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Traumatologische Indikationen zum Hüftgelenkersatz

  • K. P. Schmit-Neuerburg
  • G. Roggenland

Zusammenfassung

Angesichts der Tatsache, daß nach offiziellen Schätzungen allein in der BRD jährlich ca. 30000 Hüftgelenkstotalprothesen implantiert werden, die intraoperativ mit 10% Komplikationen und in den folgenden Jahren postoperativ mit einer Komplikationsrate von ca. 17% belastet sind [2, 4, 5], muß die Indikation trotz mancherlei Fortschritte in der Prothesen- und Operationstechnik besonders sorgfältig gestellt und in der Unfallchirurgie auf jene Fälle beschränkt werden, in denen andere operative Verfahren bei frischen Verletzungen und Verletzungsfolgen keine Aussicht auf Erfolg bieten oder in einem vergleichbaren Zeitraum eine deutlich höhere Komplikationsrate erwarten lassen. Bei frischen Verletzungen sind außerdem biologisches Alter, Allgemeinzustand, vorbestehende Systemerkrankungen und Gelenkschäden angemessen zu berücksichtigen. Bei posttraumatischen Zuständen und scheinbar irreparablen Situationen muß die Indikation zur Totalendoprothese gestellt werden, wenn begründete Aussicht besteht, daß dadurch dauernde Invalidität oder sogar der Verlust der Extremität vermieden werden kann.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1984

Authors and Affiliations

  • K. P. Schmit-Neuerburg
    • 1
  • G. Roggenland
    • 1
  1. 1.Abteilung für UnfallchirurgieUniversitätsklinikum Essen — GHSEssen 1Deutschland

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