ministerium möge einen Erlaß an die Studentenschaft richten, ›in dem Einzelaktionen und Störungen des akademischen Lehrbetriebs aufs strengste untersagt werden‹. UAH B 1015/4. Am 18. Mai 1933 veröffentlichte Scheel eine entsprechende Anordnung: ›... im Nichtbeachtungsfalle wird strengstens durchgegriffen... Heil Hitler!‹Google Scholar
  43. 42a.
    Die Studenten wurden aufgefordert, dem Führer der DSt möglichst umgehend Angaben über die Hochschullehrer zukommen zu lassen, die ihre Ämter niederlegen sollten. Dazu rechnete er u.a. Juden, Angehörige kommunistischer Organisationen, Personen, die die Bewegung und das Frontsoldatentum beschimpft hatten, Professoren mit liberaler, bzw. pazifistischer Einstellung. Spranger, Eduard: Mein Konflikt mit der Hitler-Regierung 1933.Google Scholar
  44. 42b.
    Zitiert nach Poliakov, Léon; Wulf, Josef: Das Dritte Reich und seine Denker. Berlin 1959, 92.Google Scholar
  45. 43.
    Rundschreiben vom 11. Apr. 1933. Dekan v. Salis mußte verreisen, Karl Meister übernahm stellvertretend die Dekanatsgeschäfte. UAH H IV 102/157.Google Scholar
  46. 44.
    Wen diese Maßnahmen im einzelnen trafen, ist sehr ausführlich dargestellt bei Vezina: Gleichschaltung, 40ff., 105ff. Als der Rektor ›als Amtsleiter‹ am 12. Juli alle Institute ›vertraulich‹ um Mitteilung bat, bei wem das GWBBt anzuwenden sei, sandten — soweit aus den Akten ersichtlich — alle Institute den Fragebogen mit dem Vermerk ›Fehlanzeige‹ zurück. Lediglich im Sportinstitut hatten 23 Corporationen Einspruch gegen einen Sportlehrer erhoben, weil er ihr Vertrauen nicht besitze. UAH B 3026/1.Google Scholar
  47. 45.
    Als Beispiel sei der Bescheid an Marie Baum (Lehrbeauftragte für soziale Fürsorge und Wohlfahrtspflege) vom 31. Aug. 1933 genannt: ›Die Großmutter mütterlicherseits... Mendelssohn Bartholdy ist der Rasse nach nicht arisch, die christliche Konfession derselben ist hierbei bedeutungslos‹. UAH B 3026/4.Google Scholar
  48. 46.
    Auf Anfrage des stellvertretenden Dekans der Jur. Fak. Eugen Ulmer empfahl er eine ›abwartende Haltung‹ anzunehmen. Als Stellvertreter des Rektors erklärte Meister, er wolle die Angelegenheit ›bis auf weiteres‹ auf sich beruhen lassen, darauf Fehrle ›schön‹. Nach seiner Berlin-Reise sorgte Fehrle jedoch für die strikte Durchführung des Erlasses. UAH B 3026/4.Google Scholar
  49. 47.
    Eine Ausnahme machte er bei dem 85jährigen Honorarprofessor GHR Samuel Brandt. Groh hatte beim Kultusministerium den Antrag gestellt, die Angelegenheit auf sich beruhen zu lassen. UAH Schreiben vom 25. Nov. 35, B 3026/5.Google Scholar
  50. 48.
    Der Wortlaut des Gesuchs ist wiedergegeben in Anschütz: Aus der Juristischen Fakultät, 40.Google Scholar
  51. 49.
    Dabei zitierte das Blatt ausführlich aus dem dem Staatsministerium vorgelegten Emeritierungsgesuch.Google Scholar
  52. 50.
    Volksgemeinschaft 11. Apr. 1933.Google Scholar
  53. 51.
    Am selben Tag meldete die Zeitung, daß bei 15 Personen des öffentlichen Lebens, ›die politisch und strafrechtlich verdächtig waren‹, polizeiliche Haussuchungen stattgefunden hätten. Darunter befanden sich die Professoren Dibelius (Theologie), Radbruch (Strafrecht), Fraenkel (Medizin), Regenbogen (Altphilologie), v.Ekkardt (Zeitungswissenschaften), Wilmanns (Psychiatrie).Google Scholar
  54. 52.
    Vezina, Gleichschaltung, 52.Google Scholar
  55. 53.
    Aufgrund des § 4 GWBBtums vom 7. Apr. 1933: Beamte, die nach ihrer bisherigen politischen Betätigung nicht die Gewähr dafür bieten, daß sie jederzeit rückhaltlos für den nationalen Staat eintreten, können aus dem Dienst entlassen werden. Sehr zurückhaltend dazu Radbruch selbst: Der Innere Weg. Aufriß meines Lebens. Stuttgart 1951, 184ff.Google Scholar
  56. 54.
    So wurde es in der Jur. Fak. gehandhabt, deren Protokolle bis Jun. 1934 erhalten geblieben sind. Noch damals zeichnete Anschütz den Protokollumlauf ab. Die kürzlich aufgetauchten Protokolle werden unter der Signatur UAH H II 111 geführt werden.Google Scholar
  57. 55.
    Sitzung der Jur. Fak. am 24. Mai. Aus dem Protokoll der Fakultätssitzung am 27. Mai geht hervor, daß an erster Stelle für die Nachfolge auf dem Lehrstuhl für Strafrecht Eberhard Schmidt stehen solle. Darüber ›ob Dahm oder Engisch an zweiter oder dritter Stelle oder pari passu stehen sollten, wird Herr Radbruch gebeten, zu entscheiden‹. Er wählte Engisch.Google Scholar
  58. 56.
    Levy sollte in eine Kommission zur Änderung der Promotionsordnung, laut Protokoll der Fakultätssitzung vom 21. Dez. 1933.Google Scholar
  59. 57.
    Ohne weitere Begründung wurde er vom Rektor nicht in den Beirat entstandt. Schreiben vom 18. Okt. 1934 UAH B 1507. Gutzwiller wurde bald darauf als ›untragbar‹ boykottiert und emigrierte in die Schweiz. Dazu Gutzwiller, Max: 70 Jahre Jurisprudenz, Basel 1978, 113ff.Google Scholar
  60. 58.
    Bescheid vom 28. Mai 1934 UAH H IV 102/158. Auch Jellinek blieb Direktor des Jur. Seminars.Google Scholar
  61. 59.
    Heidelberger Tageblatt vom 10. März 1933.Google Scholar
  62. 60.
    Die zeitungwiss. Fachschaft schloß sich dem Protest an und setzte sich für den gleichermaßen betroffenen v. Eckardt ein.Google Scholar
  63. 61.
    Geschrieben in Rom am 15. Sept. 1933 UAH H IV 102/157.Google Scholar
  64. 62.
    Brief vom 11. Sept. 1933 UAH B 3026/4.Google Scholar
  65. 63.
    Dazu Leonhard, Joachim-Felix: Vom lebendigen zum deutschen Geist. In: Bücherverbrennung. Heidelberger Bibliotheksschriften 7 (1983) 101ff.Google Scholar
  66. 64a.
    Scheels Schreiben an das Kult.-Min. vom 8.Apr. 1933 zit. Kreuzberger, Wolfgang: Studenten und Politik 1918–1933. Der Fall Freiburg i. Breisgau. Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft, Bd.2. Göttingen 1972, 173.Google Scholar
  67. 64b.
    Die Einführung eines allgemeinen Numerus clausus war bereits früher erwogen worden und in einer Ländervereinbarung (13. Febr. 33) festgehalten. Doch nun bekamen diese Erwägungen alle einen antisemitischen Grundton. Dazu v.Olenhusen, Albrecht Götz: Die ›nichtarischen‹ Studenten an den deutschen Hochschulen. Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte 14 (1966) 175ff., 178.Google Scholar
  68. 65.
    RGBl. I 225.Google Scholar
  69. 66.
    Mitteilung des Dekans v. Salis an den Engeren Senat 21. Juni 1933, UAH H IV 102/157.Google Scholar
  70. 67.
    Mitteilung des Ministeriums vom 18. Apr. 1933 und 5. Mai 1933 UAH H IV 102/157.Google Scholar
  71. 68.
    RGBl. I 215 und bad. GVBl. 1933, 89. Dazu v.Olenhusen, 185 Anm.56.Google Scholar
  72. 69.
    Erlaß des bad. Unterrmin. v. 17. Aug. 1933, abgedr. in: Walk, Joseph: Das Sonderrecht für die Juden im NS-Staat. Heidelberg Karlsruhe 1981, 47.Google Scholar
  73. 70.
    Am 31. März 33 genehmigte und begrüßte der Bad. Unterrichtsminister lebhaft den Eintritt der Heidelberger Studentenschaft in den Verband der Deutschen Studentenschaft. Er erhoffte sich eine wirksame Mitarbeit an den großen vaterländischen Aufgaben. UAH H IV 102/157.Google Scholar
  74. 71.
    UAH B 8057/2. Abdruck im ›Heidelberger Student‹ vom 19. Juni 1933: ›Ein nationaler Staat kann es niemals dulden, daß mit staatlicher Unterstützung kommunistische Intellektuelle an einer deutschen Universität studieren...‹. Die Liste erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit, erläuterte Scheel.Google Scholar
  75. 72.
    Brief v. 26. Febr. 1934, zit. bei Bollmus, Handelshochschule, 95 Anm.245.Google Scholar
  76. 73.
    Das Rektorat sammelte Schreiben aller Studenten, die Erklärungen dazu abgaben, weshalb sie die Liste der kommunistischen Studentenvertretung bei den AStA-Wahlen unterstützt hätten. UAH B 8057/2.Google Scholar
  77. 74.
    Schreiben vom 31. Juli 1933 UAH H IV 102/157.Google Scholar
  78. 75.
    8. Mai 1933 hier bezogen auf Abiturienten, die aus dem freiwilligen Werkhalbjahr kamen. UAH H IV 102/157.Google Scholar
  79. 76.
    Anweisung vom 2. Juni 1933. UAH H IV 102/157.Google Scholar
  80. 77.
    Bei der Vergabe von Stipendien, die von Nichtariern gestiftet worden waren, sollten nichtarische und arische Studenten in gleicher Weise berücksichtigt werden. Anweisung vom 25. Aug. 1933 UAH H IV 102/157.Google Scholar
  81. 78.
    Der Heidelberger Student, 29. Apr. 1933.Google Scholar
  82. 79.
    UAH H IV 102/157.Google Scholar
  83. 80.
    Protokoll der Sitzung vom 22. Apr. 1933. Radbruch und Gutzwiller waren für die Sitzung entschuldigt als ›verreist‹. Zur folgenden Darstellung wurden eine Auskunft von Prof. Ulmer (5. Apr. 1984) und die Sitzungsprotokolle der Jur. Fak. herangezogen.Google Scholar
  84. 81.
    Sitzung des Engeren Senats am 19. Juni 1933, UAH B 1266.Google Scholar
  85. 82.
    Bollmus, Handelshochschule, 95 Anm. 241.Google Scholar
  86. 83.
    Neben ihm fungierten Stein (später Kanzler der Universität), Privatdozent Dr. iur. Dahm (den Radbruch als Nachfolger auf seinem Lehrstuhl ablehnte) und Dr. nat. Hans Nielandt UAH B 3420/1.Google Scholar
  87. 84.
    Schreiben vom 5. Mai 1933, Antrag beim Rektorat eingereicht am 21. Mai 1933 UAH H IV 102/157.Google Scholar
  88. 85.
    Dazu Protokoll der Sitzung des Engeren Senats vom 19. Juni 33 UAH B 1266.Google Scholar
  89. 86.
    Der ganze Vorgang UAH B 3420/2.Google Scholar
  90. 87.
    Bad. GVB1. 1933, 89.Google Scholar
  91. 88.
    UAH B 1266.Google Scholar
  92. 89.
    Zit. bei Vezina, Gleichschaltung, 147 Anm. 615 mit vielen Beispielen von Lenards Gutachtertätigkeit.Google Scholar
  93. 90.
    Anweisung der Landesregierung vom 28. Juni 1933, dazu Protokoll der Sitzung der Phil. Fak. vom 1. Juli 1933 UAH H IV 102/157.Google Scholar
  94. 91.
    So am 12. Juli 1933, betr. ein Habilitationsgesuch für deutsche und nordische Philologie UAH H IV 102/158.Google Scholar
  95. 92.
    Anordnung des Unterrichtsministeriums vom 26. Mai 1933 UAH H IV 102/157.Google Scholar
  96. 93.
    Schreiben vom 9. Nov. 1933 UAH H IV 102/158.Google Scholar
  97. 94.
    Bad. Kultusministerium am 3. Juli 1934, a.a.O.Google Scholar
  98. 95.
    UAH H IV 102/157. Dazu auch Seier, Hellmut: Der Rektor als Führer. Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte 12. Jg. (1964) 131ff.Google Scholar
  99. 96.
    Groh, Wilhelm: Aus der Praxis einer Universitätsverfassung, in: Deutsches Recht Jg.5 (1935) 4.Google Scholar
  100. 97.
    ›Die Zeit eines... heimatlosen Intellektualismus ist gründlich vorbei... Einer weltfremden Anhäufung von Kenntnissen wird keiner von uns verfallen dürfen‹. Es bleibe das letzte große Bestreben, ›eines Tages wieder auf freiem Grund als freies Volk zu stehen‹. Zitate aus Die Volksgemeinschaft, 16. Mai 1933.Google Scholar
  101. 98.
    Die Denkschrift hatte Andreas am 19. Sept. 1933 mit dem Vermerk: ›Vertrau-lich‹ einem begrenzten Leserkreis zugestellt, UAH B 1011/4 und B 1015/3.Google Scholar
  102. 99.
    Der Heidelberger Student, Beilage Ruperto Carola, 6. Nov. 1933.Google Scholar
  103. 100.
    Den Antrag zog er im Dez. 1933 wieder zurück. UAH H IV 102/158.Google Scholar
  104. 101.
    Andreas hatte in den folgenden Jahren weiter mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen: 1936 sammelte die NSDAP Gutachten gegen ihn, die an das Büro des Reichsstatthalters übersandt wurden. Im Begleitschreiben hieß es: Andreas sei politisch unzuverlässig. Der Lehrstuhl müsse ihm entzogen werden. Das Kultusministerium fügte dazu: Andreas betone zwar immer seine nationale Haltung, er vertrete aber nicht nationalsozialistisches Gedankengut. Generallandesarchiv Karlsruhe (GLA 235 Nr. 29 879)Google Scholar
  105. 102.
    Sitzung der Phil. Fak. am 17. Mai 1933 UAH H IV 102/157.Google Scholar
  106. 103.
    UAH H IV 102/158.Google Scholar
  107. 104.
    Der ganze Vorgang UAH H IV 102/157.Google Scholar
  108. 105.
    Der Unterrichtsminister hatte erklärt, die neue Professur werde im Rahmen des Haushaltsvoranschlages und der dort ausgewiesenen Professorenstellen eingerichtet. Nachdem Karl Jaspers 1937 in den Ruhestand versetzt worden war, wurde sein Ordinariat als Ordinariat für Wehrpolitik und Wehrwissenschaft ›in Anspruch‹ genommen. Schmitthenners Extraordinariat sollte mit einem Philosophen besetzt werden. So das REM am 11.11. 1937. GLA235 Nr.29879 fol. 319.Google Scholar
  109. 106.
    Mitteilung des Engeren Senats, Nachricht an die Phil. Fak. 14. Juni 1933, UAH H IV 102/157.Google Scholar
  110. 107.
    Schreiben vom 1.Okt. 1933. Der Historiker Karl Hampe zeichnete den Umlauf mit der Bemerkung ab: Er habe nichts gegen die Regelung einzuwenden, gehe jedoch davon aus, daß Schmitthenner die Nebenfach-Prüfungen beim Staatsexamen selbst übernehme, eine Übernahme durch den Prüfer des Hauptfaches sei bei Kriegsgeschichte und Wehrkunde ›nicht leicht möglich‹. UAH H IV 102/158.Google Scholar
  111. 108.
    Schreiben des Unterrichtsministeriums vom 8. Mai 1934 UAH H IV 102/158.Google Scholar
  112. 109.
    Schreiben des Dekans vom 19. März 1934, bestätigt durch das Ministerium am 17. Mai 1934. UAH H IV 102/158.Google Scholar
  113. 110.
    Z.B. Kassenanweisung vom 4. Nov. 33 für einen Lehrauftrag über modernes Polizeiwesen an Dr. Scholtz. Die Kosten übernahm das Innenministerium; Lehrauftrag für politische Propaganda am Institut für Zeitungswissenschaft an den Redaktionschef des ›Führers‹ Moraller (27. März 1933) UAH H IV 102/158. Bereits am 8. März 1933 hatte ein Rechtsanwalt sich vergeblich bei der Jur. Fak. darum bemüht, Vorlesungen über die Theorie der nationalsozialistischen Bewegung halten zu dürfen.Google Scholar
  114. 111.
    UAH H IV 102/157. Am 21. Dez. 1933 reichte Hampe sein Emeritierungsgesuch ein, denn den Anforderungen, deren Erfüllung der heutige Staat von seinen akademischen Lehrern erwarten dürfe, fühle er sich gesundheitlich nicht ganz gewachsen. UAH H IV 102/158.Google Scholar
  115. 112.
    Aktenvermerk vom 19. Apr. 1933, UAH B 1015/4.Google Scholar
  116. 113.
    UAH H IV 102/158. Der Dekan Güntert hatte den ganzen Vorgang an das Unterrichtsministerium weitergeleitet (24. Mai 34) und hinzugefügt, Ruge sei eine so unruhige Natur, daß die Entwicklung der Universität zweifellos gestört würde.Google Scholar
  117. 114.
    25. Aug. 1934, UAH H IV 102/158.Google Scholar
  118. 115.
    3. Juli 1933 an den Engeren Senat, a.a.O.Google Scholar
  119. 116.
    Schreiben des Rektors vom 7. Febr. 1934, a.a.O.Google Scholar
  120. 117.
    Zeitungsausschnitt vom Ende März ohne Quellenangaben UAH B 1351/1, darin hieß es u.a. auch: Die Herren Anschütz und Heinsheimer hätten hierzu ihren entsprechenden Teil beigetragen. ›Nichts ist vergessen!‹Google Scholar
  121. 118.
    Meldung der Heidelberger Neuesten Nachrichten vom 28. Apr. 1933.Google Scholar
  122. 119.
    Dazu die ausführliche Darstellung bei Demm, Eberhard: Zivilcourage im Jahre 1933. Alfred Weber und die Fahnenaktionen der NSDAP. In: Heidelberger Jbb.26 (1982) 69f.Google Scholar
  123. 120.
    UAH B 1806/1. Acht Tage später erfolgte seine Ernennung zum Hochschulreferenten UAH H IV 102/157.Google Scholar
  124. 121.
    Weisung des REM vom 3. Mai 1935, UAH B 1806/2.Google Scholar
  125. 122.
    So der Engere Senat an das Unterrichtsministerium, 24. Apr. 1933, UAH B 1015/4. Als Wachhabender wurde besonders Fred Himmel empfohlen, der sich bereits bei der Beflaggung der Universitätsgebäude, bei Haussuchungen etc. als besonders ›korrekt‹ hervorgetan hätte, UAH B 0761/3.Google Scholar
  126. 123.
    Der Heidelberger Student, 18. Mai 1933.Google Scholar
  127. 124.
    Der Heidelberger Student, 29. Apr. 1933.Google Scholar
  128. 125.
    Der Heidelberger Student, 12. Dez. 1933.Google Scholar
  129. 126.
    Der undatierte Vermerk liegt zwischen Aktenstücken vom 19. und 24. April, UAH B 1015/4.Google Scholar
  130. 127.
    Heinrich Mitteis, o. Prof. für Deutsches Recht.Google Scholar
  131. 128.
    Schreiben vom 29. Apr. 1933, zit. bei Vezina, Gleichschaltung, 69.Google Scholar
  132. 129.
    Zit. nach Volksgemeinschaft, 9. Mai 1933.Google Scholar
  133. 130.
    So glaubte Anschütz sich am 15. Aug. 1934 noch dafür entschuldigen zu müssen, daß er an einer Wahlkundgebung nicht teilnehmen könne, UAH B 1015/4.Google Scholar
  134. 131.
    Ausführliche Schilderung in Der Heidelberger Student, 18. Mai 1933.Google Scholar
  135. 132.
    Der verbesserte Programmentwurf liegt in UAH B 1837/8.Google Scholar
  136. 133.
    Der Heidelberger Student beschrieb den Ausklang der Feiern auf dem Universitätsplatz: ›Begeistert reckten sich tausende von Armen zum Schwur und heilig erklang das Lied der Deutschen über den weiten Platz. Als dann Stabsleiter Röhn ein begeistert aufgenommenes Sieg-Heil ausbrachte, erhoben sich noch einmal die Arme und das Lied der nationalen Revolution ertönte aus den Kehlen der Vertreter aller deutschen Stände‹. Ausgabe vom 18. Mai 1933.Google Scholar
  137. 134.
    Einladung vom 16. Mai 1933, UAH B 1837/8.Google Scholar
  138. 135.
    Ausgabe vom 22. Mai 1933.Google Scholar
  139. 136.
    Bericht im Heidelberger Student, Ausgabe vom 1.Juni 1933.Google Scholar
  140. 137.
    Ausgabe des Heidelberger Studenten vom l.Juni 1933, z.B. habe v.Eckardt kürzlich für 350 RM Bücher des Bolschewisten Lenin angeschafft.Google Scholar
  141. 138.
    Die Heidelberger Ereignisse schildern ausführlich die Beiträge im Sammelband: Bücherverbrennung. Zensur, Verbot, Vernichtung unter dem Nationalsozialismus in Heidelberg. Hg. Joachim Felix Leonhard, Heidelberger Bibliotheksschriften, Bd. 7 (1983).Google Scholar
  142. 139.
    Strätz, Hans-Wolfgang: Die studentische ›Aktion wider den undeutschen Geist‹ im Frühjahr 1933. Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte 16 (1968) 356.Google Scholar
  143. 140.
    Stellungnahme des Engeren Senats am 15. Febr. 1932, UAH B 0781. Dort auch die weiteren Vorgänge.Google Scholar
  144. 141.
    So die Auskunft von Prof. Gutzwiller (15. Febr. 1984).Google Scholar
  145. 142.
    Hans Himmel sagte aus, bereits vor der Wahl sei Groh unter Studenten und Dozenten als der künftige Rektor angesehen worden. Zit. nach Vezina, Gleichschaltung, 68. Gem. der neuen Universitätsverf. wurde Groh vom UM ernannt.Google Scholar
  146. 143.
    UAH H IV 102/158.Google Scholar
  147. 144.
    Groh, Wilhelm: Aus der Praxis der Universitätsverfassung, in: Deutsches Recht 5 (1935) 4f.Google Scholar
  148. 145.
    Brief an Krieck vom 16. Okt. 34. Zwar habe sich Krieck bei seiner Berufung ausgebeten, nicht mit Verwaltungsaufgaben belastet zu werden, doch für seinen Rat in den Stabssitzungen werde Groh ihm immer dankbar sein. UAH B 1011/4.Google Scholar
  149. 146.
    UAH B 1011/4 und H IV 102/158.Google Scholar
  150. 147.
    31. Okt. 1934 Mitteilung an den Dekan der Med. Fak. Schneider mit der Bitte um baldigste Stellungnahme. Zugleich Nachricht an Scheel. Neun Tage später wurde ›Voll-zugsmeldung‹ erstattet. UAH B 1507. Für die Nat.-Math. Fak. berief Groh den Lenard-Schüler Wesch in den Beirat (18. Nov. 1934) a.a.O.Google Scholar
  151. 148.
    Durchführungsverordnung vom 15. Febr. 1934, UAH B 1011/4.Google Scholar
  152. 149.
    Auf diesen Erlaß wird im Schreiben des bad. UM vom 17. Febr. 1934 an das Rektorat Heidelberg Bezug genommen. UAH H II 337/2.Google Scholar
  153. 150.
    Weitergeleitet durch das bad. UM am 17. Febr. 1934 a.a.O.Google Scholar
  154. 151.
    RGBl. 1934 I 365. Der Gründung war im Jan. 1934 eine Hochschultagung der NSDAP vorausgegangen. Hans Maier. Nationalsozialistische Hochschulpolitik in: Die deutsche Universität im Dritten Reich. Eine Vortragsreihe der Universität München, München (1966) 87f.Google Scholar
  155. 152.
    Viele Belege dafür finden sich bei Vezina, Gleichschaltung, 126ff.Google Scholar
  156. 153.
    Dt. Wiss., Erz. u. Volksbildung. Amtsbl. R. u. Pr. Min. 1935, 12. Auszug abgedr. bei Walk, Sonderrecht, 99.Google Scholar
  157. 154.
    Schreiben vom 10.Juli 1934, UAH H IV 102/158.Google Scholar
  158. 155.
    30. Aug. 1934, a.a.O.Google Scholar
  159. 156.
    Schreiben vom 19. Juli 1934, a.a.O.Google Scholar
  160. 157.
    RIM Frick verbot am 14. März 1935 auf ›ausdrücklichen Wunsch des Führers‹ jede Erörterung einer Reichsreform. UAH B 1015/4.Google Scholar
  161. 158.
    Schreiben vom 18. Juni 1935, UAH B 1011/5.Google Scholar
  162. 159.
    Krieck, Ernst: Führertum und Hochschulreform, in: Volk im Werden 5 (1937) 57f.Google Scholar
  163. 160.
    UAH B 1504/1 Schreiben vom 10. Juli 1933.Google Scholar
  164. 161.
    Auskunft von Prof. Gutzwiller vom 15. Febr. 1984.Google Scholar
  165. 162.
    Sein Beschwerdeschreiben wurde vom UM am 28.Nov 1933 zurückgewiesen. UAH Verhandlungen 1933/34. Prof. Eugen Ulmer schildert: Mitteis habe Groh — wie bisher — als ›kleinen Mann‹ behandelt (Auskunft vom 5. April 1984). Nach Prof. Gutzwiller galt Mitteis als große Nummer, Groh als wissenschaftliche Null (Brief vom 15.2. 1984).Google Scholar
  166. 163.
    Grohs Mitteilungen an die Fakultätenvom 9. Nov. 1933, UAH Verhandlungen 1933/34.Google Scholar
  167. 164.
    UAH H II 319/2. Der Heidelberger Student meldete am 18. Mai 1934: ›Außerdem hat Prof. Mitteis Heidelberg verlassen. Sein Weggang wird von der Studentenschaft in keiner Weise bedauert‹.Google Scholar
  168. 165.
    Der Heidelberger Student, 27. Juli 1933.Google Scholar
  169. 166.
    Allerdings erst, nachdem Anschütz ihn am 1. Aug. 1934 um Hilfe gebeten hatte. Der ganze Vorgang UAH H II 031/2.Google Scholar
  170. 167.
    Dazu die Akten aus UAH B 1837/4.Google Scholar
  171. 168.
    Schreiben vom 18. Okt. 1935 a.a. O.Google Scholar
  172. 169.
    Schreiben aus München vom 18. Jan. 1934 UAH H IV 102/158.Google Scholar
  173. 170.
    Er beschränkte sich dabei keineswegs auf die Nat.-Math. Fak. Lenard nahm auch bei der Besetzung des Lehrstuhls für Psychiatrie und Neurologie gutachtlich zugunsten Carl Schneiders (Pg. seit 1932) Stellung. Dazu Vezina, Gleichschaltung, 156 Anm.666.Google Scholar
  174. 171.
    Vezina, a.a.O., 150f.Google Scholar
  175. 172.
    Zit. bei Poliakov, Léon: Das Dritte Reich und seine Denker, 295, anläßlich Lenards Empfehlung, August Becker, den Direktor des Philipp Lenard-Instituts, als wissenschaftlichen Berater in den Redaktionsstab des ›Völkischen Beobachters‹ aufzunehmen.Google Scholar
  176. 173.
    Schreiben vom 10. Mai 1934 UAH H IV 102/158.Google Scholar
  177. 174.
    Schreiben vom 20. Juni 1934 UAH B 1011/4.Google Scholar
  178. 175.
    Anmerkung des Rektors zum Schreiben der Studentenschaft vom 10. Mai 1934 UAH B 1508.Google Scholar
  179. 176.
    Schreiben an den Rektor vom 9. Okt. 1934, a.a.O.Google Scholar
  180. 177.
    Schreiben des Rektors vom 27. Febr. 1934, UAH B 1011/4.Google Scholar
  181. 178.
    Fricke schien der Fak. überaus geeignet, denn schon als Privatdozent habe er in Göttingen die Rede bei der Verbrennung der Schundliteratur gehalten. Er sei ›die einzige Forscherpersönlichkeit‹, die ›zur Zeit restlos nach allen Seiten den augenblicklichen Anforderungen‹ entspreche. l.März 1934 UAH H IV 102/158. Fricke lehnte den Ruf auf das Heidelberger Extraordinariat ab.Google Scholar
  182. 179.
    Es ging um die Besetzung eines zweiten Lehrstuhls für Betriebswirtschaft. Rössle kam aus Königsberg. 9. März 1934, a.a.O.Google Scholar
  183. 180.
    Heidelberger Studentenschaft/Amt für Wissenschaft/Fachschaft Kulturwissenschaftler am 11. Sept. 1934 an den Rektor a.a.O. 1935 wurde er als Nichtarier entlassen.Google Scholar
  184. 181.
    Bescheid vom 21. März 1934 a.a.O. Dort der gesamte weitere Vorgang.Google Scholar
  185. 182.
    Meister wurde darin vom Mitdirektor des Seminars Otto Regenbogen unterstützt.Google Scholar
  186. 183.
    Ausgabe vom 22. Juni 1934.Google Scholar
  187. 184.
    Auskunft von Dr. Ulrich Meister (29. März 1984).Google Scholar
  188. 185.
    UAH H IV 102/158.Google Scholar
  189. 186.
    Dazu Hölscher, Gustav: Gelehrter in politischer Zeit. Zu seinem 100. Geburtstag. Aus dem nachgelassenen Lebensbericht. In: Ruperto Carola 29 (1976/77) 53ff. Unter welchen Umständen ihm der Ruf erteilt worden war, konnte sich Hölscher nicht erklären.Google Scholar
  190. 187.
    Der Beirat hatte eine Berufungsliste ausgearbeitet und zur Nachfolge Hans Erich Feine (Tübingen) und Walter Merk (Marburg) vorgeschlagen. Schreiben an UM vom 28. Juni 1934, zit. bei Vezina, Gleichschaltung 129 Anm.521.Google Scholar
  191. 188.
    Sitzung der Jur. Fak. am 7. Juni 1934. Hier brechen die unvollständigen Protokolle der Fakultätssitzungen ab.Google Scholar
  192. 189.
    Schreiben vom 18. Nov. 1935 UAH B 3026/5.Google Scholar
  193. 190.
    Angaben bei Vezina, Gleichschaltung 77 Anm.263. Gerhard Anschütz und Alfred Weber waren seit Jan. 1934 die Gehälter stark gekürzt worden — so Fehrle im März 1934, als Scheel beantragt hatte, beiden die Emeritierungsbezüge zu entziehen. Hinweis bei Bollmus, Handelshochschule 65 Anm.142.Google Scholar
  194. 191.
    Die vom Rektor Groh schon unterschriebene offizielle Bekanntmachung hatte Vizekanzler Himmel nochmals zur Begutachtung Kunstmann vorgelegt, UAH B 3420/4. Dort auch der weitere Schriftwechsel.Google Scholar
  195. 192.
    Schreiben vom 14. Mai 1934 und Antwort vom 23. Mai 1934, UAH B 3420/4.Google Scholar
  196. 193.
    Groh klagte, die Zusammenarbeit habe sich nicht so gestaltet wie er sie sich nach der letzten Aussprache gedacht habe, 17. Dez. 1934 a.a.O.Google Scholar
  197. 194.
    Auf den Karteikarten wurde nach persönlichen Daten, arischer Abstammung, wiss. Arbeiten, milit. Rang, Zugehörigkeit zu Partei und Parteiorganisationen gefragt. UAH B 3420/2.Google Scholar
  198. 195.
    Zusatz zum Schreiben von Schemm aus München vom 3.Dez. 1934. UAH B 3420/2.Google Scholar
  199. 196.
    Schlüter bot seinen Rücktritt an, um Krieck in Heidelberg Platz zu machen, wurde dann aber doch am 10.Aug. 1935 wieder zum Leiter der Dozentenschaft vom Rektor ernannt. UAH B 3420/4.Google Scholar
  200. 197.
    1936 wurden das Amt des Dozentenschaftsleiters und des NS-Dozentenbund-führers zusammengelegt. Krieck sollte in Heidelberg die entsprechenden Aufgaben übernehmen (Verfügung des REM, Berlin 4. Juni 1934, UAH B 3420/4). Er trat das Amt wegen Überlastung an Karl Schmidthuber (Zahnklinik) ab. UAH H II 330/3.Google Scholar
  201. 198.
    Schreiben von Krieck 28. Mai 1935, der darin die mangelnde Klarheit der organisatorischen Sachlage beklagte und gegen die hohen Zwangsbeiträge protestierte. UAH B 3420/4.Google Scholar
  202. 199.
    Mitteilung vom 4.Sept. 1934 UAH H IV 102/158. Über seine Erfahrungen in Dozentenlagern berichtet z.B. Trillhaas, Wolfgang: Aufgehobene Vergangenheit. Göttingen 1978, 162ff.Google Scholar
  203. 200.
    Der Heidelberger Student, 29. April 1933.Google Scholar
  204. 201.
    Allen, die — obgleich sie Parteimitglieder waren — nicht beitraten, drohte der Partei-ausschluß. Der Heidelberger Student, 29. Apr. 1933.Google Scholar
  205. 202.
    Zunächst sollte die Frist bis zum 20. Mai 1933 laufen, wurde dann aber mehrfach verlängert, Der Heidelberger Student, 1. Juni 1933.Google Scholar
  206. 203a.
    Belege bei Roegele, Otto B.: Student im 3. Reich. In: Die Deutsche Universität im Dritten Reich. Eine Vortragsreihe in München (München 1966) 147 undGoogle Scholar
  207. 203b.
    Faust, Anselm: Der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund. Studenten und Nationalsozialisten in der Weimarer Republik, Bd.2. Düsseldorf 1973, 129.Google Scholar
  208. 204.
    Volksgemeinschaft, 3. Mai 1933Google Scholar
  209. 205.
    Der Heidelberger Student, 18. Mai 1933.Google Scholar
  210. 206.
    Volksgemeinschaft, 27. März 1933.Google Scholar
  211. 207.
    Mitteilung Scheels an den Rektor vom 22. Jan. 1934, UAH H IV 102/158.Google Scholar
  212. 208.
    Der Heidelberger Student, Beilage Ruperto Carola vom 24. Jan. 1934.Google Scholar
  213. 209.
    Der Heidelberger Student, 27. Febr. 1934.Google Scholar
  214. 210.
    Der Heidelberger Student, 2. Juni 1934. Der Cösener SC und der Allgemeine Deutsche Waffenring schlossen das Corps ebenfalls aus.Google Scholar
  215. 211.
    Der Heidelberger Student, 13. Juli 1933.Google Scholar
  216. 212.
    Der Heidelberger Student, 18. Mai 1934. Da die vorhandenen Kameradschaftshäuser nicht ausreichten, sollten daneben freie Kameradschaften eingerichtet werden. ›Meldungsbefehl erfolgt schriftlich‹.Google Scholar
  217. 213.
    Der Heidelberger Student, 24. Febr. 1933.Google Scholar
  218. 214.
    Anläßlich des dies gymnasticus. Der Heidelberger Student, Beilage Ruperto Carola vom 13. Juli 1933.Google Scholar
  219. 215.
    Der Heidelberger Student, 18. Mai 1933.Google Scholar
  220. 216.
    Der Heidelberger Student, 29. Apr. 1933.Google Scholar
  221. 217.
    Heidegger, Martin: Die Universität im Neuen Reich. Rede vom 30. Juni 1933. In: Der Heidelberger Student, Beilage Ruperto Carola, 13. Juli 1933.Google Scholar
  222. 218.
    Anweisung Fehries vom 3. Mai 1933, UAH H IV 102/157.Google Scholar
  223. 219.
    War SA-Dienst an einem anderen Tag anberaumt, so fielen die Vorlesungen nochmals aus. Vgl. Antrag vom 9. Nov. 1933. UAH H IV 102/158.Google Scholar
  224. 220.
    Der Heidelberger Student, 29. April 1933.Google Scholar
  225. 221.
    Zahlenangaben im Heidelberger Student, Ausgaben vom 1.Juni 1933 und 27.Febr. 1934.Google Scholar
  226. 222.
    Der Heidelberger Student, Beilage Ruperto Carola vom 6. Nov. 1933.Google Scholar
  227. 223.
    Anweisung des Heidelberger Rektors vom 23. Jan. 1934 UAH B 1011/4.Google Scholar
  228. 224.
    Der Heidelberger Student, 18. Mai 1934.Google Scholar
  229. 225.
    Der Heidelberger Student, Beilage Ruperto Carola vom 24. Jan. 1934.Google Scholar
  230. 226.
    Der Heidelberger Student, Beilage Ruperto Carola vom 27. Febr. 1934.Google Scholar
  231. 227.
    Anordnung des Rektors Groh abgedr. in: Der Heidelberger Student, Beilage Ruperto Carola vom 18. Mai 1934.Google Scholar
  232. 228.
    Hinweis von Prof. Dr. Dres. h.c. Wilhelm Doerr, der selbst diesen Weg beschritten hat.Google Scholar
  233. 229.
    Anweisung des UM Karlsruhe, 25.Aug. 1933, UAH H IV 102/157. Ab SS 1935 war vor Studienbeginn ½ Jahr Arbeitsdienst zu leisten UAH B 0817/3.Google Scholar
  234. 230.
    Antrag der Heidelberger Studentenschaft vom 18. Jan. 1934 UAH B 0817/2. Groh reduzierte die vorlesungsfreie Zeit um eine Stunde.Google Scholar
  235. 231.
    Schreiben des Reichsministerium des Innern vom 23. Febr. 1934, UAH B 0817/2.Google Scholar
  236. 232.
    So das UM, Karlsruhe 13. März 1934 UAH B 0817/2.Google Scholar
  237. 233.
    Regelung aus Karlsruhe am 3. Nov. 1934 UAH B 0817/2.Google Scholar
  238. 234.
    Der Heidelberger Student, 24. Jan. 1934.Google Scholar
  239. 235.
    Der Heidelberger Student, 16. Febr. 1934. Frack und Smoking waren bei Veranstaltungen der Fachschaft ausdrücklich verboten. Scheel forderte dazu auf, gegen renitente ›Salonerscheinungen‹ vorzugehen.Google Scholar
  240. 236.
    Der Heidelberger Student, Beilage Ruperto Carola 22. Juni 1934.Google Scholar
  241. 237.
    Erlaß des bad. UM vom 13. Nov. 1934 bei Olenhusen: Nichtarische Studenten, 182f.Google Scholar
  242. 238.
    So lautete die Erklärung in einer Studentenvollversammlung, Der Heidelberger Student, 22. Juni 1934.Google Scholar
  243. 239.
    Mitteilung aus Karlsruhe am 13. Juli 1934, UAH H IV 102/158. Daß dies tatsächlich geschah, bestätigte Prof. Dr. Hermann Hoepke nach seiner Erfahrung im Anatomischen Institut ausdrücklich (28. Febr. 1984).Google Scholar
  244. 240.
    Der Heidelberger Student, Beilage Ruperto Carola, Ausgabe vom 27. Febr. 1934.Google Scholar
  245. 241.
    Abgedr. in: Die Deutsche Hochschulverwaltung, Bd.l. Berlin 1942, 34f.Google Scholar
  246. 242.
    Vezina, Gleichschaltung, 99 Anm.372.Google Scholar
  247. 243.
    So die Formulierung des Rektors in einem Schreiben vom 23. Okt. 1936, zit. bei Vezina: a.a.O., 109 Anm. 422.Google Scholar
  248. 244.
    Dazu Vezina, a.a.O., 107ff.Google Scholar
  249. 245.
    RGBl. I 1933, 1146, 1333 und 1524. Die Anweisungen des Reichsinnenministeriums zum sofortigen Vollzug ergingen am 30. Sept. 1935, UAH B 3026/5.Google Scholar
  250. 246.
    Bekanntgabe vom 14. Aug. 1934. Am Tag darauf wies Stein die Universitätskasse an, dem Musikzug der SA-Kapelle für seine Mitwirkung 110.-RM zu zahlen. UAH B 1015/4.Google Scholar
  251. 247.
    Anordnung des Rektorats vom 30. Sept. 1933, UAH B 1837/8. Ähnlich dem ›Einvernehmen mit der Kreisleitung‹ am 28.Sept. 1934, UAH H IV 102/158. Für die Maifeiern in der Universität wurden seit 1934 ›Uniform‹ angeordnet, UAH B 1837/8.Google Scholar
  252. 248.
    Zit. bei Adam, Uwe Dietrich: Hochschule und Nationalsozialismus. Die Universität Tübingen im Dritten Reich. Contubernium 23, Tübingen 1977, 41.Google Scholar
  253. 249.
    Der Heidelberger Student, Beilage Ruperto Carola, 24. Jan. 1934.Google Scholar
  254. 250.
    Der Heidelberger Student, Beilage Ruperto Carola, 6. Nov. 1933.Google Scholar
  255. 251.
    Der Heidelberger Student, Beilage Ruperto Carola, 12. Dez. 1933. Ähnlich formulierte Klagen wurden oft wiederholt.Google Scholar
  256. 252.
    Der Heidelberger Student, Ausgabe 22. Nov. 1933: Einfachheitshalber sollten die Bezugsgelder über die zuständigen Fachschaften abgerechnet werden.Google Scholar
  257. 253.
    Vgl. dazu die Schilderung von Hölscher, Gelehrter in politischer Zeit, 58.Google Scholar
  258. 254.
    Jahreslagebericht 1938, zit. bei Seier, Rektor als Führer, 108 Anm. 17. Dazu auch Duening, Hans Joachim: Der SA-Student im Kampf um die Hochschule (1925–1935). Ein Beitrag zur Geschichte der Deutschen Universität im 20. Jahrhundert, Weimar 1936, 121 über mangelnde Beteiligung bei der SA.Google Scholar
  259. 255.
    Seier, a.a.O., 109 Anm. 19. 256 Kriecks Schreiben ist vom 18. Okt. 1937Google Scholar
  260. datiert, UAH B 1570/1.Google Scholar
  261. 257.
    S.o. Anm. 126.Google Scholar
  262. 258.
    So der Titel von Anrich, E.: Universitäten als geistige Grenzfestungen. Stuttgart, Berlin 1936.Google Scholar
  263. 259.
    Volksgemeinschaft, Ausgabe vom 29. Apr. 1933.Google Scholar
  264. 260.
    Der Heidelberger Student, 8. Mai 1934 passim.Google Scholar
  265. 261.
    Zu seiner Stellung in der nationalsozialistischen Doktrin vgl. Nolte, Ernst: Zur Typologie des Verhaltens der Hochschullehrer im Dritten Reich. Aus Politik und Zeitgeschichte, Nov. 1965, 8.Google Scholar
  266. 262.
    Zit. nach Der Heidelberger Student, 2. Juni 1934.Google Scholar
  267. 263.
    Mit dieser Widmung griff der Engere Senat am 17. Febr. 1930 einen Vorschlag Gundolfs auf UAH B 1266/3.Google Scholar
  268. 264.
    Die Diskussion um die Inschrift über dem Portal waren seit April 1933 wieder in Gang gekommen. Das Ministerium stimmte sofort einer Änderung zu und einigte sich 1936, anläßlich der Jubiläumsfeiern, auf einen Ausspruch des Dekans Güntert. Dazu Griesbach, D.; Krämer, A.; Maisant, M.: Die Neue Universität. Kunsthistorisches Institut der Universität Heidelberg. Veröffentl. zur Heidelberger Altstadt, hg. von P.A.Riedl, Heft 19, Heidelberg 1984, 71. Vgl. jetzt auch Band V dieser Festschrift, S. 95.Google Scholar
  269. 265.
    Dazu gehörten in Heidelberg der Kreis um Marianne Weber und die Akademie der Wissenschaften. Hölscher: Gelehrter in politischer Zeit, 59. Radbruch, Der Innere Weg, 185. Ritter, Gerhard: Der deutsche Professor im ›Dritten Reich‹, Die Gegenwart 1 (1946) 24.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1985

Authors and Affiliations

  • Dorothee Mussgnug

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