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Statik und Dynamik des Fußes

  • E. H. Kuner
  • W. Schlickewei
Conference paper

Zusammenfassung

Statik und Dynamik des Fußes sind seit jeher wesentliche Bestandteile der Orthopädie und hier v. a. in der Erkennung und Behandlung angeborener oder erworbener Fußdeformitäten. In der Unfallchirurgie muß dann darüber nachgedacht werden, wenn Verletzungsfolgen direkt am Fuß eingetreten sind. Das gleiche gilt für die Verletzungsfolgen an der gesamten unteren Extremität, so beispielsweise bei Veränderung der mechanischen Längsachse, wobei die Kraftübertragung nicht mehr biomechanischen Gesetzmäßigkeiten folgt. Es ist dann von Pathomechanik zu sprechen, die in einer genauso komplizierten Eigengesetzlichkeit den physiologischen Ablauf beim Stehen und Gehen außer Kraft setzt. Die Pathomechanik führt zu Fehlbelastungen einzelner oder mehrerer Abschnitte des Fußes, die subjektiv mit z. T. erheblichen Beschwerden, Veränderungen des Gangbildes und Abnahme der körperlichen Leistungsfähigkeit verbunden sind. Objektiv wird eine Verminderung oder Aufhebung der Beweglichkeit einzelner Gelenkabschnitte festgestellt sowie Veränderungen der äußeren Form und des Fußsohlenabdrucks. Eine Änderung in der Verteilung der Belastung führt zur Hyperkeratose. Bei der Beurteilung ist nicht so sehr die Stärke der Schwiele, die auch von vegetativer Innervation, Durchblutung, Stoffwechsel und Lebensalter abhängig ist, sondern v. a. das Verteilungsmuster von Bedeutung. Längerdauernde oder gar chronische Fehlbelastungen finden im Röntgenbild ebenfalls ihren Niederschlag und sind eindeutig zu lokalisieren.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1984

Authors and Affiliations

  • E. H. Kuner
  • W. Schlickewei

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