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Myelomzellen

  • Heinz Ludwig
Chapter

Zusammenfassung

Das multiple Myelom wird klassischerweise als Plasmazellneoplasie betrachtet [44]. Nach Meinung einzelner Autoren [834] sind Plasmazellen aber als enddifferenzierte Zellen mit keiner oder nur limitierter Proliferationsfähigkeit anzusehen. Neuere Beobachtungen sprechen aber für eine schon frühzeitig in der B-Lymphozyten-Differenzierung erfolgende maligne Transformation. Bei Patienten mit Tumorprogression wurde häufig eine Vermehrung zirkulierender B-Lymphozyten beobachtet [562, 651] und in anderen Studien der Idiotyp des Paraproteins (die variable Region des Immunglobulinmoleküls, deren Aminosäuresequenz die Antikörperspezifität determiniert und die für den individuellen Plasmazellklon spezifisch ist) an peripheren B-Lymphozyten gefunden [2,337,739]. Später konnte von der Arbeitsgruppe um Cooper [442] der paraproteinspezifische Idiotyp auch in Prä-B-Zellen, den Vorstufen der zirkulierenden Lymphozyten, nachge- wiesen werden. Außerdem konnten diese Autoren den tumorspezifischen Idiotyp auch auf peripheren B-Lymphozyten mit anderen als den paraproteintypischen Isotypen nachweisen [187, 442]. So wurden z.B. bei einem Patienten mit IgGMyelom Paraprotein-Idiotypen sowohl auf IgG- als auch auf IgA-Membranimmunglobulin-positiven peripheren Lymphozyten gefunden. Sollten diese Ergebnisse bestätigt werden, so müßte man annehmen, daß neben der primären Transformation relativ unreifer Vorläuferzellen zusätzliche Mechanismen oder Stimuli notwendig sind, die letztlich bestimmen, welcher Isotyp-Zellklon in Para- protein-sezernierende reife Plasmazellen ausdifferenziert.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1982

Authors and Affiliations

  • Heinz Ludwig
    • 1
  1. 1.Allgemeines KrankenhausStadt Wien II. Medizinische UniversitätsklinikWienAustria

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