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DGOR pp 159-159 | Cite as

Dynamische Dispositionsmethoden als Basis der Kanbansteuerung

  • Erich Soom
Part of the Operations Research Proceedings book series (ORP, volume 1984)

Zusammenfassung

Bei der sog. “just in time production” geht es urn ein sehr rasches Reagieren auf die konkreten Kundenwünsche. Das Tagesprogramm in der Produktion resp. Montage muss bestmöglichst auf die eingegangenen Kundenbestellungen und Veränderungen der Planungsdaten abgestimmt werden, damit möglichst das produziert oder montiert wird, was unmittelbar von dem Kunden gewünscht wird. Hierzu eignen sich vor allem zwei Dispositionsverfahren, nämlich das sog. Höchstbestandesverfahren und das sog. Mindestbestandesverfahren. Beim ersten Verfahren erfolgt die Auslösung eines Wiederauffüllauftrages in periodischen Abständen, z.B. täglich und zwar in der Menge “Höchstbestand minus aktuellem Lagerbestand” am Ende des Tages. Diese Menge entspricht dabei genau der Menge, die am Vortag effektiv verbraucht oder verkauft wurde. Dieses Verfahren eignet sich vor allem zur Steuerung der letzten Prozessstufen (Montage, Vormontage), in denen der Wechsel von einem Artikel zum andern keine oder nur sehr geringe Umrichtekosten verursacht. Trifft dies nicht mehr zu, wie z.B. in der Vorfertigung, dann muss losweise gefertigt werden. Die Auslösung eines Wiederauffüllauftrages erfolgt dann durch Erreichen oder Unterschreiten des Mindestbestandes. Die Wiederauffüllmenge rechnet sich dabei nach den klassischen Regeln der Materialbewirtschaftung.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1985

Authors and Affiliations

  • Erich Soom
    • 1
  1. 1.St. GallenSwitzerland

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