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Metallische Werkstoffe für Implantate

  • M. Semlitsch
Conference paper
Part of the Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Plastische und Wiederherstellungschirurgie book series (PLASTISCHE CHIR, volume 21)

Zusammenfassung

Implantate aus metallischen Werkstoffen werden klinisch in der Orthopädie-Traumatologie (Abb. 1 u. 2), in der Rekonstruktions- und Herzchirurgie seit Jahrzehnten mit Erfolg eingesetzt (Tabelle 1). Die heutige Auswahl an Implantatmetallen ist relativ groß unda läßt sich in 5 Gruppen unterteilen (Tabelle 2). Für orthopädische Implantate beschränkte man sich in den 40er und 50er Jahren hauptsächlich auf die CoCrMo-Guß- legierung ISO 5832-4 und den rostfreien Stahl ISO 5832-1B(AISI-316L) sowie die beiden Titanschmiedelegierungen Reintitan ISO 5832-2 und TiAIV 5832-3. Ergänzt wurden diese 4 Legierungen auf Eisen-, Kobalt- und Titanbasis anfangs der 70er Jahre mit der CoNiCrMo-Schmiedelegierung ISO 5832-6. Diese hochfeste und äußerst korrosionsbeständige Legierung (MP35N, Protasul-10) erbrachte nach über 10jähriger klinischer Erfahrung mit über 500 000 Endoprothesen für Hüfte, Knie und Ellenbogen den Beweis für bruchsichere Verankerungsschäfte aus der Serienproduktion. Die Legierung MP35N wird außerdem erfolgreich bei Herzschrittmacherelektroden eingesetzt. Für orthopädische Implantate und auch Rekonstruktionen im Schädel- und Kieferbereich kommen außerdem noch 3 weitere Kobaltbasislegierungen ISO 5832-5 (Vitallium wrought), ISO 5832-7 (Phynox) und ASTM F 563 (Syntacoben) zum Einsatz. Gegen Ende der 70er Jahre erfolgte die nach dem Pulvermetallurgie- bzw. Schmiedeverfahren hergestellte CoCrMo-Legierung (Zimaloy Micro Grain, Vitallium FHS, Protasul-21WF, Endocast SL). Diese hochfeste und verschleißwiderstands- feste Legierung ist bezüglich ihrer chemischen Zusammensetzung mit der CoCrMo- Gußlegierung ISO 5832-4 (Vitallium cast, Protasul, Endocast) identisch.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin·Heidelberg 1984

Authors and Affiliations

  • M. Semlitsch
    • 1
  1. 1.Abt. Forschung und EntwicklungGebr. Sulzer AGWinterthurSwitzerland

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