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DGOR pp 102-102 | Cite as

Fertigungskostenbasiszahlen

  • Willi Borchers
Conference paper
Part of the Operations Research Proceedings book series (ORP, volume 1984)

Zusammenfassung

Es wird eine Methode der flexiblen Fertigungskostenplanung als Teil einer umfassenden Unternehmensplanung im System der Vollkostenrechnung vorgestellt. Die Methode entfaltet ihren Nutzen vor allem in Unternehmungen mit sehr großen, differenzierten Sortimenten und dementsprechend vielen Kostenstellen in der Produktion. Das Verfahren beruht im wesentlichen auf der Festlegung eines Kranzes von relativ konstanten, aber bei Bedarf mühelos anpassungsfähigen Daten, die auf die flexiblen Parameter aus der Unternehmensplanung — insbesondere auf den aus der Verkaufsplanung sich ergebenden Produktionsplan — unter Nutzung der EDV/APL angewendet werden und dabei mit geringstem Aufwand zu den individuellen Fertigungskosten pro Einheit aller einzelnen Produkte führen. Die erwähnte festzulegenden Daten bezeichnen wir im Hause Hoechst AG als Fertigungskosten-Basiszahlen, abgekürzt FKB. Die FKB haben alien Anforderungen gerecht zu werden, die sich aus dem Kostenverhalten (fix oder variabel) und aus der Beobachtung des Verursachungsprinzips bei der Verteilung der Kosten innerhalb der Kostenstellen auf die verschiedenen Produkte ergeben. Dementsprechend haben wir bestimmte Belege bzw. Datengruppen vorgesehen, die für jeden Produktionsbetrieb bzw. für jedes Produkt zu bilden sind. Es handelt sich dabei urn die Betriebsblätter mit den Summen der fixen Kostenarten pro Jahr und um die Produktblätter mit den variablen Kosten pro Mengeneinheit und mit den Schlüsselzahlen (Aquivalenzziffern) für die Aufteilung der fixen Kostenarten. Im Produktblatt erscheinen außerdem die für das jeweilige Produkt genutzten oder nutzbaren Anlagenteile bezogen auf eben dieses Produkt. Diese Angaben sind erforderlich für die im Programm automatisch erfolgende Bildung der Schlüsselzahlen für die Verteilung der fixen kapitalabhängigen Kosten. Als Nebenprodukte der Fertigungskosten-Ermittlung ergeben sich die Auslastung der Betriebe und die Fixkostenanteile an den einzelnen Kostenarten, die als Relationen abhängig sind vom jeweiligen Produktionsplan. Letztere Daten sind besonders wichtig für die Anwendung bei Optimierungsrechnungen.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1985

Authors and Affiliations

  • Willi Borchers
    • 1
  1. 1.Frankfurt am MainDeutschland

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