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ZAK Zürich pp 81-86 | Cite as

Aktuelle Ausbildungs- und Organisationsprobleme der Reanimation in der Bundesrepublik Deutschland

  • P. Sefrin
Conference paper
Part of the Anaesthesiologie und Intensivmedizin/Anaesthesiology and Intensive Care Medicine book series (A+I, volume 187)

Zusammenfassung

Der Sinn der Reanimation ist in der endgültigen Wiederherstellung und Stabilisierung der vitalen Funktionen Atmung und Kreislauf zu sehen. Dazu stehen die Maßnahmen der kardiopulmonalen Reanimation (CPR) zur Verfugung. Die Laienausbildung in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) umfaßt die Kurse „Lebensrettende Sofortmaßnahmen“und „Erste Hülfe“, die von den verschiedenen Hilfsorganisationen durchgeführt werden. In beiden Kursen wird als Reanimationsmaßnahme nur die Atemspende und nicht die extrathorakale Herzmassage gelehrt. In der Zeit von 1969 bis 1975 haben ca. 10 Mio. Kraftfahrer an den Unterweisungen teilgenommen. In einer Untersuchung der notfallmedizinischen Kenntnisse an ca. 500 Personen im Jahre 1975 in Berlin zeigte sich eindeutig, daß die Teilnehmer beider Kurse zu wenig zum Thema Atemspende wußten, um im Ernstfall effizient helfen zu können [5]. Es wurde deshalb die Frage aufgeworfen, ob der Laie, der nur einmal in dieser Maßnahme unterrichtet wurde, trotz eventueller Beherrschung der Technik bei Indikationsstellung und Durchführung der Atemspende überfordert sei. Als mögliche Alternative wurde auf die Erfolge in Norwegen verwiesen, wo 1973 Lund [6] an 143 Schülern nachweisen konnte, daß nach mehrmaliger Unterweisung im Rahmen der schulischen Ausbildung 71% der Probanden die Technik der Atemspende gut beherrschten.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1986

Authors and Affiliations

  • P. Sefrin

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