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Operationsergebnisse bei zervikalen Myelopathien

  • K. Liebig
Part of the Neuroorthopädie book series (NEUROORTHOPÄDIE, volume 1)

Zusammenfassung

Die Pathophysiologie und Biomechanik der chronischen zervikalen Myelopathie ist teilweise noch ungeklärt. So ist auch die Therapie des Krankheitsbildes noch uneinheitlich. Nach der Literatur sollen sich bei 30% der betroffenen Patienten die Beschwerden und der neurologische Befund stabilisieren und bedürfen somit keiner Behandlung. Die operative Therapie der zervikalen Myelopathie mit der Entlastungslaminektomie führte zu wenigen befriedigenden Ergebnissen. Durchschnittlich weisen 25% der operierten Patienten eine Verringerung der Beschwerdesymptomatik auf, bei über 50% besteht eine unveränderte Ausprägung des neurologischen Defizites. Nuri zeigt in einer Sammelstatistik, daß Patienten nach Laminektomie nicht statistisch signifikant besser waren als konservativ behandelte. Die insgesamt schlechten Ergebnisse nach Laminektomie ließen ein Operationsverfahren aufgreifen, wie es insbesondere von Smith-Robinson und Cloward beschrieben und von Verbiest weit verbreitet wurde. Da bei der zervikalen Myelopathie die Kompression des Rückenmarkes überwiegend von Randosteophyten ausgeht, muß unseres Erachtens auch die operative Intervention und die Entlastung von ventral und nicht von dorsal erfolgen. Schwer vergleichbar sind die postoperativen Ergebnisse, da im wesentlichen die klinischen Befunde und neurologischen Defizite in leicht, mittel und schwer eingeteilt wurden und eine Differenzierung unterblieb. So lassen sich zum augenblicklichen Zeitpunkt nur wenige Operationsergebnisse miteinander vergleichen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1983

Authors and Affiliations

  • K. Liebig

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