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Elektronenstoß-Spektroskopie

  • Heinrich Labhart
  • Edwin Haselbach
Part of the Hochschultext book series (HST)

Zusammenfassung

Stösst ein freies Elektron mit einer kinetischen Energie E. im Vakuum mit einem gasförmigen Molekül zusammen, so wird es gestreut. Das austretende Elektron hat im allgemeinen eine andere Energie E (Restenergie) und eine andere Richtung als das einfallende:
$$ e^ - \,(E_{in} )\, + \,M\, \to M* + \,e^ - \,\left( {E_r } \right)$$
(10.1)
Wird beim Stoss keine Energie an das Molekül abgegeben und nur die Plugrichtung des Elektrons geändert, nennt man die Streuung “elastisch„. Andernfalls wird die Streuung “inelastisch„ genannt, wobei aus Energieerhaltungsgründen gilt
$$ E_{in} \, = \,\,E_r \, + \,\Delta E\,,$$
(10.2)
wobei ΔE die im Molekül verbleibende Anregungsenergie ist. Da ähnlich wie in der Photoelektronen-Spektroskopie (Kap. 7) die Masse des Elektrons sehr klein ist gegenüber der Molekülmasse, wird praktisch keine Translationsenergie auf das Molekül übertragen. Damit gilt folgende Form der Born-Oppenheimer-Näherung
$$ \Delta E\,\, = \,E_{el} \, + \,E_{vib} + \,\,E_{rot} .$$
(10.3)
Bestrahlt man nun mit Elektronen bekannter kinetischer Energie und analysiert die Energien der gestreuten Elektronen, kann man gemass 10.2 und 10.3 die Energie-Zustände des Moleküls ermitteln.

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Literatur

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  4. A.V. Phelps. In: Electron-Molecule Scattering (S.C. Brown, ed.), Wiley 1979.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1984

Authors and Affiliations

  • Heinrich Labhart
  • Edwin Haselbach
    • 1
  1. 1.Institut für Physikalische ChemieUniversität Freiburg Schweiz, PérollesFreiburgGermany

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