Kurfürst Maximilian I. von Bayern, die Jesuiten und die Universität Heidelberg im Dreißigjährigen Krieg 1622–1649

  • Volker Press

Zusammenfassung

Die Jahre des Dreißigjährigen Krieges zählen zu den dunkelsten, nicht nur der Kurpfälzer, sondern auch der Heidelberger Universitätsgeschichte. Sie brachen die glanzvolle Zeit der reformierten Universität, mit ihrer beträchtlichen internationalen Wirkung, ab, die mit dem Übergang des Pfälzer Kurstaates zum reformierten Bekenntnis begonnen hatte; erst 1652 mußte, nach einem kurzen Intermezzo 1633/35 unter schwedischem Protektorat, ein Neuanfang gesucht werden — bei vielfach zerrissenen Kontinuitätslinien.

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Anmerkungen

  1. 1a.
    Eine Geschichte der Kurpfalz im Dreißigjährigen Krieg fehlt bislang. Vgl. aber: L. Häusser, Geschichte der rheinischen Pfalz, Bd.2, 1845, ND 1976, S.294–580.Google Scholar
  2. 1b.
    Zur Pfalzfrage und zur Internationalisie-rung des Krieges: A.Gindely, Friedrich V. von der Pfalz, der ehemalige Winterkönig in Böhmen, seit dem Regensburger Deputationstag bis zu seinem tode, 1885.Google Scholar
  3. 1c.
    — M.A. Everett Green, Elizabeth, Electress Palatine and Queen of Bohemia, 1909.Google Scholar
  4. 1b.
    — E.Weiß, Die Unterstützung Friedrichs V. und der Pfalz durch Jakob I. und Karl I. von England im Dreißigjährigen Krieg (1618–1632), 1966.Google Scholar
  5. 2a.
    Dazu: V.Press, Bayerns wittelsbachische Gegenspieler — die Heidelberger Kurfürsten 1505–1685, in: H.Glaser (Hg.), Um Glauben und Reich. Kurfürst maximilian I., Witteisbach und Bayern II 1, 1980, S.24–39.Google Scholar
  6. 2b.
    — Ders. Zwischen Versailles und Wien. Die Pfalzer Kurfürsten in der deutschen Geschichte der Barockzeit, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 130, 1982, S. 207–262.Google Scholar
  7. 3a.
    J.F.Hautz, Geschichte der Universität Heidelberg, 2 Bde., 1862/64, ND 1975. — Häusser, Geschichte, 2Bde.Google Scholar
  8. 3b.
    — G.Hinz (Hg.), Ruperto-Carola, Sonderband: Aus der Geschichte der Universität Heidelberg und ihrer Fakultäten, 1961.Google Scholar
  9. 3c.
    — H. Weisert, Die Verfassung der Universität Heidelberg. Überblick 1386–1952, Abh. Heidelb. Akad. Wiss. Phil.-Hist. Kl., Jg. 1974, Abt. 2, 1974.Google Scholar
  10. 3d.
    — Ders., Geschichte der Universität Heidelberg, 1983.Google Scholar
  11. 3e.
    — P.Klassen u. E. Wolgast, Kleine Geschichte der Universität Heidelberg, 1983.CrossRefGoogle Scholar
  12. 4a.
    Zum Hintergrund: V.Press, Calvinismus und territorialstaat. Regierung und Zentralbehörden der Kurpfalz 1579–1619, 1970.Google Scholar
  13. 4b.
    — E.Otto, Beiträge zur Geschichte des Heidelberger Hofes unter Friedrich IV., in: Histor. Vierteljahresschr.4, 1901, S.33–56.Google Scholar
  14. 4c.
    — K. Wolf, Zur Geschichte des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 92, S.275–314.Google Scholar
  15. 4d.
    — F.H. Schubert, Ludwig Camerarius 1573–1651. Eine Biographie, 1955.Google Scholar
  16. 5.
    Dazu: G.Toepke, Die matrikel der Universität Heidelberg von 1362–1662, Bd.2, 1886, ND 1976.Google Scholar
  17. 6.
    Dazu grundlegend: P.Moraw, Aspekte und Dimensionen älterer deutscher Universitätsgeschichte, in: P.Moraw, V.Press (Hgg.), Academia Gissensis, Beiträge zur älteren Gießener Universitätsgeschichte, 1982, S. 1–43 (Lit).Google Scholar
  18. 7a.
    Zum Grundsätzlichen: V.Press, Stadt und territoriale Konfessionsbildung, in: F. Petri (Hg.), Kirche und gesellschaftlicher Wandel in deutschen und niederländischen Städten der werdenden Neuzeit, 1980, S. 251–296.Google Scholar
  19. 7b.
    — Ders., Führungsgruppen der deutschen Gesellschaft im Übergang zur Neuzeit um 1500, in: H.H.Hofmann u. G.Franz (Hgg.), Deutsche Führungsschichten in der Neuzeit. Eine Zwischenbilanz, 1980, S. 29–77.Google Scholar
  20. 7c.
    — Ders., Soziale Folgen der Reformation in Deutschland, in: M.Biskup u. K.Zernack (Hgg.), Schichtung und Entwicklung der Gesellschaft in Polen und Deutschland im 16. und 17. Jahrhundert. Parallelen, Verknüpfungen, Vergleiche, 1983, S.196–243.Google Scholar
  21. 7d.
    — R.Endres, Die deutschen Führungsschichten um 1600, in: Hofmann/Franz (Hgg.), Führungsschichten, S.79–109.Google Scholar
  22. 8.
    Press, Calvinismus.Google Scholar
  23. 9.
    Dazu stellen die Heidelberger Kirchenbücher eine unausgeschöpfte Quelle dar.Google Scholar
  24. 10a.
    Zur Oberpfalz: K. Bosl, Das kurpfalzische territorium ›Obere Pfalz‹, in: Zeitschrift für bayerische landesgeschichte 26, 1963, S.3–28.Google Scholar
  25. 10b.
    — J.B.Götz, Die religiösen Bewegungen in der Oberpfalz von 1520–1560, 1914.Google Scholar
  26. 10c.
    — Ders., Die erste Einführung des Kalvinismus in der Oberpfalz 1559–1576, 1933.Google Scholar
  27. 10d.
    — Ders., Die religiösen Wirren in der Oberpfalz von 1576–1620, 1937.Google Scholar
  28. 10c.
    — V.Press, Die Grundlagen der kurpfälzischen Herrschaft in der Oberpfalz 1499–1621, in: Verh. d. Hist. Vereins der Oberpfalz 117, 1977, S.31–77.Google Scholar
  29. 10d.
    — Ders., Die evangelische Oberpfalz zwischen land und Herrschaft — bestimmende Faktoren der Konfessionsentwicklung 1520–1621, in: Das evangelische Amberg im 16. Jahrhundert, 1983, S.6–28.Google Scholar
  30. 10e.
    — Ders., Das evangelische Amberg zwischen Reformation und Gegenreformation, in: Amberg 1034–1984. Aus tausend Jahren Stadtgeschichte, 1984, S. 119–136.Google Scholar
  31. 11.
    W.Holtmann, Die pfalzische Irenik im Zeitalter der Gegenreformation, Diss. masch. Göttingen 1960.Google Scholar
  32. 12.
    Press, Calvinismus, S.515.Google Scholar
  33. 13.
    W. Hollweg, Der Augsburger Reichstag von 1566 und seine Bedeutung für die Entstehung der Reformierten Kirche und ihres Bekenntnisses, 1964.Google Scholar
  34. 14a.
    Dazu: NDB3, 1957, S.221–225 (F.H. Schubert).Google Scholar
  35. 14b.
    — J.Krebs, Christian von Anhalt und die kurpfälzische Politik am Beginn des Dreißigjährigen Krieges, 1872. — Demnächst: V. Ptess, Fürst Christian von Anhalt-Bernburg (1568–1631), Statthalter der Oberpfalz, leiter der kurpfalzischen Politik, in: Verh. d. Hist. Vereins d. Oberpfalz.Google Scholar
  36. 15.
    Press, Calvinismus, S. 420–460.Google Scholar
  37. 16.
    So der unrsprüngliche titel der großen Editionsreihe der Witteisbacher Korrespondenzen.Google Scholar
  38. 17a.
    Vgl. H. Lutz, Das konfessionelle Zeitalter. Erster teil: Die Herzöge Wilhelm V. und Albrecht V., in: M.Spindler (Hg.), Handbuch der bayer. Geschichte 2, 1966, ND 1969, S.295–350. — D.Albrecht, Das konfessionelle Zeitalter. Zweiter teil: Die Herzöge Wilhelm V. und maximilian I., Ebda., S.351–409. Zur Persönlichkeit Kurfürst maximilians I. siehe die in Anm.235 zitierte literatur.Google Scholar
  39. 18a.
    B.Duhr, Geschichte der Jesuiten in den ländern deutscher Zunge, Bd. 1–2.2, 1907/13, passim.Google Scholar
  40. 18b.
    — Ders., Die Jesuiten an den deutschen Fürstenhöfen des 16. Jahrhunderts, 1901. — Lutz, Konfessionelles Zeitalter, S. 344–346.Google Scholar
  41. 18c.
    — D.Albrecht, Die kirchlich-religiöse Entwicklung, 1500–1745, in: Spindler (Hg.), Handbuch 2, S.644f.Google Scholar
  42. 19a.
    F.H.Schubert, Die pfalzische Exilregierung im Dreißigjährigen Krieg. Ein Beitrag zur Geschichte des Protestantismus, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 102, 1954, S.575–680.Google Scholar
  43. 19b.
    — Ders., Camerarius.Google Scholar
  44. 19c.
    — F.Krüner, Johann von Rus-dorf, Kurpfälzischer Gesandter und Staatsmann während des Dreißigjähriges Krieges, 1876. — M. E. H. N. mout von der Universität leiden plant eine Studie über den Exilhof des Pfalzgrafen.Google Scholar
  45. 20a.
    J. Dollacker, Das Ende der kurpfälzischen Herrschaft in der Oberpfalz 1618–1621, 1928.Google Scholar
  46. 20b.
    — Ders., Die Oberpfalz im Dreißigjährigen Krieg, 1901.Google Scholar
  47. 21.
    Häusser, Geschichte 2, S.333–422. — M.Ritter, Deutsche Geschichte im Zeitalter der Gegenreformation und des Dreißigjährigen Krieges (1555–1648), Bd.3, 1908, S. 119–169.Google Scholar
  48. 22.
    Am 5. September 1620 wurden die Dokumente der Universität gesichert und im alten Karzer untergebracht. Am 7. kündigte die Regierung Einquartierungen auch in die Häuser der Professoren an, wegen der drohenden Belagerungsgefahr; am 10. wurde auch den Universitätsangehörigen befohlen, beim Schanzen mitzuhelfen. Am 14. Oktober mußte die Universität den kranken Soldaten Ärzte zuschicken. Am 28. November wurde mit einem Ausgangsverbot für die Studenten Vorsorge gegen Händel zwischen Soldaten und Universitätsangehörigen getroffen. Am 4. Dezember schlug die Universität vor, die Akten nach Basel zu verlagern, weil sie dort sicherer seien, eine offenkundige Folge der Pfalzer Katastrophe am ›Weißen Berg‹. Zwar lieh am 20. April der Professor Petrus de Spina der Ältere der Regierung 7000 fl. zur Bezahlung der Soldaten, aber schon am 29. September mußte die Universität selbst Geld aufnehmen, weil die mittel nicht mehr eingingen. Daß diese Gelder zur Gehaltszahlung den Stipendienfonds entnommen wurden, löste zweifellos Druck auf die Studenten aus. F. Winkelmann, Urkundenbuch zur Geschichte der Universität Heidelberg, Bd. 2, 1886, Nr.1527–1529, 1531–1536.Google Scholar
  49. 23.
    Über den Ausgang der reformierten Regierung in Heidelberg zwischen 1619 und 1622 plane ich eine eigene kleine Studie.Google Scholar
  50. 24.
    Die Universitätsprofessoren hatten gemeinsam mit den anderen ›Universitäts-verwandten‹ am 25. September 1619 dem Kurfürsten Friedrich V. auf dem Schloß anläßlich seiner Abreise nach Prag alles Gute gewünscht; am 4. November beglückwünschte die Universität ihn zu seinem böhmischen Königtum. Winkelmann, Urkundenbuch 2, Nr.1522, 1524. Ein Großteil der Professoren und Universitätsdiener zeichnete auch erhebliche Anteile für das böhmische Unternehmen, die Universität selbst als Institution sah sich dazu freilich außerstande. Ebda, Nr.1526.Google Scholar
  51. 25.
    Toepke, matrikel 2, S. 299–307.Google Scholar
  52. 26a.
    Ritter, Geschichte 3, S.184–192. — A. Gindely, Geschichte des Dreißigjährigen Krieges, Bd.4, 1880, S.433–452.Google Scholar
  53. 26b.
    — D.Albrecht, Die auswärtige Politik Kurfürst maximilians I. von Bayern 1618–1635, 1962, S. 49–89.Google Scholar
  54. 26c.
    — Ders., Die deutsche Politik Papst Gregors XV., 1956.Google Scholar
  55. 26d.
    — Ders., Der Hl. Stuhl und die Kurübertragung von 1623, in: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken 34, 1954, S. 236–249.Google Scholar
  56. 27.
    Ritter, Deutsche Geschichte 3, S.374. — S. Riezler, Geschichte Baierns, Bd. 5, 1903, S.313–320.Google Scholar
  57. 28a.
    A. Egler, Die Spanier in der linksrheinischen Pfalz. 1620–1632. Invasion, Verwaltung, Rekatholisierung, 1971.Google Scholar
  58. 28b.
    — Vgl. auch: J.Kessel, Spanien und die geistlichen Kurstaaten am Rhein während der Regierungszeit der Infantin Isabella (1621–1633), 1979.Google Scholar
  59. 29.
    Vgl. M.Schaab, Bergstraße und Odenwald, 500 Jahre Zankapfel zwischen Kurmainz und Kurpfalz, in: Oberrhein. Studien 3 (Festschrift Haselier), 1975, S.237–265, hier: S. 263f.Google Scholar
  60. 30.
    Erzherzog leopold (1586–1632), Bischof von Passau und Straßburg, war der Bruder Kaiser Ferdinands Il; seine Position in den Rheinlanden beruhte auf seiner Stellung als Bischof von Straßburg, seit 1619 auch auf jener als landesfürst der Vorlande, mit Residenz Innsbruck. Als Pfandinhaber von Germersheim geriet er vor allem mit dem Hochstift Speyer in Konflikte. Vgl. HHStA Wien, Reichskanzlei, Kleinere Reichsstände 506.Google Scholar
  61. 31.
    Gute Zusammenfassung: Ausstellungskatalog ›Die Oberpfalz wird bayerisch‹, 1978.Google Scholar
  62. 32.
    Ich beabsichtige, die bayerische Administrationsregierung in Heidelberg in einem kurzen Abriß darzustellen.Google Scholar
  63. 33.
    Briefe und Akten zur Geschichte des Dreißigjährigen Krieges, NF 2.1, 1907, Nr.10, S.52.Google Scholar
  64. 34.
    Nach seinen bayerischen Diensten war metternich kaiserlicher Oberst und Kommandeur von Ehrenbreitstein. Er starb 1654. J. M. Humbracht, Die höchste Zierde teutschlands, 1707, Nr.255.Google Scholar
  65. 35.
    Die Korrespondenzen metternichs finden sich im HStA münchen, in den Beständen Kurbaiern Auswärtiges Archiv, einer wiederhergestellten Reihe, und Dreißigjähriger Krieg.Google Scholar
  66. 36.
    Man hatte sich mehr bemüht, Beamte zu gewinnen, die der rheinischen Umgebung der Kurpfalz entstammten, als solche aus Altbayern zu rekrutieren. Dabei scheint offenkundig das Protektionssystem des Jesuitenordens wirksam gewesen zu sein. Offensichtlich korrespondiert die Herkunft der Beamten mit dem Einzugsbereich der Rheinischen Provinz der Jesuiten.Google Scholar
  67. 37.
    Vgl. Anm.35Google Scholar
  68. 38.
    Zum Hofkriegsrat: E.Rosenthal, Geschichte des Gerichtswesens und der Verwaltungsorganisation Baierns, Bd. 2, 1960, 2. ND 1984, S.415–428.Google Scholar
  69. 39a.
    1623 gründete maximilian I. das Direktorium für oberösterreichische und pfälzische Sachen unter Dr. Johann Peringer als Deputation des Hofrates und der Hofkammer; 1628 entfielen die oberösterreichischen Angelegenheiten durch die Rückgabe dieses Gebietes an den Kaiser. 1628 wurden der landschaftskanzler Dr. Johann Herwarth und der Hof kammerrat Dr. Johann mändl zu Direktoren des pfalzischen Kammerwesens ernannt — 1639 wurde das Direktorium aufgelöst. Es ist zu unterscheiden von der Oberpfälzer Hof kammer in Amberg. R.Heydenreuter, Der landesherrliche Hofrat unter Herzog und Kurfürst maximilian I. von Bayern (1598–1651), 1981, S. 179f. Zu korrigieren: Rosenthal, Geschichte 2, S.392.Google Scholar
  70. 39b.
    — V. Press, Die wittelsbachischen territorien: Die pfalzischen lande und Bayern, in: K.G.A.Jeserich, H.Pohl u. G.-Ch. von Unruh (Hg.), Deutsche Verwaltungsgeschichte, Bd.I: Vom Spätmittelalter bis zum Ende des Reiches, 1983, S.582f.Google Scholar
  71. 40.
    Zur spanischen Rekatholisierungspolitik: Egler, Spanier.Google Scholar
  72. 41.
    Hautz, Geschichte 2, S.164f. — B.Duhr, Geschichte der Jesuiten in den ländern deutscher Zunge, Bd.II/1, 1913, S.178f. In der Bewertung der Geschichte der Jesuiten in Heidelberg während des Dreißigjährigen Krieges hat lange Zeit konfessionelle Polemik auf beiden Seiten eine Rolle gespielt.Google Scholar
  73. 42.
    Die tendenzen der bayerischen Rekatholisierungspolitik sollen an einer anderen Stelle zusammengefaßt werden.Google Scholar
  74. 43.
    Winkelmann, Urkundenbuch 2, nr.1562. Der Rekatholisierungsprozeß bei den Untertanen sollte freilich erst später greifen.Google Scholar
  75. 44.
    Winkelmann, Urkundenbuch 1, nr.243; 2, nr.1553, 1567, 1581, 1583, 1585. — GLA Karlsruhe 205/1Google Scholar
  76. 45.
    Der um Heidelberg sitzende Adel war überwiegend evangelisch. Vgl. V.Press, Die Ritterschaft im Kraichgau zwischen Reich und territorium 1500–1623, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 121, 1974, S. 35–98.Google Scholar
  77. 46.
    Dazu die Akten im HStA münchen. Zur landesdefension in der evangelischen Zeit der Pfalz: K.Wolf, Von der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht in der Kurpfalz um 1600, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 89, 1937, S. 638–648.Google Scholar
  78. 47.
    Deutlich an den Korrespondenzen metternichs mit den münchener Stellen. Vgl. Anm.35.Google Scholar
  79. 48a.
    F. Lippert, Geschichte der Gegenreformation in Staat, Kirche und Schulen der Oberpfalz-Kurpfalz zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, 1901.Google Scholar
  80. 48b.
    — M. Högl, Die Bekehrung der Oberpfalz durch Kurfürst maximilian I., 2 Bde., 1903.Google Scholar
  81. 48c.
    — Ph.Schiltl, Die Amberger Jesuiten im ersten Dezennium ihres Wirkens (1621–1632), in: Verh. d. Hist. Vereins d. Oberpfalz 102, 1962, S.101–194, 103, 1963, S.257–350.Google Scholar
  82. 48d.
    — W.Gegenfurtner, Jesuiten in der Oberpfalz. Ihr Wirken und ihr Beitrag zur Rekatholisierung in den Oberpfälzer landen 1621–1650, in: Beiträge zur Geschichte des Bistums Regensburg 11, 1977, S.71–220.Google Scholar
  83. 48e.
    — W.Ziegler, Die Rekatholisierung in der Oberpfalz, in: Glaser (Hg.), Witteisbach und Bayern II/1, S.436–447.Google Scholar
  84. 49.
    Winkelmann, Urkundenbuch 2, Nr.1546Google Scholar
  85. 50.
    Heinrich Alting (1583–1644) war einer der führenden Heidelberger theologen; nach seinem Abgang am Exilhof im Haag, dann 1627 Professor in Groningen. Eine Rückberufung nach Heidelberg konnte er 1634 wegen der Nördlinger Schlacht nicht mehr annehmen, Jöcher, Gelehrten-lexicon 1, S.309, 5, S.658.Google Scholar
  86. 51.
    Konrad Schoppe aus Heideck in der Oberpfalz war Professor in der Philosophischen Fakultät.Google Scholar
  87. 52.
    Winkelmann, Urkundenbuch 1, Nr.238 und 239.Google Scholar
  88. 53.
    David Pareus, eigtl. Wängler (1548–1622), aus Frankenstein/Schlesien zählte zu den führenden theologen der Heidelberger Universität. Jöcher 3, S.1254. — Schlesische lebensbilder 5, 1968, S.13–23.Google Scholar
  89. 54.
    Abraham Scultetus (1566–1624) aus Grünberg in Schlesien war Professor der theologie und Kirchenrat. ADB33, S.492–496. — Pfälzer lebensbilder 2, 1970, S.97–116 (G.A.Benrath/lit). — G.A. Benrath (Hg.), Die Selbstbiographie des Heidelberger theologen und Hofpredigers Abraham Scultetus (1566–1624), 1966.Google Scholar
  90. 55a.
    Dionysius Gothofredus (1549–1622) aus Paris, hugenottischer Emigrant, zählte zu den größten Vertretern des römischen Rechts in Europa und war einer der bedeutendsten Juristen in der Geschichte der Heidelberger Universität. Jöcher, Gelehrten-lexicon 2, S.1090. — R.Stintzing, Geschichte der Deutschen Rechtswissenschaft, Bd.1, 1880, S.208f.,Google Scholar
  91. 55b.
    R.Stintzing, Geschichte der Deutschen Rechtswissenschaft, Bd.1, 1880, 386–389.Google Scholar
  92. 56.
    Reinhard Bachof (ca. 1575-ca. 1635) aus leipzig, entstammte einer alten philippistischen Familie, die ihre Heimatstadt verlassen mußte, als sich Kursachsen nach 1591 wieder dem orthodoxen luthertum zuwandte. Der gleichnamige Vater war Bürgermeister von leipzig, später kurpfalzischer Kammermeister gewesen. Er selbst zählte zu den prominenten Professoren der Jurisprudenz an der Heidelberger Universität. Nach deren Auflösung zerschlug sich 1626 der Plan einer Berufung an die niederländische Universität Franeker. Bei den vergeblichen Bemühungen um eine Professur an der Universität Straßburg soll er dann 1627 den Übergang zum luthertum in Aussicht gestellt haben. Jöcher, Gelehrten-lexicon 1, S.692. — Stintzing, Geschichte der Rechtswissenschaft, S.684–687.Google Scholar
  93. 57.
    Philipp Hofmann aus Freiburg, seit 1591 Professor der Jurisprudenz.Google Scholar
  94. 58.
    Christoph Jungnitz aus Heidelberg, Professor der Physik und der Geschichte, 1622 Rektor der Universität, Sohn des Rektors des Fürstenkollegs und Professors der Physik Johann Jungnitz, der nach 1578 am Casimirianum in Neustadt an der Hardt lehrte. 1584 kehrte der Vater an die Universität Heidelberg zurück, wo er als Professor der Physik lehrte.Google Scholar
  95. 59.
    Johann Casimir Jordan aus Heidelberg, Professor der Philosophie, 1625 Rektor.Google Scholar
  96. 60.
    Konrad Schoppe aus Heideck in der Oberpfalz, Professor der Eloquenz.Google Scholar
  97. 61.
    Winkelmann, Urkundenbuch 1, nr.242.Google Scholar
  98. 62.
    Vgl. neuerdings: L.Hammermayer, Zur Geschichte der ›Bibliotheca Palatina‹ in der Vatikanischen Bibliothek, in: Römische Quartalschr.55, 1960, S.1–42. — Ders., Neue Beiträge zur Geschichte der ›Bibliotheca Palatina‹ in Rom, in: Ebda. 57, 1962, S. 146–174. Auch: Winkelmann, Urkundenbuch 1, nr.240, 241, 2, nr.1548.Google Scholar
  99. 63.
    Zum Folgenden der Band der Senatsakten zum Jahre 1625 von der Hand des Rektors Johann Casimir Jordan. Weitere Senatsakten aus den Jahren 1623 bis 1649 existieren nicht. Universitätsarchiv Heidelberg I, 3 nr.40 (A 160–30).Google Scholar
  100. 64.
    H. Weisert, Die Rektoren der Ruperto Carola zu Heidelberg und die Dekane ihrer Fakultäten 1386–1968, 1968, S.17.Google Scholar
  101. 65.
    Die Universität mußte 1625 Anleihen aufnehmen, um die Besoldungen auszuzahlen. Winkelmann, Urkundenbuch 2, nr.1556.Google Scholar
  102. 66.
    Vgl. Egler, Spanier, S.101–105. maximilian sah in Humyn frühzeitig mit Recht einen Exponenten spanischer Ansprüche auch auf die rechtsrheinische Pfalz. Dem Auftritt wurde daher mit größtem mißtrauen entgegengesehen. Vgl. maximilian I. an metternich, 1623 III 22 Regensburg. HStA münchen, Kurbayern, Äußeres Archiv 2338. Zu den fortwährenden Spannungen zwischen den spanischen Regierungen in madrid und Brüssel einerseits und Kurfürst maximilian I. von Bayern andererseits, vgl. Riezler, Geschichte Bayerns 5, passim. — Albrecht, Auswärtige Politik. — E. Straub, Pax et Imperium. Spaniens Kampf um seine Friedensordnung in Europa zwischen 1617 und 1635, 1979. Ausführliches material bieten die Bände der Briefe und Akten zur Geschichte des Dreißigjährigen Krieges. Gerade mitte der 1620er Jahre hatte sich der spanische Druck auf eine Abtretung auch der rechtsrheinischen Pfalz durch Bayern ganz erheblich verstärkt — es kam den Spaniern entscheidend darauf an, eine Verfügungsmasse für die Befriedung des Winterkönigs FriedrichsV. von der Pfalz in die Hand zu bekommen und die Pfälzer Gebiete der Verfügung des unnachgiebigen Kurfürsten maximilian zu entziehen. Sie wollten damit ihre prekäre niederländische Position entlasten.Google Scholar
  103. 67.
    Nebel ersuchte im Februar um seine Entlassung, weil er einen Ruf des Grafen von Isenburg hatte, als Kanzler in Büdingen in seine Dienste zu treten. Daniel Nebel aus Bernburg war Professor der Jurisprudenz gewesen. Er starb aber offenbar schon bald. Weisert, Rektoren, S.47.Google Scholar
  104. 68.
    Der Vorgang in den Universitätsakten unter IU 17, ebenso bei Winkelmann, Urkundenbuch 2, nr.1559, 1560.Google Scholar
  105. 69.
    Winkelmann, Urkundenbuch 2, nr.1557.Google Scholar
  106. 70.
    Die Heidelberger Räte Heinrich von metternich (Statthalter), Georg Friedrich Isselbacher und Reinhard von Walmerode an Kurfürst maximilian I., 1625 II 18 Heidelberg. GLA Karlsruhe 77/4275. Sie verwiesen darauf, daß mit einer Professur der Ethik der Anfang einer neuen Vorlesungstätigkeit gemacht werden sollte — die Regierung habe diese ein zweites mal abgestellt. Falls der Kurfürst ›die universitet nit wider erheben und mit catholischen Professoren besäzen, sondern abgehen lassen wolle‹, baten sie um Bescheid wegen des Schicksals der Gefalle — schon hierin zeigte sich deren beträchtliche Bedeutung für die weiteren Entwicklungen für die Universität.Google Scholar
  107. 71.
    Schon bald nach der Eroberung Heidelbergs, die noch im kaiserlichen Namen durch tilly erfolgt war, wurden die Universitätsangehörigen im Oktober 1622 auf das Schloß zitiert, um dem Kaiser zu huldigen. Sie hatten sich beschwert, daß die Pfalzgrafen bisher immer sich mit der Beglückwünschung zum Regierungsantritt zufrieden gegeben hätten. Aber da man die Weigerung als Ungehorsam und Rebellion auslegte, beugten sie sich. Winkelmann, Urkundenbuch 2, nr.1597.Google Scholar
  108. 72.
    Hautz, Universität Heidelberg 2, S.163.Google Scholar
  109. 73.
    Dazu die in Anm.35 zitierte Korrespondenz des Statthalters metternich mit Kurfürst maximilian und der bayerischen Regierung. Hier finden sich eindrucksvolle Belege.Google Scholar
  110. 74.
    Vgl. z.B. A.Persijn, Pfälzische Studenten und ihre Ausweichuniversitäten während des Dreißigjährigen Krieges. Studien zu einem Pfalzischen Akademikerbuch, Diss, phil. mainz 1959.Google Scholar
  111. 75.
    Kurfürst maximilian I. an Statthalter und Räte zu Heidelberg, 1625 IX 23 Heidelberg. GLA77/4275. Regest bei Winkelmann, Urkundenbuch 2, nr.1562. Der Kurfürst legte allerdings Wert darauf, daß man äußerlich nicht den Anschein eines Vorganges erweckte, der tatsächlich gegeben war: einer jähen katholischen Reformation.Google Scholar
  112. 76.
    Winkelmann, Urkundenbuch 2, nr.1563.Google Scholar
  113. 77.
    Winkelmann, Urkundenbuch 2, nr.1564.Google Scholar
  114. 78.
    Toepke, matrikel 4. — Winkelmann, Urkundenbuch 2, nr.1566.Google Scholar
  115. 79.
    Zum folgenden vgl.: GLA 77/2921 und 205/1.Google Scholar
  116. 80.
    In den späteren Akten gelegentlich versehentlich: Hecht.Google Scholar
  117. 81.
    Winkelmann, Urkundenbuch 2, nr.920.Google Scholar
  118. 82.
    Winkelmann, Urkundenbuch 2, nr.958. Vgl. auch nr.926, 928, 929, 934, 936, 943, 949, 953, 954, 956.Google Scholar
  119. 83.
    Winkelmann, Urkundenbuch 1, nr.243.Google Scholar
  120. 84.
    Außer den Augustinern suchten auch die Franziskaner in Heidelberg Fuß zu fassen. Joseph de Bergasgne, Definitor und Generalkommissar der minderbrüder, wollte 1625 die Zahl der Patres in Heidelberg auf 12–13 Personen erhöhen. Freilich fürchtete er, daß die Sammelberechtigungen für sie nicht genügend einbringen würde. Er forderte deshalb einen Zuschuß. Die Heidelberger Regierung, von maximilian um ein Gutachten angegangen, wollte die Franziskaner mit Pfarreien ausstatten, daß sie dadurch bezahlt werden könnten. GLA 77/2921. Dieser Fall zeigt, wie sehr die Orden nach Heidelberg drängten, und daß der Kurfürst dies gerne sah. man wird bei der Wirksamkeit der Jesuiten diese tendenz mit in Rechnung stellen müssen.Google Scholar
  121. 85.
    Henri lancellot (1576–1643). Er war acht Jahre Generalkommissar des Augustiner-Eremiten-Ordens am Rhein und in Schwaben mit der Aufgabe der Wiederherstellung des Ordens.Google Scholar
  122. 86a.
    Zur Rekatholisierung der Pfalz: Häusser, Geschichte 2, passim. — K. F. Vierordt, Geschichte der evangelischen Kirche in dem Großherzogtum Baden, Bd.2, 1856, S.168–173.Google Scholar
  123. 86b.
    — Nur knapp die Zeit des Dreißigjährigen Krieges behandelnd: M.Schaab, Die Wiederherstellung des Katholizismus in der Kurpfalz im 17. und 18. Jahrhundert, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, 1966, S.147–205. Die Rekatholisierung der Pfalz wurde vom Kardinal Eitel Friedrich Graf von Hohenzollern-Sigmaringen, Bischof von Osnabrück, einem entfernten Verwandten von maximilians Obersthofmeister Johann Georg Fürst von Hohenzollern-Hechingen geplant. Die konkrete Durchführung, d.h. die Richtlinien maximilians für seinen Statthalter metternich, stammten vom Beichtvater maximilians, dem Jesuiten Adam Contzen.Google Scholar
  124. 86c.
    R.Bireley, Maximilian von Bayern, Adam Contzen S. J. und die Gegenreformation in Deutschland 1624–1635, 1975, S. 51.Google Scholar
  125. 87.
    Die Situation nach 1623 neuerdings gut zusammengefaßt bei: G. Parker, The thirty Years War, 1984, S.71–109 (Literatur!).Google Scholar
  126. 88.
    F. H. Schubert, Die pfälzische Exilregierung im Dreißigjährigen Krieg: ein Beitrag zur Geschichte des politischen Protestantismus, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 102, 1954, S.575–680.Google Scholar
  127. 89.
    H.Günter, Das Restitutionsedikt von 1629 und die katholische Restauration Altwirtembergs, 1901. — Ritter, Deutsche Geschichte 3, S.417–448. — Th.Tupetz, Der Streit um die geistlichen Güter und das Restitutionsedikt 1629, in: Sitzungsber. der Kaiserl. Akad. d. Wiss. Wien, Phil.-Hist. Klasse 102, 1893. — H.Urban, Das Restitutionsedikt. Versuch einer Interpretation, Diss. phil. Berlin 1968. — Bireley, maximilian, S. 73–107.Google Scholar
  128. 90.
    Siehe die Anm.27 zitierte literatur.Google Scholar
  129. 91.
    440 Jahre Wilhelmsgymnasium, 1959.Google Scholar
  130. 92a.
    C.Prantl, Geschichte der ludwig-maximilians-Universität in Ingolstadt, 1872, ND 1969 (stark vom Kulturkampf geprägt).Google Scholar
  131. 92b.
    — F. S. Römstöck, Die Jesuitennullen Prantl’s an der Universität Ingolstadt und ihre leidensgenossen. Eine biobibliographische Studie, 1898 (polemisch dagegen).Google Scholar
  132. 92c.
    — B. Duhr, Geschichte der Jesuiten in den ländern deutscher Zunge 1, 1907, S.53–75,Google Scholar
  133. 92d.
    B. Duhr, Geschichte der Jesuiten in den ländern deutscher Zunge 2.1, 1913, S.202–210.Google Scholar
  134. 92e.
    — K.Bosl, Stellung und Funktion der Jesuiten in den Universitäten Würzburg, Ingolstadt und Dillingen, in: L. Petry (Hg.), Bischofs- und Kathedralstädte des mittelalters und der frühen Neuzeit, 1976.Google Scholar
  135. 92f.
    — N.Kausch, Geschichte der theologischen Fakultät Ingolstadt im 15. und 16. Jahrhundert (1472–1605), 1977.Google Scholar
  136. 92g.
    — Neuerdings: K. Hengst, Jesuiten an Universitäten und Jesuitenuniversitäten. Zur Geschichte der Universitäten in der oberdeutschen und rheinischen Provinz der Gesellschaft Jesu im Zeitalter der konfessionellen Auseinandersetzungen, 1981, S.86–99.Google Scholar
  137. 92h.
    — A.Seifert, Statuten und Verfassungsgeschichte der Universität Ingolstadt (1472–1586), 1971.Google Scholar
  138. 92j.
    — Ders., Weltlicher Staat und Kirchenreform. Die Seminarpolitik Bayerns im 16. Jahrhundert, 1971.Google Scholar
  139. 93a.
    Duhr, Geschichte. — Ders., Die Jesuiten an den deutschen Fürstenhöfen des 16. Jahrhunderts, 1901.Google Scholar
  140. 93b.
    — K.Erlingshagen, Katholische Bildung im Barock, 1972.Google Scholar
  141. 93c.
    — R.Fü-löp-miller, Macht und Geheimnis der Jesuiten, 1929.Google Scholar
  142. 93d.
    — R.A.Müller, Universität und Adel. Eine soziokulturelle Studie zur Geschichte der bayerischen landesuniversität 1472–1648, 1974.Google Scholar
  143. 93e.
    — J. Schröteler, Die Erziehung in den Jesuiteninternaten des 16. Jahrhunderts, 1940.Google Scholar
  144. 93f.
    — G.Weider, Das Schulwesen der Jesuiten nach den Ordensgesetzen, 1863.Google Scholar
  145. 94.
    Zu Kurfürst maximilians Haltung zu den Jesuiten: Bireley, maximilian, S.19, 43–55. — Duhr, Geschichte 1, S.183–188. — H. Dotterweich, Der junge maximilian. Jugend und Erziehung des bayerischen Herzogs und späteren Kurfürsten maximilian I. von 1573–1593, 21980.Google Scholar
  146. 95.
    Zu Contzen die in Anm.153 zitierte literatur.Google Scholar
  147. 96.
    In der Behandlung der Pfalzfrage setzte sich Contzen gegen den Geheimen Rat Wilhelm Jocher durch. Bireley, maximilian, S.56–72.Google Scholar
  148. 97.
    Die starke, teils auch moderierende Ein-flußnahme des Jesuitengenerals Welleschi spielte eine erhebliche Rolle für das Geschehen, z. B. stärkte er Contzens Vorstellungen einer katholischen Reform. Bireley, maximilian, S.55.Google Scholar
  149. 98.
    P.Johann Agricola aus Dinkelsbühl (1582–1626, 1601 Jesuit). — Duhr, Geschichte 2.1, S.178, 2.2, 2. 303f. Agricola hatte den böhmischen Feldzug mitgemacht. — M.Gerl (Hg.), Catalogus Generalis Provinciae Germaniae Superioris et Bavariae 1556–1773, 1968.Google Scholar
  150. 99.
    P.Johann Pierson (1570–1638, Jesuit 1592), aus Vezelay Diöz. toul. Pierson war 1620–1627 Feldkaplan tillys und zeichnete sich durch tapferkeit aus. Später wirkte er für die Pestkranken und steckte sich dabei auch an. Er starb 1638 in Fribourg/Schweiz. — Duhr, Jesuiten 2.1, S.178, 296, 2.2, S.308. — Gerl, Cat. Germ. sup., S.317.Google Scholar
  151. 100.
    Zu den Jesuiten an der Universität Heidelberg: Duhr, Geschichte, S.178–182. -Hengst, Jesuiten, S.156–161.Google Scholar
  152. 101.
    Vgl. Anm. 138.Google Scholar
  153. 102.
    Duhr, Geschichte 1, S. 115–120, 2.1, S. 169–174.Google Scholar
  154. 103a.
    Dazu die Korrespondenz HStA münchen, Kasten schwarz. — Vgl. auch S.Riezler, Geschichte Baierns 4, 1899, S.656.Google Scholar
  155. 103b.
    L.Stamer, Kirchengeschichte der Pfalz, Bd.3.1, 1955, S.132–134.Google Scholar
  156. 103c.
    V. Press, Das Hochstift Speyer im Reich des späten mittelalters und der frühen Neuzeit — Portrait eines geistlichen Staates, in: V.Press, E.Reinhard u. H.Schwarzmaier (Hgg.), Barock am Oberrhein, 1985, S.266–268.Google Scholar
  157. 104.
    Duhr, Geschichte 2.1, S.14–17, 143.Google Scholar
  158. 105.
    P.Johann Copper aus luenen (1563–1636, Jesuit 1584). — H.Gerl, Catalogus Generalis Provinziae Societatis Jesu ad Rhenum Superiorem 1626–1773, 1963/64, S.22. — Duhr, Geschichte 2.1, passim.Google Scholar
  159. 106.
    Im Zusammenhang bei: Hengst, Jesuiten. Reine Jesuitenuniversitäten waren Graz, Olmütz, Dillingen, Bamberg, molsheim, Paderborn und Osnabrück. Vgl. auch E.Schubert, Zur typologie gegenreformatorischer Universitätsgesetzgebungen. Jesuiten in Fulda, Würzburg, Ingolstadt und Dillingen, in: H.Rössler u. G.Franz (Hgg.), Universität und Gelehrtenstand 1400–1580, 1970, S. 85–105.Google Scholar
  160. 107.
    Zitiert bei Hengst, Jesuiten, S.157 Anm. 122.Google Scholar
  161. 108.
    P.Johann Copper S.J. an Kurfürst maximilian I., 1628 X 18 molsheim. HStA münchen, Kasten schwarz 12859. Copper gratulierte zunächst zur Belehnung — also auch hier deutlich der Zusammenhang mit der Universitätsgründung. Er kam dann auf die Bekehrungspolitik in der Pfalz — als einen Höhepunkt der Freude schilderte der Provinzial das neue Dekret über die Eröffnung der Universität. ›Sed etiam cives in magnam spem veniunt restiturae urbis pristinae celebritatis‹.Google Scholar
  162. 109.
    Kurfürst maximilian an Copper, 1628 XI 9 münchen. HStA münchen, Kasten schwarz 12859. Der Kurfürst lobte die Jesuiten, aber er verwies auf die Probleme der jenseits des Rheins gelegenen, von den Spaniern okkupierten Universitätsbesitzungen. Erst nach deren Restitution könne es zur wirklichen Aufrichtung der Heidelberger Universität kommen; dann gedenke er ›der societet Jesu die studia humaniora sambt den professuris philosophiae et theologiae gnedigst einzuraumen und anzuvertrauen‹.Google Scholar
  163. 110.
    Briefe und Akten, NF2.4, nr.59. Vitelleschi bot zur Bekämpfung der Ketzerei den Jesuitenorden an.Google Scholar
  164. 111.
    Briefe und Akten, NF2.4, nr.59 Anm.2.Google Scholar
  165. 112.
    Memorial von P.Bernhard Baumann, 1628 II 9 Heidelberg. GLA77/4275. Druck: Winkelmann, Urkundenbuch1, nr.246. Dieses memorial dürfte eine Schlüsselrolle für die Wiederaufrichtung der Heidelberger Universität spielen. Baumann war von den Fortschritten der Jesuitenschulen ausgegangen. Er bat Contzen, beim Kurfürsten als Patron der katholischen Universität zu werben. Einst habe maximilian die Zerstörung der häretischen Universität in die Wege geleitet -jetzt gelte es, die Grundlagen einer katholischen Hochschule zu legen. Der oberrheinische Provinzial der Jesuiten wolle die mittel zur Verfügung stellen, um den Neuausbau zu gewährleisten. Dieser habe kürzlich eingehend nach den Einkünften der Universität geforscht: Baumann wies auf die Hoffnung hin, daß die Spanier endlich die linksrheinischen Einkünfte freigeben, um die Heidelberger Professoren zu besolden. Die Wiederbegründung sei umso leichter, als die alten Professoren — außer Jungnitz — in andere Dienste gegangen seien. Winkelmann, Urkunden-buch 2, nr.1568, tut dar, daß er die tragweite dieser Stellungnahme nicht erkannt hat.Google Scholar
  166. 113.
    Kurfürst maximilian an Statthalter und Räte in Heidelberg, 1628 II 24 münchen. GLA77/4275. Regest: Winkelmann, Urkundenbuch 2, nr.1509.Google Scholar
  167. 114.
    Regierung in Heidelberg an Kurfürst maximilian I., 1628 III 28 Heidelberg. GLA77/4275. Der Kurfürst stimmte einer Besoldungserhöhung von 50fl. am ll.Aprill628 zu.Google Scholar
  168. 115.
    Kurfürst maximilian I. an die Regierung in Heidelberg, 1628 IX 16 münchen. GLA 205/1040 (Akten münchener Provenienz).Google Scholar
  169. 116.
    Siehe Absatz 7.Google Scholar
  170. 117.
    Diese reduzierte Form der Universität sollte für die Praxis nach 1634 Pate stehen, als die Universität nur noch als rechtliche Konstruktion weiterbestand.Google Scholar
  171. 118.
    Balthasar Reid aus Hünfeld in Hessen studierte 1604 in Freiburg, wo er den B. A. erwarb, 1604 in marburg, 1608 in Basel. Dort wurde er zum Dr. med. promoviert. 1614 kam er als Professor der Arzneikunst an das Gymnasium in Bremen, wo er bis 1624 ›erzbischöflicher leibarzt‹ wurde. Damals scheint er konvertiert zu sein, denn obgleich er aus dem fuldischen Hünfeld stammte, verweist sein Studiengang ganz auf eine evangelische Konfession. Reid war also neben Jungnitz und Bachof der dritte Konvertit. Jöcher, Gelehrten-lexicon 10, S. 1264.Google Scholar
  172. 119.
    Jungnitz an die Heidelberger Regierung, 1628 X 16 Heidelberg. GLA205/1040.Google Scholar
  173. 120.
    Zum Casimirianum: Hautz, Geschichte 2, S.120–124.Google Scholar
  174. 121.
    Neben Jesuiten und Franziskanern hatten also auch die Dominikaner in Heidelberg Fuß gefaßt.Google Scholar
  175. 122a.
    Zum Kommissariat: E. Gothein, Die landstände der Kurpfalz, in: Zeitschr. f. d. Gesch. d. Oberrheins 42, 1888, S.1–76.Google Scholar
  176. 122b.
    V.Press, Die landschaft der Kurpfalz, in: Von der Ständeversammlung zum demokratischen Parlamant. Die Geschichte der Volksvertretungen in Baden-Württemberg, 1982, S. 62–71.Google Scholar
  177. 123.
    Heidelberger Regierung an Kurfürst maximilian I., 1628 X 17 Heidelberg. GLA205/1040.Google Scholar
  178. 124.
    maximilian I. an Regierung in Heidelberg, 1628 XII 14 münchen. GLA 205/1040.Google Scholar
  179. 125.
    Zur Rolle von St. Philipp in Zell: P.Moraw, Das Stift St. Philipp in Zell in der Pfalz. Ein Beitrag zur mittelalterlichen Kirchengeschichte, 1962, S.240f.Google Scholar
  180. 126.
    metternich an Kurfürst maximilian I., ohne Datum und Ort. GLA205/1040.Google Scholar
  181. 127.
    Jungnitz an die Heidelberger Regierung, 162919 Heidelberg. GLA205/1040. Winkelmann, Urkundenbuch 2, nr.1577.Google Scholar
  182. 128.
    Winkelmann, Urkundenbuch 2, nr.1563.Google Scholar
  183. 129.
    Winkelmann, Urkundenbuch 2, Nr.1565. Allerdings hieß es, daß Bachof im Zusammenhang mit einer Professur in Straßburg bereit gewesen sei, zum luthertum überzugehen. Vgl. Wolgast, Einleitung. -R.Stintzing, Geschichte der deutschen Rechtswissenschaft, 1880, S.684.Google Scholar
  184. 130.
    Die Heidelberger Räte Walter Aach und Kaspar Stoltzenkampf an Kurfürst maximilianl., 1629 I 23 Heidelberg. GLA 205/1040. Bei Winkelmann, Urkundenbuch 2, nr.1578: fälschlich Reid statt Aach.Google Scholar
  185. 131.
    Dazu: Press, Calvinismus.Google Scholar
  186. 132.
    Kurfürst maximilian I. an die Heidelberger Regierung, 1629 I 30 münchen. GLA205/1040.Google Scholar
  187. 133.
    Regierung an maximilian I., 1629 III 20 Heidelberg. GLA205/1040.Google Scholar
  188. 134.
    Kurfürst maximilian I. an die Heidelberger Regierung, 1629 I 30 münchen. GLA205/1040.Google Scholar
  189. 135.
    Es bleibt die Frage, ob diese Karriere von Jungnitz nicht ein Indiz dafür ist, daß die medizinische Fakultät nicht in Wirksamkeit trat, sondern nur zur Vervollständigung des Corpus Universität wieder formiert wurde, welches vorläufig allein als philosophisch-theologische Anstalt mit juristischen Vorlesungen gedacht war.Google Scholar
  190. 136.
    Kurfürst maximilian I. an die Regierung in Heidelberg, 1629 IV 24 münchen. GLA205/1040.Google Scholar
  191. 137.
    Regierung an Kurfürst maximilian I., 1629 V 15 Heidelberg. GLA205/1040.Google Scholar
  192. 138.
    Das Frauenkloster lobenfeld hatte seit dem 14. Jahrhundert die Zisterzienserregel gehabt; 1560 hatte die letzte Priorin resigniert. Seither war es zur Geistlichen Gefallenverwaltung der Kurpfalz eingezogen.Google Scholar
  193. 139.
    GLA 205/1040.Google Scholar
  194. 140.
    Kurfürst maximilian an Statthalter und Räte zu Heidelberg, 1628 X 7 münchen. GLA77/4275. — Winkelmann, Urkunden-buch 2, nr.1572.Google Scholar
  195. 141.
    Die neuen Professoren wurden auf die Kanzlei berufen, wobei Bachof wegen Krankheit fehlte. Er lag im Hause des Jungnitz darnieder — offenbar wurde deshalb dort das Festessen durchgeführt. toepke, matrikel 2, S.309. — Winkelmann, Urkundenbuch2, nr.1580.Google Scholar
  196. 142.
    P. Bernhard Baumann aus Osterburken (1592–1635, 1611 in Rom Jesuit); gestorben in Hirschhorn am Neckar. Gerl, Cat., Rhen. Sup. S.6. 1613 in Würzburg immatrikuliert.Google Scholar
  197. 143.
    P. Ricquinus Göltgens aus Embrunn oder Emmerich (1594–1671, Jesuit 1617). Gerl, Cat. Rhen. Sup. S.47. Über seinen weiteren lebensweg vgl. Anm.220.Google Scholar
  198. 144.
    Winkelmann, Urkundenbuch 2, nr.1580.Google Scholar
  199. 145.
    P.Arnold Han aus Emmerich oder Duisburg (1585–1633, Jesuit 1601). Gestorben 1633 IX 8 in Philippsburg. Gerl, Cat. Rhen. Sup., S.53. Han wurde 1606 mag. phil. in mainz, 1614 ›assertiones ex univ. theol.‹, war 1615/16 Professor der mathematik in Würzburg gewesen, lehrte die Humaniora in molsheim, dann theologie in Würzburg und wieder in molsheim. Verzeichnis der Studierenden der alten Universität mainz, 1979, S.406.Google Scholar
  200. 146.
    P.Johann Holland aus Köln (1592–1634, Jesuit 1612). Gestorben am 16. November 1634 in lüttich. Gerl, Cat. Rhen. Sup., S.64. Er war 1609 in Köln immatrikuliert.Google Scholar
  201. 147.
    Zu Pruntrut: Duhr, Geschichte 2.1, S. 294–297.Google Scholar
  202. 148.
    Die Immatrikulationen unter den Jesuiten waren: 1629: 34, 1630: 63, 1631: 48. toepke, matrikel 2, S.309–312.Google Scholar
  203. 149.
    Duhr, Geschichte 2.1, S.181.Google Scholar
  204. 150.
    Rektor und Senat der Universität Heidelberg an maximilian I., 1629 X. 9 Heidelberg. Winkelmann, Urkundenbuch 2, nr.1585.Google Scholar
  205. 151.
    Rektor und Senat an maximilian I., 1629 X. 9. Ebda. nr.1586.Google Scholar
  206. 152.
    Diese Frage bedürfte noch einer eingehenden vergleichenden Untersuchung. Nicht thematisiert in der interessanten Studie von Hengst, Jesuiten.Google Scholar
  207. 153a.
    Zu Contzen: R. Bireley, Maximilian von Bayern, Adam Contzen S.J. und die Gegenreformation in Deutschland 1624–1635, 1975. Ferner: Duhr, Geschichte 2.1, S.250–256.Google Scholar
  208. 153b.
    C. Brischar, P. Adam Contzen S.J., ein Ireniker und National-Öko-nom des 17. Jahrhunderts. Eine culturhistorische Studie, 1879.Google Scholar
  209. 153c.
    E.-A. Seils, Die Staatslehre des Jesuiten Adam Contzen, Beichtvater Kurfürst maximilians von Bayern, 1968.Google Scholar
  210. 154.
    P.Johann Buslidius aus Busleyden im Herzogtum luxemburg (1560–1623, Jesuit seit 1587). Gerl, Cat. Prov. Sup., S.55. Seit 1595 Beichtvater maximilians I.Google Scholar
  211. 155.
    P.Johann Vervaux (1586–1661, Jesuit 1618) aus Xivry-le-Franc in lothringen. Gerl, Cat. Prov. Sup., S.451. Vervaux verfaßte die »Boici gentis annales‹, die 1662 unter dem Namen des Kanzlers Adlzreiter erschienen, weil einem Jesuiten eine solche Publikation nicht erlaubt war.Google Scholar
  212. 156.
    Kurfürst maximilian I. an den Erzbischof von mainz als Bischof von Worms, den Erzbischof von trier als Bischof von Speyer und den Bischof von Würzburg, 1628 IX 11 münchen. GLA Karlsruhe 77/3381. An dieser Stelle wird vornehmlich die Problematik von Seminar und Universität in Heidelberg diskutiert -über die anderen Seiten dieser Verhandlungen mehr in der geplanten Studie über die Rekatholisierung. Vgl. Anm.42.Google Scholar
  213. 157.
    Vgl. W.Reinhard, Gegenreformation als modernisierung? Prolegomena zu einer theorie des konfessionellen Zeitalters, in: Archiv für Reformationsgesch.68, 1977, S.226–252.Google Scholar
  214. 158.
    Kurfürst maximilian I. an die drei Bischöfe, 1629 III 27 (münchen). GLA 77/3381. Dazu die Instruktion maximilians für seinen Abgesandten an den Kurfürsten von mainz, den Rat Bartholomäus Richel, zum gleichen thema. GLA77/3381.Google Scholar
  215. 159a.
    Vgl. auch F.X.v.Wegele, Geschichte der Universität Würzburg, im Auftrag des akademischen Senats verfaßt, teil 1, 1882, ND1969.Google Scholar
  216. 159b.
    P.Baumgart, Die Julius-Universität zu Würzburg als typus einer Hochschulgründung im konfessionellen Zeitalter, in: Vierhundert Jahre Universität Würzburg, 1982, S.20f.Google Scholar
  217. 160.
    Bericht der Heidelberger Räte über ihre Verhandlungen mit den würzburgischen Abgesandten an maximilian I., 1629 IX 11 Heidelberg. GLA77/3381. Hier zeigte sich die zentrale Bedeutung einer ›Einzugsregion‹, um die man in harter Konkurrenz stand — der Würzburger Bischof vergaß dieses Problem auch über einer katholischen Expansionspolitik nicht.Google Scholar
  218. 161.
    Protokoll über die Verhandlungen der bayerischen Räte mit dem würzburgischen Kanzler Brandt, 1630 III 19 münchen. GLA 77/3381.Google Scholar
  219. 162.
    (1580–1649). Eichstättischer Rat und Kanzler; nach der Verbrennung seiner Frau als Hexe (1620) 1622 bayerischer Hofrat, 1623 Vizekanzler, 1625 Geheimer Rat, 1640 Geheimer Ratskanzler. Seit 1625 Inhaber des Pflegamts Rosenheim. R. Heydenreuter, Der landesherrliche Hofrat unter Herzog und Kurfürst maximilian I. von Bayern (1598–1651), 1981, S.352.Google Scholar
  220. 163.
    (†640). 1600 Hofkammeradvokat und Prokurator in münchen, 1617 in Hofrat und Hofkammer, 1620/1 Rat in linz, bei der bayerischen Administration, 1623 Direktor des Kollegiums für oberösterreichische und pfälzische Sachen, nach 1628 nur noch für die pfälzischen Sachen. Heydenreuter, Hofrat, S.306.Google Scholar
  221. 164.
    Vgl. auch das Schreiben des Würzburger Bischofs Philipp Adolf von Ehrenberg an maximilian, 1630 IX 1. GLA77/3381.Google Scholar
  222. 165.
    maximilian I. an Bischof Philipp Adolf von Ehrenberg zu Würzburg, 1630 VI 8 münchen (Konzept Peringer). GLA 77/3381.Google Scholar
  223. 166.
    Bericht der Räte zu Heidelberg an Kurfürst maximilian I. über ihre Verhandlungen mit den Wormser Räten, 1630 III 19 Heidelberg. GLA77/3381.Google Scholar
  224. 167.
    Dazu: Duhr, Geschichte der Jesuiten 2.1, S.174–178.Google Scholar
  225. 168.
    Rezeßentwurf der Heidelberger mit den Wormser Räten, ohne Datum (ca. 1630 XI) Heidelberg. GLA77/3381.Google Scholar
  226. 169.
    Maximilian I. an seine Räte zu Heidelberg, 1630 VI 8 münchen. GLA77/3381.Google Scholar
  227. 170.
    Zettel des Adam Contzen an Kurfürst maximilian, ohne Datum (eigenhändig). GLA77/3381.Google Scholar
  228. 171a.
    Ein prägnantes Beispiel: V. Press, Korbinian von Prielmaier (1643–1707). Bedingungen, möglichkeiten und Grenzen sozialen Aufstiegs im barocken Bayern, 1978.Google Scholar
  229. 171b.
    Ders. V. Press, Städtischer Rat, Benefiziaten und geistliche Orden — die Grundlagen der barocken Frömmigkeit, in: Stadt Erding, 21980, S.131–136.Google Scholar
  230. 172.
    Albrecht, Auswärtige Politik. — H.Günter, Die Habsburger-liga, 1908. — Kessel, Spanien. — Parker, thirty Years War.Google Scholar
  231. 173.
    Am 20. Juni schrieb maximilian an die Infantin Isabella, als keine Antwort kam, abermals am 1.August. Im ersten Schreiben an die Infantin das bemerkenswerte Zitat von den ›Staaten‹. Briefe und Akten, NF2.4, nr.59.Google Scholar
  232. 174.
    Kurfürst maximilian I. an Khevenhüller, 1628 X 10. GLA77/3609. Vgl. auch Briefe und Akten, NF2.4 nr.59, Anm.2. Schon 1628 VIII 15 hatte maximilian seinen Abgesandten, den Geheimen Rat Wolkenstein, beauftragt, beim Kaiser und beim spanischen Gesandten in Wien wegen der linksrheinischen Güter vorstellig zu werden. Briefe und Akten, NF 2.4, nr.123. Vgl. auch den zusammenfassenden Bericht maximilians an Khevenhüller (nicht an metternich) über seine Bemühungen um die Heidelberger Universitätsgefälle, 1628 X 24 münchen. Winkelmann, Urkundenbuch 1, nr.247.Google Scholar
  233. 175.
    Kurfürst maximilian an Khevenhüller, 1628 X 28 münchen. GLA77/3609. Vgl. auch: Briefe und Akten, NF 2.4, nr.242. Der bayerische Druck auf Spanien erfolgte, als sich dieses um ein Bündnis mit dem Kaiser und mit Bayern bemühte.Google Scholar
  234. 176.
    Gaspar Guzman, Graf von Olivares, Herzog von San lucar de Barrameda (1587–1645). Er stieg nach der thronbesteigung Philipps IV. 1621 zu dessen beherrschendem Günstling und leiter der spanischen Politik auf. Seine Reformpläne zur Behauptung der Großmachtstellung scheiterten an inneren Unruhen und an den militärischen Niederlagen im Dreißigjährigen Krieg. 1643 wurde Olivares gestürzt.Google Scholar
  235. 177.
    Extrakt aus einem Schreiben Khevenhüllers an maximilian, 1629 II 7. GLA 77/3609.Google Scholar
  236. 178.
    Extrakt aus einem Schreiben Khevenhüllers, 1629 IX 8. GLA77/3609. Vgl. auch Briefe und Akten, 2.5 nr.18, 41, 42.Google Scholar
  237. 179.
    Zwei Schreiben des Kardinals Gaspare Borgia an Kurfürst maximilians italienischen Sekretär Aurelio Gigli in münchen, 1628 VIII 25. GLA77/3609. Borgia (1580–1641) war zuerst Professor an der Universität Alcala; er wurde 1638 Kardinal, in Rom mit den Vertretungen der spanischen Interessen beauftragt, und wurde dann Vizekönig in Neapel. Zu Papst Urban VIII. geriet er in einen heftigen Gegensatz, so daß er Rom verlassen mußte. Nach zweijähriger tätigkeit als Vizekönig in Neapel wurde er 1636 Präsident des Rates von Aragon, dann Kanzler des spanischen Staatsrates. Er starb 1645, kurze Zeit nach seiner Ernennung zum Erzbischof von toledo, die Urban VIII. stets blockiert hatte. Zum Hintergrund der Schreiben gehörte die mission des Dominikaners P.Cosmas morelles, apostolischen Inquisitors zur Überprüfung der Wiedererlangung der ketzerischen Diözesen. Briefe und Akten, NF 2.4 nr.122.Google Scholar
  238. 180.
    Vgl. die Anm.89 zitierte literatur.Google Scholar
  239. 181.
    G. Parker, the Army of Flanders and the Spanish Road 1567–1659, 1972.Google Scholar
  240. 182a.
    Hinter der Schwächung der spanischen Position in den linksrheinischen Gebieten stand der steigende Druck Frankreichs, der sich im mantuanischen Krieg von 1628/29 äußerte, wo Spanien überdies Probleme mit den Reichsrechten in Italien hatte. Frankreich hatte durch den Fall der hugenottischen Festung la Rochelle Ende Oktober 1628 seine Bewegungsfreiheit erhöhen können. Zugleich war die niederländische Front sehr gefährlich in Bewegung geraten, was zu starken Friedensbestrebungen von Olivares führte, um den Krieg in den Niederlanden zu beenden. Die spanische Stellung war weiter beeinträchtigt durch Verluste der Silberflotten. 1629 waren überdies im Zeichen der offensiven kriegerischen Aktionen des jungen Erbstatthalters Friedrich Heinrich von Oranien Herzogenbusch und Wesel in die Hände der Generalstaaten gefallen, die sich damit den Weg nach Brabant öffneten. Angesichts dieser Entwicklungen suchte maximilian damals die Chance zu nützen, die gesamte Pfalz in die Hand zu bekommen. R.Quazza, la Guerra per la Succesione di mantova e del montferrato, 1628–31, 2 Bde, 1926 — Günter, Habsburger-liga. — Straub, Pax, S.327–430. — Parker, thirty Years War, S. 105–109.Google Scholar
  241. 182b.
    P.Geyl, the Netherlands in the Seventeenth Century, Bd.1, 1961, S.87–94. — Briefe und Akten, NF2.4. Ende 1629 suchte Spanien die Fragen des Schlosses Stein und der Universitätsgefalle zum Druckmittel auf Abschluß eines Bündnisses zu machen. Ebda. NF2.5, nr.76.Google Scholar
  242. 183.
    (1594–1643). 1614 konvertiert, 1619 bayer. Oberstleutnant, dann Oberst der katholischen liga, 1623 des Kaisers, 1632 als kaiserlicher General bei lützen gefallen. ADB25, S. 144–161.Google Scholar
  243. 184.
    Kurfürst Maximilian I. an Pappenheim, 1630 III 13 münchen. GLA77/3609.Google Scholar
  244. 185.
    Kurfürst Maximilian I. an Pappenheim, 1630 V 28 münchen. GLA77/3609.Google Scholar
  245. 186.
    maximilian I. an den Statthalter metternich, 1630 VI 11 münchen. GLA77/3609.Google Scholar
  246. 187.
    metternich an Kurfürst maximilian I, 1630 VI 25 Heidelberg. GLA77/3609.Google Scholar
  247. 188.
    Johann Jakob Graf von Anholt (ca. 1580–1630). 1609 Oberst Erzherzog leopolds, 1620 Oberst in bayerischen Diensten. Zahlreiche erfolgreiche Feldzüge, 1629 in kaiserlichen Diensten, als General Oberkommandierender der kaiserlichen truppen im Elsaß. NDB1, S.196f.Google Scholar
  248. 189.
    metternich an Anholt, ohne Ort und Datum. GLA 77/3609.Google Scholar
  249. 190.
    metternich an Kurfürst maximilian, 1630 VII 31 Heidelberg. GLA77/3609.Google Scholar
  250. 191.
    maximilian an Kaiser Ferdinand Il, 1631 VI 13 (Kopie). GLA77/3609.Google Scholar
  251. 192.
    Anholt an maximilian I., 1630 VII 18 Ensisheim. 77/3609.Google Scholar
  252. 193.
    Duhr, Geschichte 2.1, S.181.Google Scholar
  253. 194.
    Toepke, matrikel 2, S.312f. Aus den oben angeführten Biographien geht hervor, daß die Professoren Han, Holland und Baumann relativ bald nach der Flucht aus Heidelberg starben.Google Scholar
  254. 195.
    Häusser, Geschichte 2, S. 501 f.Google Scholar
  255. 196.
    metternich hatte sich im April 1633 nach Philippsburg zurückgezogen, wahrscheinlich zusammen mit dem Jesuiten P.Arnold Han. Am 5.Juni kapitulierte die Besatzung des Schlosses bei freiem Abzug; vom Sommer 1633 bis zum Februar 1934 kommandierte metternich die kaiserliche Garnison in Hagenau; er kehrte am 2.Mai 1634 nach münchen zurück. Damals sollte er dort Statthalter werden. Nach der Rückeroberung Heidelbergs durch die ligatruppen folgte seine Rückkehr ins dortige Statthalteramt. Nach seiner Verabschiedung trat er in kaiserliche Dienste über; 1654 starb er als kaiserlicher Kommandant von Ehrenbreitstein.Google Scholar
  256. 197.
    Eine Untersuchung fehlt. Vgl. Häusser, Geschichte 2, S. 519–534.Google Scholar
  257. 198.
    Häusser, Geschichte 2, S.525.Google Scholar
  258. 199.
    Hautz, Geschichte 2, S.165f. — Häusser, Geschichtet S.525.Google Scholar
  259. 200.
    Thomas Sehusius stammte aus der reichsritterschaftlichen Herrschaft Birkenfeld in Franken. Er war 1615 in Altdorf und Heidelberg immatrikuliert, wo er 1619 den M. A. erwarb, 1620/21 in Basel. Vielleicht rührten seine Heidelberger Beziehungen von seinen Grundherren, den Rittern von Hutten. Georg ludwig von Hutten spielte von 1592 bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts eine zentrale Rolle am Heidelberger Hof. Press, Calvinismus, S.393–407 u. ö.Google Scholar
  260. 201.
    Florian Hemmelius wurde 1602 in Heidelberg als Sohn des Rektors des Pädagogiums Richard Hemmelius geboren. Er war immatrikuliert 1617 in Heidelberg, 1621 in Basel, 1622 in Straßburg und Basel, wo er 1627 den Dr. med. erwarb. Persijn, Ausweichuniversitäten, S.77. Offenbar war Hemmelius für einen medizinischen lehrstuhl vorgesehen.Google Scholar
  261. 202.
    theodor Friedrich (nicht Johann!) Pletz, vermutlich Sohn des Oppenheimer landschreibers Johann Pletz, 1624 immatrikuliert in Bremen, 1628 in Straßburg, 1630 in Basel, begraben 1635 VIII 9 in Oppenheim. Persijn, Ausweichuniversitäten, S.101.Google Scholar
  262. 203.
    Erasmus Burckhardt, geboren 1602 als Sohn des Hofgerichtsrats, Advokaten der geistlichen Gefällenverwaltung und (seit 1613) Geheimen Rats Lic. Erasmus Burckhardt — eigentlich Johann Erasmus.Google Scholar
  263. 204.
    Vgl. Anm. 213.Google Scholar
  264. 205.
    Bachof starb schon bald nach den Ansätzen zur Wiedererrichtung einer evangelischen Universität; er war zwar offenkundig bereit erneut konfessionelle Kompromisse zu schließen, ob er wirklich wieder evangelisch wurde, ist nicht erwiesen.Google Scholar
  265. 206.
    Winkelmann, Urkundenbuch 2, nr.1591, 92.Google Scholar
  266. 207.
    Vgl. das Verzeichnis der von metternich aus Heidelberg geflüchteten und wieder zurückgeführten Akten: GLA77/3711.Google Scholar
  267. 208.
    Vgl. Winkelmann, Urkundenbuch 2, nr.1589, 1594.Google Scholar
  268. 209.
    Winkelmann, Urkundenbuch 2, nr.1590.Google Scholar
  269. 210.
    Winkelmann, Urkundenbuch 2, nr.1596.Google Scholar
  270. 211.
    Winkelmann, Urkundenbuch 2, nr.1597.Google Scholar
  271. 212.
    Winkelmann, Urkundenbuch 2, nr.1597.Google Scholar
  272. 213.
    Schoppius benannte alle, die Ansprüche an die Universität hatten. Allerdings träfe dies auf einige Professoren nicht zu. Bachof etwa habe keine öffentliche Rückkehr zum evangelischen Bekenntnis vollzogen und so den öffentlichen Skandal nicht abgestellt. Damit aber dürfte auszuschließen sein, daß Philipp Pareus, Heinrich David Chuno und matthias Bernegger damals berufen wurden. So Häusser, Geschichte 2, S. 525 und Hautz, Geschichte 2, S. 165f.Google Scholar
  273. 214.
    1635 war offenbar der Oberst Hannibal von Herliberg kurzfristig Statthalter in Heidelberg.Google Scholar
  274. 215.
    Duhr, Geschichte 2, S.181f. Die Anspannung der Patres durch Versehung der Pfarreien war beträchtlich.Google Scholar
  275. 216.
    Häusser, Geschichte 2, S.527–542, 557f., 564f.Google Scholar
  276. 217.
    Bireley, maximilian, S.220f. mit dem Beichtvaterwechsel von Contzen auf Vervaux verband sich auch eine Hinwendung Kurfürst maximilians I. zu einem gemäßigteren Kurs — es zeigte sich, daß der Kurfürst seine extremen Ziele nicht durchzuhalten vermochte.Google Scholar
  277. 218.
    H. Weisert, Geschichte der Universität Heidelberg, 1983, S.45f. Universitätsarchiv Heidelberg IX., 4a, 103a (Rechnung 140/21) von 1640/41. Ich danke Herrn Universitätsarchivar Dr. Weisert für diesen Hinweis.Google Scholar
  278. 219.
    Schreiben der Professoren Kraußhaar, Göltgens S. J. und Wolff S. J. an Statthalter und Räte zu Heidelberg, 1641 XI 15. Heidelberg. GLA205/1.Google Scholar
  279. 220.
    Göltgens wurde nun auch Superior der Heidelberger Jesuiten als Nachfolger Hans (1633–1646). Auch nach der Rückgabe der Universität Heidelberg stand Göltgens eine beachtliche Karriere im Jesuitenorden bevor. Er war nacheinander Rektor des Kollegs in Bamberg (1648/51), Würzburg (1653/56), Speyer (1656/59), dann Provinzial der oberrheinischen Ordensprovinz (1659/62), schließlich Rektor in Schlettstadt (1662/66) und in Speyer (1666/59). Der markgraf Wilhelm von Baden-Baden wollte ihn 1663 entweder als Beichtvater oder als Rektor in Baden-Baden gewinnen. Duhr, Geschichte 3, passim. Vgl. Anm.143.Google Scholar
  280. 221.
    P. Henning Wolff aus menden (1592–1666, Jesuit seit 1614). Gestorben in Heiligenstadt. Gerl, Cat Rhen. Sup., S. 161. Er war 1612 in Köln immatrikuliert und 1627/28 Präfekt der Jesuiten in Erfurt.Google Scholar
  281. 222.
    In der Anm. 218 zitierten Rechnung waren nur die genannten drei Professoren aufgeführt. Sie erhielten — wohl wegen der kritischen Finanzlage der Universität — jeweils einen Abschlag. Interessanterweise bekam der Rektor Kraußhaar mit 20fl. eine geringere Entschädigung als der Jesuit Göltgens, der das Amt eines Prokurators des Universitätsfiskus versah (fisci procurator). Daß der theologe und Ordensmann Göltgens diese Aufgabe auf sich nahm, zeigt, daß kein Jurist — auch nicht pro forma — mitwirkte. Das Bild von nur drei Professoren bestätigt sich durch die teilnehmer am Rektoratsimbiß im Rechnungsjahr 1640/41. Daneben wirkten der Pedell Johann Jakob Kußmaul und der Vizekollektor Johann Dädigsmann. Die Abrechnung bestätigt, daß die Universität allein als Institution weiterbestand, d.h. ohne lehrbetrieb.Google Scholar
  282. 223.
    Die Identität Kraußhaars ist schwer auszumachen. Es dürfte sich um Johann Kraußhaar handeln, der 1624 als magister in Freiburg studiert hatte — er stammte aus Schlettstadt, wo es ein Jesuitenkolleg gab; vermutlich gehörte er in das Protektionssystem der Jesuiten. In der Hofkellerei-Rechnung von 1635 erscheint Kraußhaar noch nicht, wohl aber 1640. GLA 204/1699.Google Scholar
  283. 224.
    Vgl. das in Anm. 115 zitierte Schreiben Kurfürst maximilians von Bayern.Google Scholar
  284. 225.
    Wie die in Anm. 214 zitierte Rechnung deutlich macht, war dies schon wichtig wegen der damals freilich recht schütter eingehenden Universitätseinkünfte.Google Scholar
  285. 226.
    GLA 205/1.Google Scholar
  286. 227.
    V.Press, Das römisch-deutsche Reich -ein politisches System in verfassungs- und sozialgeschichtlicher Betrachtung, in: Wiener Beiträge zur Geschichte der Neuzeit 8, 1981, S. 221–242.Google Scholar
  287. 228a.
    Daß Bayern nicht mehr an die Behauptung der Rheinpfalz denken konnte, wird deutlich aus der Auflösung des Direktoriums für pfälzische Sachen im Jahre 1639. Heydenreuter, Hofrat, S.179f. Zum Prager Frieden: Ritter, Geschichte 3, S.578–596. — Riezler, Geschichte Baierns, Bd.5, S.494–497. — Albrecht, Auswärtige Politik, S.370–373. — Bireley, maximilian, S.201–223. Zur Vorgeschichte des Westfälischen Friedens: H.Haan, Der Regensburger Kurfürstentag von 1636/37, 1967.Google Scholar
  288. 228b.
    K.Bierther, Der Regensburger Reichstag von 1640/41. 1951.Google Scholar
  289. 228c.
    Zum Frieden: F. Dickmann, Der Westfälische Friede, 41977, hier: S.377–379.Google Scholar
  290. 229.
    Häusser, Geschichte 2, S.580–608.Google Scholar
  291. 230.
    P.Johann Cremer (Krämer) aus trier (1592–1657, Jesuit seit 1612), 1632-ca. 1642 Rektor in Hagenau, 1651/54 Rektor des Kollegs in Schlettstadt, gestorben in Aschaffenburg. Gerl, Cat. Rhen. Sup., S.23. — Duhr, Geschichte 2.1, S.182 Anm.1 192f. Cremers Vorgänger war 146/47 P.Heinrich lochum (1610–1673, Jesuit seit 1628). lochum wurde dann Rektor der Kollegien in Erfurt (1650/53), Bamberg (1654/57), Worms (Vizerektor 1657/58), Bamberg (1664/48), Heiligenstadt (1668/72) und Erfurt (1672/73), wo er auch gestorben ist. Es ist zu vermuten, daß Cremer und lochum auch formal den titel eines Professors der Universität Heidelberg innehatten.Google Scholar
  292. 231.
    P.Gerhard Hansen aus Xanten (1592–1669, Jesuit seit 1608), 1650/51 Vizerektor des Noviziats in mainz, 1651/53 Provinzial der oberrheinischen Provinz, 1656/59 Rektor des Kollegs in Würzburg. Hansen starb in mainz. Gerl, Cat. Rhen. Sup. S. 54. — Duhr, Geschichte 3, passim.Google Scholar
  293. 232.
    Winkelmann, Urkundenbuch 2, nr.1605. -Duhr, Geschichte 2.1, S.182.Google Scholar
  294. 233.
    Der Kurfürst verordnete am 16. Juli 1651 eine Kommission aus Kanzler, Geheimen und Kirchenräten sowie seinem leibarzt, um die Restitution der Universität in Angriff zu nehmen. Am 17. Juli übergab Petrus de Spina die teile des Universitätsarchivs, die er bei sich hatte. Winkelmann, Urkundenbuch 2, nr.1607, 1608. Petrus de Spina aus Aachen (1592–1655) war nach dem Verlust seiner medizin-Professur in Heidelberg 1628 leibarzt des landgrafen in Darmstadt geworden, 1635 wurde er Stadtphysikus in Frankfurt, 1641 nobilitiert. Jöcher, Gelehrten-lexicon 4, S.741.Google Scholar
  295. 234.
    Winkelmann, Urkundenbuch 1, nr.248, 2, nr.1618.Google Scholar
  296. 235a.
    S.Riezler, Geschichte Bayerns 5. — Dotterweich, Der junge maximilian. — H.Altmann, Die Reichspolitik maximilians von Bayern, 1613–1618, 1978.Google Scholar
  297. 235b.
    H.Dollinger, Studien zur Finanzreform maximilians I. von Bayern in den Jahren 1598–1618. Ein Beitrag zur Geschichte des Frühabsolutismus, 1968.Google Scholar
  298. 235c.
    C.Pfister, Kurfürst maximilian von Bayern und sein Jahrhundert, 1948. — Bireley, maximilian. — Albrecht, Auswärtige Politik.Google Scholar
  299. 235d.
    H. Glaser (Hg.), Wittelsbach und Bayern 2: Um Glauben und Reich. Kurfürst maximilian I., 2 Bde., 1980.Google Scholar
  300. 235e.
    A.Kraus, Kurfürst maximilian I., Das neue Bild eines großen Fürsten, in: Hist. Jahrb.97/98, 1978, S. 505–526.Google Scholar
  301. 236.
    Bireley, maximilian, S.56f.Google Scholar
  302. 237.
    V. Press, Bayern, Österreich und das Reich in der frühen Neuzeit, in: Verh. d. hist. Vereins für Oberpfalz 120, 1980, S.493–519.Google Scholar
  303. 238.
    Albrecht, Konfessionelles Zeitalter, in: Spindler (Hg.), Handbuch, S.364–370.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1985

Authors and Affiliations

  • Volker Press

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