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Die Betreuung von Krebskranken

  • Hans Becker
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Zusammenfassung

Die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen ist in hohem Maße von psychischen Faktoren mitbestimmt. Eine angstmachende Form der Aufklärung reicht alleine als Motivationshilfe nicht aus, sondern führt im Gegenteil zu einer resignativen Angstverarbeitung mit verstärkter Abwehr (Verres 1978). Dies betrifft vor allem ältere Patienten aus der sozialen Unterschicht. Der für den Patienten vertraute Hausarzt sollte neben einer genauen Beschreibung des zu erwartenden Ablaufs der Vorsorgeuntersuchung, über die Gefahren und Heilungschancen aufklären und an die Eigenverantwortlichkeit appellieren. Schon durch die unterschiedlichen Zielgruppen wird deutlich, daß eine überindividuelle Aufklärungskampagne das individuelle Gespräch zwischen Arzt und Patient nicht ersetzen kann, vor allem setzen Angstappelle ein sinnvolles Gesundheitsverhalten eher herab (Janis et al. 1953). Gerade im Rahmen der Brustkrebsprophylaxe spielt die Eigenverantwortlichkeit des Patienten, seine Beziehung zu Gesundheit und Krankheit und damit zu seinem Körper eine elementare Rolle. Eine Frau kennt ihre Brust und die Veränderungen im Rahmen ihres Menstruationszyklusses selbst am besten. So ist der Einsatz einer Mammographie beispielsweise ohne Palpation und vor allem Eigenbefund der individuellen Frau durch regelmäßige Selbstpalpation eine als unvollständig einzustufende Diagnostik.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1986

Authors and Affiliations

  • Hans Becker
    • 1
  1. 1.Psychosomatische KlinikKlinikum der Universität HeidelbergHeidelberg 1Deutschland

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