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DGOR pp 151-158 | Cite as

Dynamische Analyse der Input-Output-Beziehungen bei Mehrstufiger Mehrproduktfertigung

  • Ernst Troßmann
Conference paper
Part of the Operations Research Proceedings book series (ORP, volume 1984)

Zusammenfassung

Grundlage einer zielgerichteten Planung und Steuerung von Produktions-prozessen sind detaillierte Kenntnisse über ihre Struktur. Dabei kann eine Artenstruktur, eine Mengenstruktur und eine Zeitstruktur auseinandergehalten werden. Die Untersuchung der Arten- und Mengenstruktur bildet seit langem einen Schwerpunkt betriebswirtschaftlichen Bemühens (vgl. z. B. Schweitzer/Küpper, 1974; Schweitzer, 1979). Die zeitliche Struktur der Produktion rückt dagegen erst in den vergangenen Jahren in den Vordergrund. Besondere Probleme für eine dynamische Analyse wirft der allgemeine Fall einer vernetzten Produktionsstruktur mit folgenden Eigenschaften auf:
  • Es liegt mehrteilige, mehrstufige Mehrproduktfertigung vor.

  • Es ist von einem beliebigen Vergenztyp des Güterflusses auszugehen. Insbesondere haben die einzelnen Güter verschiedene Verwendungsweisen (Divergenz),und die Produkte werden aus mehreren verschiedenen Güterarten zusammengesetzt (Konvergenz).

  • Jeder Einsatzprozeß hat eine eigene Vorlaufzeit, wobei die gleiche Güterart auch in mehreren Einsatzprozessen auftreten kann.

  • Durch Einfügen von Lagerzeiten und Wartezeiten können sich Einsatzzeitpunkte und Produktionsdauern verschieben bzw. verkürzen oder verlängern.

  • Derartige Verzögerungen sind teils frei disponierbar, teils auch aus Kapazitätsgründen erforderlich.

  • Welche Zwischenprodukte selbst hergestellt werden (derivativ sind) und welche von außen beschafft bzw. von Lagervorräten entnommen werden (originär sind), hängt vom Betrachtungszeitpunkt und vom angestrebten Fertigungszeitpunkt ab. Die Art der Bedarfsermittlung ist daher güter- und periodenabhängig.

  • Zum Planungszeitpunkt laufen bereits Beschaffungs- und Fertigungs-prozesse, die zu bestimmten (späteren) Zeitpunkten zu Güterabgängen und Güterzugängen führen.

  • Zum Planungszeitpunkt sind von manchen Repetiergütern Lagervorräte sowie von manchen Potentialgütern Kapazitäten an Leistungsabgaben vorhanden. Die Potentialgüter-Leistungsabgaben sind jedoch nicht be-liebig abrufbar, sondern stehen pro Zeiteinheit nur in gewissem Umfang zur Verfügung.

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Literatur

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  8. Troßmann E.: Grundlagen einer dynamischen Theorie und Politik der betrieblichen Produktion. Berlin (1983).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1985

Authors and Affiliations

  • Ernst Troßmann
    • 1
  1. 1.TübingenDeutschland

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