Endokrine Chirurgie

  • H.-J. Peiper

Zusammenfassung

Bis in die 40er Jahre hinein war festzustellen, daß das Gebiet der Hormone mit ihrer Organgebundenheit wesentliche Anregungen durch chirurgische Erfahrungen erfuhr (Schneider 1942). Insbesondere Überfunktionszustände, zumeist ausgelöst durch hormonaktive Tumoren, waren es, die auf Grund empirischer Erkenntnisse eine Reihe unterschiedlicher klinischer Syndrome bekanntwerden ließen. Diesbezügliche Erfahrungen beschränkten sich aber auf Einzelfälle oder kleine Serien. In den letzten Jahrzehnten hat insbesondere die biochemisch ausgerichtete Grundlagenforschung revolutionäre Fortschritte erzielt, die die Endokrinologie zu einem wesentlichen Bestandteil der Lehre von den Stoffwechselvorgängen und -krankheiten werden ließ. Als Regulatoren des Stoffwechsels wirken die Hormone in alle Organsysteme ein. Dabei gibt es Unterfunktionszustände, wie beim Diabetes mellitus oder der Addison-Krankheit, die durch Zufuhr heute bekannter und synthetisierter Hormone ausgeglichen werden können oder, wie im Falle des juvenilen Diabetes mit Niereninsuffizienz, chirurgische Bemühungen zu einer dauerhaften therapeutischen Lösung durch Transplantation, wie im Beispiel der Pankreas- bzw. isolierten Inseltransplantation, aktuell werden ließen. Diese chirurgischen Ansätze der letzten Jahre scheiterten im Falle der Pankreasorgantransplantation bisher überwiegend an Komplikationen seitens der exokrinen Funktion des Gangsystems (Largiadèr 1980).

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1983

Authors and Affiliations

  • H.-J. Peiper

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