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Erfassung der β-Mimetikawirkung auf die uteroplazentare Durchblutung mittels Plazentadurchströmungsmessung

  • K. Philipp
  • H. Salzer
  • E. Reinold
  • S. Leodolter
Conference paper

Zusammenfassung

Neben den klassischen Indikationen zur β-Mimetikatherapie in der Schwangerschaft, wie der Unterdrückung von vorzeitigen Wehen und der Regulation der pathologischen Wehentätigkeit, haben die β-Mimetika auch bei der Behandlung einer reduzierten uteroplazen-taren Durchblutung und damit bei der Behandlung der Plazentainsuffizienz Bedeutung gewonnen (3). Prinzipiell ändert sich die Durchblutung des Uterus direkt proportional mit dem Perfusionsdruck und umgekehrt proportional mit der Summe der Gefäßwiderstände. Der Perfusionsdruck ist definiert als arterieller Mitteldruck minus venösem Mitteldruck. Der Gefäßwiderstand ergibt sich aus der Viskosität des Bluts sowie der Länge und dem Gesamtquerschnitt der Strombahn. Dabei spielt der Gefäßtonus sowie der Druck aus der Umgebung auf die Gefäßwand, wie z.B. ein erhöhter Basaltonus der Uterusmuskulatur oder die Kontraktionskraft der Wehen, eine wesentliche Rolle. Röntgen-kinematographische Studien zeigten, daß während der Wehentätigkeit der Einstrom von Kontrastmittel in die Kotyledonen verlangsamt oder sogar unterbrochen wird (1, 8). Wir selbst haben bei Plazentadurchströmungsmessungen während der Wehentätigkeit eine Beeinträchtigung der uteroplazentaren Durchblutung feststellen können (7). Die Drosselung der uteroplazentaren Durchblutung beruht auf einem Abfall der treibenden Druckdifferenz an den präplazentaren Arterien und auf deren Konstriktion (5). Während der Wehentätigkeit ändert sich somit die Durchblutung, abhängig von der Stärke, Dauer und der Frequenz der Wehen sowie von der Höhe des Basaltonus in der Wehenpause.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1982

Authors and Affiliations

  • K. Philipp
  • H. Salzer
  • E. Reinold
  • S. Leodolter

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