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Der Effekt der subpartalen Tokolyse auf den transkutanen Sauerstoffdruck (tcPo 2) des Feten

  • C. S. Kurz
  • H. Schneider
  • R. Huch
  • A. Huch
Conference paper

Zusammenfassung

In früheren Untersuchungen anderer Arbeitsgruppen konnte kein einheitlicher Effekt der subpartalen Tokolyse auf den fetalen tc pO2 nachgewiesen werden (1,4). In einer früheren Untersuchung unserer Arbeitsgruppe wurde der Einfluß der subpartalen Tokolyse auf den fetalen tc pO2 in der Eröffnungsperiode (EP) untersucht (6). Dazu wurde bei regelmäßigen Wehen Partusisten (P) solange infundiert, bis eine vollständige Tokolyse erreicht war. Registrierausschnitte der durchgeführten fetalen tc pO2- und intrauterinen Druckaufzeichnungen (IUP) während der 4 Meßperioden einer Patientin sind in Abb. 1 dargestellt. Die Abbildung zeigt oben den Verlauf des fetalen und unten die Registrierung des IUP. Bei normaler Wehentätigkeit betrug der fetale tc pO2 27,5 mm Hg und fluktuierte wehensynchron, indem er nach jeder Wehe um ca. 2 mm Hg abfiel. Nach vollständiger Tokolyse waren die wehenabhängigen tc pO2-Abfälle nicht mehr nachweisbar, das tc pO2-Niveau änderte sich jedoch nicht. Die zusätzliche Sauerstoff (O2)-Gabe an die Mutter führte aber zu einem deutlichen tc pO2-Anstieg um 6.5 auf 34 mm Hg. Nach Ende der O2-Atmung betrug der fetale tc pO2 wieder 27,5 mm Hg und fluktuierte wehensynchron. Die mittleren fetalen tc pO2-Werte während der 4 Untersuchungsphasen in der EP sind in Abb. 2 dargestellt. Man erkennt, daß die Tokolyse allein zu keinem statistisch signifikanten Anstieg des fetalen tc pO2 führte. Erst die zusätzliche O2-Atmung der Mutter resultierte in einem signifikanten fetalen tc pO2-An-stieg von im Mittel 3,4 mm Hg.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1982

Authors and Affiliations

  • C. S. Kurz
  • H. Schneider
  • R. Huch
  • A. Huch

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